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Krankenzusatz: An wen Makler das meiste Geschäft vermitteln

13.2.2020 – Die Arag erzielt im unabhängigen Vermittlermarkt unverändert den größten Geschäftsanteil in der Krankenzusatz-Versicherung. Dahinter folgen die Hansemerkur und die Allianz. Um sieben Plätze nach oben ging es für die Bayerische. Die DKV verlor drei Positionen. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2020“.

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Auch in diesem Jahr wurde im Rahmen der Asscompact Awards wieder eine Untersuchung zur Bedeutung der privaten Krankenversicherer im unabhängigen Vermittlermarkt durchgeführt.

Grundlage der Studie der BBG Betriebsberatungs GmbH und der IVV Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH ist eine im November und Dezember 2019 durchgeführte Onlinebefragung von unabhängigen Vermittlern. Diese sind zum weit überwiegenden Teil als Versicherungsmakler tätig. Die Nettostichprobengröße wird mit 284 angegeben.

Grundzüge der Methodik

Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler unter anderem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.

Abschließend wird den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhält und die weiteren Gesellschaften anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft werden. Dieses Verfahren wurde für die drei abgefragten Produktbereiche Krankenvoll, Krankenzusatz und Pflege angewandt.

Während die Vermittler in der Vollversicherung zum wiederholten Male das meiste Geschäft an die Hansemerkur Krankenversicherung AG lieferten (VersicherungsJournal 7.2.2020), zeigen sich in der Kranken- beziehungsweise Pflegezusatz-Versicherung andere Spitzenreiter.

Die Krankenzusatz-Anbieter mit den größten Geschäftsanteilen

In Krankenzusatz setzte sich, wie in den Vorjahren (14.2.2019, 16.2.2018), die Arag Krankenversicherungs-AG gegen die Wettbewerber durch. Dabei ist der Vorsprung auf die Verfolger leicht auf über 30 Punkte angewachsen.

Dies liegt daran, dass die Allianz Private Krankenversicherungs-AG beim relativen Geschäftsanteil zehn Punkte einbüßte und mit einem Rückstand von nun rund 27 Punkten auf Platz drei zurückgefallen ist. Die Hansemerkur holte um fast 15 Punkte auf und verbesserte sich von fünf auf zwei.

An vierter (Vorjahr: sechster) Stelle findet sich die Hallesche Krankenversicherung a.G. wieder. Der relative Geschäftsanteil erhöhte sich um circa zehn Punkte auf aktuell knapp über 60 Punkte. Von drei auf fünf abwärts ging es für die Barmenia Krankenversicherung AG, deren relativer Anteil sich um über ein Sechstel auf etwa 55 Punkte verkleinerte.

Zahlreiche Rangverschiebungen

Auch auf den Plätzen dahinter wurde die Rangliste im Vergleich zum Vorjahr kräftig durcheinandergerüttelt. So machte die Bayerische Beamten Versicherung AG (die Bayerische) sieben Positionen gut und zog in die Top Ten ein. Die DFV Deutsche Familienversicherung AG verbesserte sich von 16 auf elf. Dabei legte die Bayerische um fast zwölf Punkte zu. Die DFV konnte ihren relativen Anteil sogar beinahe verdoppeln.

Andererseits rutschte die Signal Iduna Krankenversicherung a.G. von vier auf sechs ab. Um drei Ränge abwärts (auf zehn) ging es für die DKV Deutsche Krankenversicherung AG. Dabei hat sich der Rückstand der Signal Iduna auf die Spitze von 26 auf über 60 Punkte mehr als verdoppelt. Die DKV hatte Einbußen von über einem Drittel zu verzeichnen.

Rangliste (Bild: Wichert)

Mögliche Gründe

Konkrete Gründe für die zum Teil deutlichen Veränderungen werden im Rahmen der Untersuchung nicht erhoben.

Ein Blick ins VersicherungsJournal-Archiv offenbart den einen oder anderen möglichen Grund für die zum Teil deutlichen Verschiebungen beim relativen Geschäftsanteil. Zum Beispiel bei der Allianz, die in der Vollversicherung in ähnlicher Größenordnung verloren hat, wie in der der Ergänzungsversicherung:

Die Einbußen dürften auf IT-Probleme zurückzuführen sein. Vorstandschefin Nina Klingspor berichtete kürzlich im Gespräch mit dem VersicherungsJournal von deutlich reduzierten Ausfallzeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr (31.1.2020).

DFV und Bayerische im Aufwärtstrend

Die Bayerische hat nach einem „überdurchschnittlichen“ Wachstum in Krankenzusatz in 2018 (16.5.2019, 19.9.2019) auch im abgelaufenen Jahr kräftig zugelegt. Nach vorläufigen Zahlen wurde das Zahnzusatz-Neugeschäft um über ein Viertel ausgebaut (7.2.2020).

In diesem Segment erhielt das Unternehmen zudem in verschiedenen unabhängigen Produktvergleichen die Höchstnote (24.9.2019, 26.4.2019). Ein wachsendes Standing bei unabhängigen Vermittlern in diesem Geschäftsbereich ist auch in der ebenfalls von BBG und IVV durchgeführten Studienreihe Asscompact Trends zu beobachten (1.11.2019).

Ähnlich sieht es bei der DFV aus. In den letzten vier Auflagen der vorgenannten Untersuchung steigerte sich die Gesellschaft vom 16. über den 14. und 13. zuletzt auf den neunten Rang. Neben Höchstnoten in unabhängigen Vergleichen (17.4.2019) zählt das DFV-Produktangebot auch aus Sicht der Vema-Partnermakler zu den leistungsstärksten am Markt (11.2.2020).

Laut Vertriebschef Stephan Schinnenburg sieht die Deutsche Familienversicherung die Maklerschaft trotz des Ausbaus von digitalen Abschlussmöglichkeiten und Bezahlmethoden weiterhin als wichtige Vertriebspartner (Medienspiegel 3.5.2019). Hierzu hier gibt es allerdings auch kritische Stimmen, wie diese Leserzuschrift und dieser Leserbrief von Vermittlern zeigen.

Weitere Studiendetails

Die 416-seitige „Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2020“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und der Vermittlerzufriedenheit in der Vollversicherung auch eine Analyse der Top-Anbieter. Untersucht wurden zudem die Krankenzusatz- und die Pflegezusatz-Versicherung.

Der Berichtsband kann für 2.677,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sophia Tannreuther per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575823 bestellt werden.

 
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