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Lage im Rechtsschutz entspannt sich

13.9.2018 – Vier der zehn größten Anbieter von Rechtsschutz-Versicherungen schrieben 2016 versicherungstechnisch rote Zahlen. 2017 liegen alle zehn unter der 100-Prozent-Marke. Dies zeigt die aktuelle Marktauswertung des Kölner Instituts für Versicherungs-Information und Wirtschaftsdienste.

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Die Brutto-Schadenquote im direkten Rechtsschutzgeschäft ist 2017 um fast einen Prozentpunkt auf 64,53 (2016: 65,48) Prozent gesunken. Auch die Brutto-Kostenquote verbesserte sich auf 32,22 (33,63) Prozent. Dies zeigt eine Marktauswertung, die die Kivi GmbH Kölner Institut für Versicherungs-Information und Wirtschaftsdienste Ende August vorgelegt hat (VersicherungsJournal 31.8.2018).

Die Schaden- und Kostenquote hat sich damit bei vielen Anbietern deutlich verbessert. Untersucht wurden, wie jedes Jahr, marktweit 32 Anbieter von Rechtsschutz-Versicherungen. Zehn Gesellschaften haben sich auf den Rechtschutz so fokussiert, so dass sie im Kivi-Zahlenband als Rechtsschutzversicherer aufgeführt sind. Diese Gruppe ist nicht deckungsgleich mit den zehn größten Anbietern.

Drei schlechter, sieben besser

Unter den Top Ten hat sich die Versicherungstechnik bei der Arag SE, der Allianz Versicherungs-AG und der Advocard Rechtsschutz-Versicherung AG verschlechtert.

Top Ten (Bild: VersicherungsJournal)

Alle anderen Anbieter haben sich verbessert. Die Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG, die Örag Rechtsschutz-Versicherungs-AG, die Deurag Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG und der LVM Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster a.G. rutschten sogar wieder in den versicherungstechnisch positiven Bereich.

Die geringste Schaden- und Kostenquote weist die Huk-Coburg Rechtsschutz-Versicherung AG auf. In den Vorjahren hatten die Häufung von Klagen in Zusammenhang mit dem VW-Abgasskandal und mit widerrufenen Immobilien-Darlehensverträgen sowie die Kostensteigerungen durch das 2. Kostenrechts-Modernisierungsgesetz die Ergebnisse belastet.

Geschont oder geschönt

Zu den Kostenquoten über das gesamte Segment der Schadenversicherer bemerkt das Kölner Institut:

„Zunehmend werden in den Jahresabschlüssen ‚Restrukturierungs-Aufwendungen? oder ähnliche nicht unter den ‚Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb?, sondern unter den ‚sonstigen nichtversicherungs-technischen Aufwendungen? oder unter ‚außerordentlichen Aufwendungen? ausgewiesen. Damit sollen die Betriebskostenquoten geschont oder geschönt werden.“

Da das Kivi solche Restrukturierungs-Aufwendungen als (vorübergehende) Betriebskosten wertet, werden sie im Zahlenband „ganz oder teilweise“ den Betriebskosten zugerechnet.

Die höchste Kostenquote weist mit 44,76 Prozent die Arag auf, die zweithöchste mit 40,03 Prozent die Neue Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft AG und die dritthöchste mit 38,06 Prozent der LVM. Die niedrigste Kostenquote hat mit 0,58 Prozent die Allsecur Deutschland AG.

Spezialisten etwas schlechter

Bei den zehn „echten“ Rechtsschutz-Versicherern sind die Werte der Kivi-Auswertung zufolge etwas ungünstiger als im gesamten Rechtsschutzmarkt. Sie kommen auf eine Schadenquote von 65,83 (66,29) Prozent und eine Kostenquote von 33,0 (34,42) Prozent. In der Summe sind das also 98,83 (100,71) Prozent.

Marktweit wuchs das Rechtsschutzsegment 2017 um 8,5 Prozent auf 4,28 Milliarden Euro verdiente Bruttoprämie. Die Zahl der Verträge nahm um 10,1 Prozent auf 25,48 Millionen zu. Damit kam jeder Vertrag also auf 168,08 (170,50) Euro.

Die „echten“ Rechtsschutzversicherer erzielten 2,53 Milliarden Euro Prämieneinnahmen. Hier belief sich die verdiente Bruttoprämie je Vertrag auf 155,71 (161,93) Euro.

Der „Zahlenband 2017 – die Geschäftsergebnisse der Schadenversicherung“ kann auf der Internetseite über diesen Link gegen Entgelt bestellt werden.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Darlehen · Immobilie · Kompositversicherung · Rechtsschutz
 
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