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Großteil der Erwerbstätigen schätzt BU-Risiko falsch ein

7.6.2021 – Eine aktuelle Auswertung von Kantar hat ergeben, dass 52 Prozent der Erwerbstätigen eine private Absicherung der eigenen Arbeitskraft für unnötig hält. Davon können oder wollen sich 40 Prozent einen solchen Schutz nicht leisten. 70 Prozent kennen den Begriff Grundfähigkeits-Versicherung nicht. Für 56 Prozent ist der Start ins Berufsleben der ideale Zeitpunkt für eine Versicherungslösung in diesem Bereich.

Mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen hält die Absicherung der eigenen Arbeitskraft oder Grundfähigkeiten für überflüssig. Das ist das Ergebnis der Studie „Beruf und Risiko“, welche die Kantar Deutschland GmbH im Auftrag der Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland, durchgeführt hat.

An der Online-Umfrage im April nahmen 2.003 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren teil. Die Stichprobe wurde gewichtet.

Möglichkeiten der Absicherung sind wenig bekannt

Das größte Hindernis stellt dabei die Finanzierung eines solchen Schutzes dar. Von den Befragten, die eine Arbeitskraftabsicherung als nicht notwendig erachten, geben in der Studie 40 Prozent an, dass sie sich eine entsprechende Versicherungslösung nicht leisten wollen beziehungsweise können.

Aber auch die Möglichkeiten der Absicherung sind wenig bekannt. Zwar sind die allermeisten Befragten mit der Berufsunfähigkeits-Versicherung vertraut, die Grundfähigkeits-Versicherung kennen jedoch gerade einmal 23 Prozent. Vielmehr wissen 70 Prozent nichts mit dem Begriff anzufangen.

Insgesamt hat ein Drittel eine Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung abgeschlossen, sieben Prozent verfügen über eine Absicherung des Verlustes einer Grundfähigkeit.

Studienteilnehmer schätzen BU-Auslöser falsch ein

Die Studienteilnehmer wurden zudem gefragt, welche Ursachen zu einer Berufsunfähigkeit führen können. Am häufigsten wurden Unfälle (25 Prozent) genannt. Danach folgen psychische Probleme (20 Prozent) und Einschränkungen im Bewegungsapparat (18 Prozent).

Stefan Holzer (Bild: Swiss Life)
Stefan Holzer (Bild: Swiss Life)

„Leider schätzen die Menschen das Berufsrisiko oft falsch ein. Psychische Erkrankungen wie Burn-out, Depressionen und Angststörungen sind mit 37 Prozent die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit, und das nachweislich schon seit mehreren Jahren“, sagt Stefan Holzer, Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Life Deutschland.

Nach den Daten des Versicherers stehen Erkrankungen des Bewegungsapparats mit 24 Prozent an zweiter Stelle der häufigsten BU-Ursachen. Erst danach würden Unfälle mit knapp 13 Prozent folgen.

Berufseinstieg als idealen Zeitpunkt

Über die hauptursächlichen BU-Auslöser hat kürzlich auch das Analysehaus Morgen & Morgen GmbH (M&M) im Rahmen seines aktuellen Jahrgangs des „M&M Rating Berufsunfähigkeit“ (6.5.2021) berichtet. Psychische und Nervenerkrankungen sind demzufolge zu fast 32 Prozent Ursache für BU-Leistungsfälle in der privaten Versicherungswirtschaft.

An zweiter Stelle liegen Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates. Auf ihr Konto gehen gut 20 Prozent der BU-Fälle. Unfälle liefern hier mit einem Anteil von 8,4 Prozent den Grund für eine Berufsunfähigkeit (7.5.2021).

Für einen Großteil der Befragten des Swiss-Life-Studie (56 Prozent) ist der Start ins Berufsleben der ideale Zeitpunkt, um eine private Lösung zum Schutz der eigenen Arbeitskraft abzuschließen.

Rund 20 Prozent sprechen sich für einen Abschluss schon während der Schulzeit, Ausbildung oder während des Studiums aus.

Weitere aktuelle Studien zum Thema Arbeitskraftabsicherung

Die Geschäftsentwicklung mit Produkten zur Arbeitskraftabsicherung war 2020 für mehr als jeden fünften unabhängigen Vermittler schlechter als im Jahr zuvor. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Arbeitskraftabsicherung 2021“ (VersicherungsJournal 5.5.2021).

Dabei hinterlässt die Pandemie Spuren, die finanzielle Unsicherheit nimmt zu. Das hat Auswirkungen auf das Bedürfnis nach einem finanziellen Sicherheitsnetz, zum Beispiel beim Verlust der eigenen Arbeitskraft, wie eine Umfrage von BNP zeigt (22.4.2021).

Leserbriefe zum Artikel:

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Ausbildung · Berufsunfähigkeit · Grundfähigkeitsversicherung · Marktforschung · Rating
 
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