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Immer weniger Krankenkassen

9.1.2026 – Zu Jahresbeginn 2026 wurden die SBK Siemens-BKK und die BKK Voralb Heller Index Leuze zur SBK Siemens-BKK vereinigt. Damit ist die Zahl der Körperschaften von 94 auf 93 gesunken. 2009 waren es noch mehr als doppelt so viele, 1990 sogar fast 13 Mal so viele.

Die Zahl der Krankenkassen hat sich zu Jahresbeginn 2026 von zuvor 94 (VersicherungsJournal 14.1.2025) auf 93 reduziert. Hintergrund ist die Vereinigung der SBK Siemens-BKK mit der BKK Voralb Heller Index Leuze. Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hatte diese zum 1. Januar 2026 genehmigt.

Zum 1. Oktober 2025 hatte die BKK Voralb Heller Index Leuze laut einer Zahlensammlung des gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes Dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik knapp 9.800 und die SBK fast 866.600 Mitglieder. Mit zusammengerechnet gut 876.300 Mitgliedern gehört die „neue“ SBK Siemens-BKK weiterhin an 16. Stelle im Mitgliederranking.

Auswirkungen auf den GKV-Zusatzbeitrag

Die SBK verlangte für 2025 zuletzt einen Zusatzbeitrag von 3,8 Prozent in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Nach einer unterjährigen Erhöhung um 0,9 Prozentpunkte zum 1. August hatte die Körperschaft den Aufschlag auf den Einheitsbeitrag zum Jahreswechsel nicht weiter angehoben (7.1.2026).

Für Mitglieder der ehemaligen BKK Voralb Heller Index Leuze wird es hingegen etwas billiger. Denn dort betrug der Zusatzbeitrag zuletzt 3,9 Prozent.

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Krankenkassenzahl ging leicht zurück

Insgesamt ging die Krankenkassenzahl damit vergleichsweise leicht zurück, wie bereits in den drei Jahren zuvor (14.1.2025, 15.1.2024, 16.1.2023). Deutlich höher war die Zahl der Vereinigungen in der GKV nach Daten des BAS vor vier Jahren mit sechs Fusionen (10.1.2022) und 2014 mit acht Zusammenschlüssen. 2010 waren es sogar noch fast drei Dutzend Vereinigungen.

Entwicklung (Bild: Wichert)

Seit 2009 hat sich die Zahl der Körperschaften mehr als halbiert. Zur Jahrtausendwende gab es nach Daten des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) noch über 400 Kassen, zehn Jahre zuvor sogar noch weit über eintausend.

Konzentrationsprozess auch in der PKV

Auch in der privaten Krankenversicherungs- (PKV-) Wirtschaft ist ein Konzentrationsprozess zu beobachten. Dieser fiel in den letzten Jahren allerdings um einiges schwächer aus als in der GKV.

Laut der Statistik der Erstversicherungsunternehmen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) standen achtmal in Folge 46 Krankenversicherungsunternehmen mit Geschäftstätigkeit unter Aufsicht der Bafin (20.11.2024). 2024 verringerte sich die Zahl um zwei auf 44 Gesellschaften (18.11.2025).

PKV (Bild: Wichert)

Dabei wurde die Freie Arzt- und Medizinkasse der Angehörigen der Berufsfeuerwehr und der Polizei VVaG (FAMK) auf die Inter Krankenversicherung AG verschmolzen (28.3.2024). Zudem übernahm der Debeka Krankenversicherungsverein a.G. die St. Martinus Priesterverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart – Kranken- und Sterbekasse (KSK) – VVaG (22.8.2024).

Für das Jahr 2000 weist die Behörde noch 55 Gesellschaften aus. Seit der Jahrtausendwende gab es eine Verminderung um etwa ein Sechstel. In der GKV betrug das Minus über drei Viertel.

 
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