Vor Stolperfallen nach Bauarbeiten muss gewarnt werden

28.4.2021

Ein Bauunternehmen ist haftbar, wenn die Firma Fußgänger nach Arbeiten an einem Gehweg nicht vor der Gefahr warnt, zu stolpern. Das hat das Oberlandesgericht Stuttgart in einem Urteil vom 26. November 2020 (2 U 437/19) entschieden.

An einem Friedhof erneuerten Mitarbeiter einer Baufirma den Gehweg zum Parkplatz. Durch die Arbeiten entstand eine drei Zentimeter hohe Asphaltkante. An dieser Kante stürzte eine Besucherin. Sie erlitt einen Trümmerbruch am Oberschenkel, der operiert werden musste. Sie war längere Zeit in einer Klinik und danach in Reha.

Für die Folgen machte sie den Baubetrieb haftbar. Das Gericht sprach der Klägerin ein Schmerzensgeld in Höhe von 8.000 Euro zu sowie einen Haushaltsführungs-Schaden in Höhe von rund 8.400 Euro.

Die Begründung der Richter zum Urteil: Das Bauunternehmen habe durch die Arbeiten die Gefahrenlage erst geschaffen. Es hätte die Fußgänger davor warnen müssen. Daher liege ein Verstoß gegen die Verkehrssicherungs-Pflicht vor. Die Gefahrenstelle hätte abgesichert werden müssen. Gerade eine Kante auf einem Gehweg in Laufrichtung sei besonders gefährlich.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Mitarbeiter · Schadenersatz · Schmerzensgeld · Verkehrssicherungspflicht
 
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