21.1.2026 – Die deutschen Unfallversicherer müssen im Durchschnitt 7.907 Euro für einen Skiunfall-Schaden zahlen, wie neue Zahlen des GDV zeigen. Die Zahl der Kollisionen nimmt in den letzten Jahren wieder zu – 2024/2025 wurde sogar ein Rekord aus den 80er-Jahren gebrochen.
Die Zahl der Verletzten nach Skiunfällen steigt wieder. In der Saison 2024/25 ereigneten sich 1,90 Kollisionen je 1.000 Skifahrer, so viele wie seit Beginn der systematischen Erfassung 1979/80 nicht mehr. Das geht aus der aktuellen ASU-Unfallstatistik der Arag Allgemeinen Versicherungs-AG hervor. Hochgerechnet mussten 51.000 bis 53.000 deutsche Skifahrer ärztlich behandelt werden.
Nachdem die Zahlen der Skiunfälle in Zeiten der Coronapandemie leicht rückläufig waren, steigen sie seitdem wieder an. So wurden in der Saison 2021/22 rund 1,29 Zusammenstöße je 1.000 Skifahrer gezählt, in der Saison 2023/24 waren es bereits 1,73 Kollisionen. Der Anteil der Kollisionsverletzungen an allen Skiverletzungen beträgt rund ein Fünftel.
Die Zahl der stationären Behandlungen nahm ebenfalls deutlich zu: 2,03 von 1.000 Skifahrern mussten 2024/25 ins Krankenhaus, im Vorjahr waren es noch 1,73 von 1.000. Das entspricht einem Anstieg von rund 17 Prozent und verdeutlicht den Zuwachs schwerer Verletzungen auf der Piste.

Die steigende Zahl an Skiunfällen bedeutet auch für die deutschen Unfallversicherer hohe Kosten, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) aktuell meldet. Zwischen 2019 und 2023 mussten die Versicherer rund 281 Millionen Euro für Skiunfälle aufwenden – das entspricht im Schnitt etwa 55 Millionen Euro pro Jahr.
Beim Blick auf die Sportarten mit den höchsten Kosten pro Schadensmeldung liegt der Skisport an der Spitze. „Skiunfälle machen zwar nur 2,6 Prozent aller gemeldeten Unfallschäden aus, verursachen aber überdurchschnittlich hohe Kosten – im Durchschnitt 7.907 Euro pro Fall“, so GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
Auch hier sind die durchschnittlichen Kosten im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen – unter anderem wegen höherer Ausgaben für Gesundheitsdienstleistungen. Zwischen 2016 und 2020 mussten die Versicherer noch durchschnittlich 7.700 Euro pro Pistenunfall zahlen (VersicherungsJournal 2.2.2023).
Der Berichtszeitraum des GDV umfasst fünf Jahre: Detailauswertungen für einzelne Jahre liegen nicht vor.
Im Vergleich zum Skisport fallen die durchschnittlichen Schadenkosten bei anderen Sportarten deutlich geringer aus. Auf Rang zwei liegt nach GDV-Zahlen der Reitsport mit 6.952 Euro pro Fall. Den dritten Platz belegen „sonstige Sportunfälle“ – eine Sammelkategorie, die viele Sportarten mit jeweils geringen Anteilen umfasst, darunter Klettern, Fechten oder Tanzen.
Es folgen Fußball mit 5.413 Euro Schadenkosten je gemeldetem Unfall und „sonstige Ballsportarten“ wie Tennis oder Handball mit 5.178 Euro. Diese Zahlen beziehen sich auf die Jahre 2018-22, neuere Auswertungen liegen nicht vor.
Laut Asmussen sind die hohen Kosten beim Skisport auch darauf zurückzuführen, dass häufig zusätzliche Leistungen für Bergung und Assistance anfallen. „Gerade im Ausland können schnell zusätzliche Belastungen entstehen, etwa durch hohe Behandlungskosten oder Bergungseinsätze per Hubschrauber“, so der GDV-Funktionär.
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