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PKV: Riesige Unterschiede bei den Solvenzquoten der Marktgrößen

29.5.2024 – Im Map-Report 934 werden die privaten Krankenversicherer einer Analyse der Finanzstärke unterzogen. Die Spannbreite der „nackten“ SCR-Bedeckungsquoten reicht bei den Platzhirschen von 313,5 Prozent (Generali) bis 669,4 Prozent (Bayerische Beamtenkrankenkasse). Während die Quote bei der Hansemerkur am stärksten zurückging, stieg sie bei der Signal Iduna am kräftigsten.

Zum Jahresende 2023 betrug die Netto-SCR-Solvenzquote (also ohne Übergangsmaßnahmen und Volatilitätsanpassung) der deutschen privaten Krankenversicherer 527 Prozent. Dies entspricht einer Steigerung um etwa sechs Prozentpunkte.

Dies ist dem Map-Report Nummer 934 – „Solvabilität im Vergleich 2014 bis 2023“ (VersicherungsJournal 7.5.2024) zu entnehmen. In dem Heft werden Zahlen zu 37 Anbietern der privaten Krankenversicherung (PKV) aufgelistet.

SCR-Quoten der privaten Krankenversicherer im Vergleich

Den Daten der Analysten zufolge verwendeten insgesamt zwei Gesellschaften die Volatilitätsanpassung und die Übergangsmaßnahmen für versicherungstechnische Rückstellungen. Sieben Akteure machten ausschließlich von der Volatilitätsanpassung Gebrauch.

Die vorgenannten Maßnahmen machen einen Vergleich schwierig, wie Map-Report-Chefredakteur Reinhard Klages bereits in der Vergangenheit gegenüber der Redaktion erläutert hat (12.6.2018). Erschwerend komme hinzu, dass die Unternehmen neben der Standardformel auch ein sogenanntes internes Modell anwenden können. Dies war bei vier Anbietern der Fall.

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Werte streuen immens

Die reinen Quoten – also ohne die oben genannten Hilfen – streuen allein unter den zwölf größten Krankenversicherern mit mehr als 1,5 Milliarden Euro verdienten Bruttobeiträgen 2023 immens. Sie liegen zwischen fast 670 Prozent (Bayerische Beamtenkrankenkasse AG, BBKK) und knapp 314 Prozent (Generali Deutschland Krankenversicherung AG).

Über 600 Prozent und damit auch über dem Branchenschnitt liegen neben der BBKK nur noch die Signal Iduna Krankenversicherung a.G., die Hallesche Krankenversicherung a.G. und die Continentale Krankenversicherung a.G.

Unterdurchschnittlich agierten mit Werten zwischen knapp 430 und fast 380 Prozent die Barmenia Krankenversicherung AG, die Axa Krankenversicherung AG, die Hansemerkur Krankenversicherung AG und die DKV Deutsche Krankenversicherung AG.

Dahinter folgen mit jeweils mehr als 300 Prozent die Allianz Private Krankenversicherungs-AG, der Debeka Krankenversicherungsverein a.G., die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG und die Generali.

Rangfolge (Bild: Wichert)

Plus und Minus bei den Branchengrößen

Bei fünf Branchenschwergewichten fielen die Werte höher aus als im Vorjahr – und dies zum Teil sogar sehr deutlich. So hat etwa die Signal Iduna ihre Quote um vier Fünftel gesteigert, nachdem sie vor Jahresfrist um fast ein Drittel gesunken war (4.7.2023). Die Hallesche legte um ein knappes Drittel zu, die Continentale um ein gutes Achtel, die BBKK um ein Neuntel und die DKV um etwa ein Zwölftel.

Die Mehrheit der Platzhirsche hatte niedrigere Netto-SCR-Quoten als im Vorjahr zu verzeichnen. Dabei büßten die Hansemerkur und die DKV mit knapp über beziehungsweise unter einem Viertel am stärksten ein. Bei der Huk-Coburg betrug die Verminderung ein Fünftel, bei der Allianz ein Sechstel und bei der Generali ein knappes Neuntel.

Veränderungsraten (Bild: Wichert)

Der 119-seitige Map-Report Nummer 934 – „Solvabilität im Vergleich 2014 bis 2023“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält neben Übersichten zu den Bedeckungsquoten von 80 Lebens- und 37 privaten Krankenversicherern auch Übersichten zu den Beitragseinnahmen. Das Heft kann als E-Paper ab brutto 589,05 Euro über die Bestellseite von Franke und Bornberg erworben werden.

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Mapreport · Private Krankenversicherung · Senioren · Solvabilität
 
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