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Privaten Krankenversicherern gelingt wieder ein Zuwachs der Vollversicherten

13.6.2024 – Der PKV-Verband meldet für 2023 einen Zuwachs der Vollversicherten. Dazu beigetragen hat, dass mehr Menschen von der GKV zur PKV gewechselt sind als umgekehrt. Auch die Zahl der Zusatzversicherten stieg, ebenso die Beitragseinnahmen und die Leistungsausgaben.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) hat am Dienstag bei einem Pressegespräch Geschäftszahlen für 2023 präsentiert.

Erster Zuwachs der Vollversicherten seit 2011

Florian Reuther (Archivbild: Brüss)
Florian Reuther (Archivbild: Brüss)

Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen könne der Verband ein stabiles Zahlenwerk vorweisen. Es belege insgesamt, dass viele Menschen in die PKV wechseln wollten, sagte Verbandsdirektor Florian Reuther.

„Weil sich die Finanzlage der umlagefinanzierten GKV aufgrund der demografischen Alterung dramatisch verschärft, wäre es völlig falsch durch ein Anhaben der Versicherungspflichtgrenze den Zugang zur PKV massiv zu erschweren.“

Trotz dieser jährlich steigende Zugangshürde bleibe die PKV attraktiv, sagte Reuther unter Hinweis auf Wanderungsgewinne im dualen System.

Es sei in der Krankenvollversicherung erstmals seit 2011 ein Nettozuwachs der Versichertenzahl zu verzeichnen. Damit hätten Abgänge und Sterbefälle mehr als ausgeglichen werden können (plus 400). Die Zahl der in der Krankenvollversicherung – der tragenden Säule der PKV – sei mit 8,7 Millionen stabil geblieben, sagte der Manager.

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PKV gewinnt aus der GKV mehr Versicherte als umgekehrt

Im vergangenen Jahr sei es zum sechsten Mal in Folge gelungen, dass der Versichertenaustausch zwischen PKV und gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) zugunsten der privaten, kapitalgedeckten Versicherung ausgefallen sei, unterstrich er.

Danach entschieden sich 166.300 Personen für einen Wechsel von der GKV in die PKV. Umgekehrt seien von der PKV – oft unfreiwillig – 116.500 zur GKV gegangen.

Wanderung der Vollversicherten zwischen PKV und GKV (Bild: PKV-Verband)
Wanderung der Vollversicherten zwischen PKV und GKV (Bild: PKV-Verband)

Die Wanderungsgewinne seien mit 49.800 gegenüber denen aus dem Jahr 2022 mit 30.300 nochmals deutlich höher ausgefallen. Die Versicherten würden an der PKV neben dem hohen Niveau der medizinischen Versorgung auch die Stabilität der lebenslangen Leistungsgarantie in der PKV schätzen.

Jeder Zweite ist privat krankenversichert

Am Mittwoch hat der Verband weitere Zahlen aus 2023 vorgelegt. Demnach stieg die Zahl der Policen insgesamt um 432.700 auf 38,3 Millionen. „Damit ist fast jeder zweite Bundesbürger privatversichert“, schreibt der Verbandsvorsitzende Thomas Brahm.

Die Zahl der Zusatzversicherungen stieg um 1,5 Prozent auf 29,6 Millionen.

Entwicklung der Versichertenzahlen in der PKV (Bild: PKV-Verband)
Entwicklung der Versichertenzahlen in der PKV (Bild: PKV-Verband)

Keine Angst vor finanzieller Überforderung der Privatversicherten

Die PKV-Unternehmen konnten auch 2023 ihre Alterungsrückstellungen weiter dotieren. Diese wuchsen den Angaben zufolge um 4,3 Prozent auf 328 Milliarden Euro. Mit diesem Geld sorgt die PKV dafür vor, wenn im Alter der Bedarf an Gesundheitsleistungen steigt.

Die Beitragseinnahmen wuchsen 2023 in der Krankenversicherung um 1,5 Prozent auf 42,6 Milliarden Euro und in der privaten Pflegepflichtversicherung um 13,4 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro.

Auf der Leistungsseite fielen in der Krankenversicherung um 8,4 Prozent höhere Ausgaben über 33,6 Milliarden Euro an. Die Ausgaben in der Pflegeversicherung stiegen um 4,8 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

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