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Wie die Pandemie das Sparverhalten der Deutschen beeinflusst

31.3.2021 – Trotz Corona bleiben die meisten Sparer gelassen in privaten Finanzfragen und ändern nichts an den eigenen Geldanlagen. Die Altersvorsorge ist weiterhin das wichtigste Sparmotiv. Vor allem Immobilien bleiben bei den Anlageformen im Fokus der Sparer, Aktien werden wichtiger. Immer mehr Menschen gehen davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft nur langsam von Corona erholen wird. Das zeigt das aktuelle Anlegerbarometer von Forsa und Union Investment.

Die Forsa Politik und Sozialforschung GmbH hat im Auftrag der Union-Investment-Gruppe das Anlegerverhalten der Deutschen im ersten Quartal 2021 untersucht. Die repräsentative Umfrage wird seit Anfang 2001 quartalsweise durchgeführt (VersicherungsJournal 17.9.2020).

Befragt wurden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen. Die Daten wurden Anfang Februar erhoben und in Beziehung zum Vorjahresquartal gesetzt.

Die Deutschen bleiben trotz Corona in Finanzfragen gelassen

Demnach hat die Corona-Pandemie kaum Auswirkungen auf die Einschätzung der eigenen finanziellen Situation der Menschen. Die meisten Befragten (67 Prozent) gehen weiterhin davon aus, dass sich in den nächsten sechs Monaten nichts ändern wird (erstes Quartal 2020: 69 Prozent).

Knapp ein Viertel (24 Prozent) glaubt sogar an eine Verbesserung (erstes Quartal 2020: 23 Prozent). Neun Prozent erwarten eine Verschlechterung der eigenen finanziellen Lage (erstes Quartal 2020: acht Prozent).

Das Top-Sparziel bleibt die private Altersvorsorge (82 Prozent). Dahinter folgen unverändert Rücklagen für Notfälle (76 Prozent) und das Sparen für Kinder und Familie (57 Prozent).

Die wichtigsten Anlageziele der Deutschen (Bild: Union Investment)
Bild: Union Investment
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Die Sparer wünschen sich eine aktive Gestaltung ihrer Geldanlagen

Im Verlauf der Pandemie haben nur 16 Prozent Änderungen bei den Geldanlagen vorgenommen, vor allem die 20- bis 29-Jährigen (31 Prozent). Dagegen sind 71 Prozent aller Befragten in diesem Punkt weder aktiv geworden noch haben sie es vor.

Zu den attraktivsten Anlageformen zählen weiterhin Immobilien (76 Prozent), Betriebsrenten (60 Prozent) und Gold (45 Prozent). Aufgeholt haben Aktien (44 Prozent).

Fast drei Viertel aller Sparer wünschen sich aktuell eine proaktive Ansprache durch ihren Finanzberater (73 Prozent). Davon möchten 33 Prozent grundsätzliche Erläuterungen zu den Auswirkungen der Coronakrise auf die eigenen Finanzen. 27 Prozent vermissen allgemeine Handlungsempfehlungen und 19 Prozent konkrete Vorschläge für Umschichtungen.

„Interessant ist, dass insbesondere jüngere Menschen zwischen 20 und 29 Jahren Wert auf einen aktiven Bankberater legen. Mehr als acht von zehn Befragten wünschen sich dies und suchen auf diese Weise Orientierung“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer von Union Investment.

Erwartungen an Berater (Bild: Union Investment)
Bild: Union Investment

Immer mehr Menschen erwarten nur langsame Erholung der Wirtschaft

Unter dem Eindruck der nun seit einem Jahr andauernden Coronakrise hat sich der Blick auf die gesamtwirtschaftliche Situation eingetrübt. 30 Prozent der Befragten glauben, dass sich die Wirtschaft erst in mehr als fünf Jahren erholen wird. Dies sind fast doppelt so viele wie zu Beginn der Pandemie (17 Prozent).

Die Mehrheit (39 Prozent) ist zwar von einer Gesundung bereits in zwei bis drei Jahren überzeugt, vor einem Jahr waren es jedoch weitaus mehr (mit 55 Prozent).

Weitere Studien zum Thema kommen teilweise zu anderen Ergebnissen

Zu ganz anderen Ergebnissen kam kürzlich die Umfrage „Werte und Einstellungen zu Finanzen in der Pandemie“ durch Kantar Public im Auftrag der Postbank – eine Niederlassung der Deutschen Bank AG. Danach hat durch die Coronakrise jeder zweite Deutsche aktuell Geldsorgen. Knapp 43 Prozent haben Angst, schon jetzt ihre Altersvorsorge aufbrauchen zu müssen.

Allerdings verändert die Pandemie auch die Einstellung der Menschen zu Geld, besonders der 16- bis 29-Jährigen. Vermögen erscheint zunehmend erstrebenswert (3.3.2021).

Die unterschiedlichen Sichtweisen von Frauen und Männern auf Geldanlagen hat die „Anlegerstudie 2021“ von Forsa im Auftrag der Gothaer Asset Management AG untersucht. Eine zentrale Aussage ist, dass besonders für Frauen Sicherheit beim Sparen die höchste Priorität hat. Deshalb parken sie ihr Geld häufiger als Männer auf dem Sparbuch und investieren seltener in Aktien (9.3.2021).

 
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