Fahrzeugtür beschädigt: Wenn ein Beifahrer nicht aufpasst

21.4.2021 – Öffnet ein Beifahrer beim Einsteigen in ein Fahrzeug die Autotür so, dass sie gegen die Bordsteinkante stößt, ist er ganz überwiegend zum Ersatz des dadurch entstandenen Fahrzeugschadens verpflichtet. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Remscheid vom 19. November 2020 hervor (28 C 111/20).

Nach einem Bericht des Deutschen Anwaltvereins wollte eine Frau bei Dunkelheit in den Personenkraftwagen einer Freundin einsteigen. Dabei übersah sie, dass diese mit ihrem Auto an einem relativ hohen Bordstein auf sie gewartet hatte. Das führte dazu, dass die untere Kante der Beifahrertür beim Öffnen gegen den Bordstein stieß.

Streit um Lackschaden

Dadurch entstand Lackschaden. Die Fahrzeughalterin verlangte von ihrer Freundin, ihr die damit verbundenen Kosten zu ersetzen.

Die Beifahrerin war sich jedoch keiner Schuld bewusst. Der Fall landete daher vor Gericht. Dort errang die Geschädigte einen Teilerfolg.

In der Dunkelheit beachten und notfalls ausleuchten

Nach Überzeugung des Gerichts ist die Beklagte überwiegend für den Schaden an der Fahrzeugtür verantwortlich. Denn sie sei es gewesen, die sich auf dem Bordstein aufgehalten habe. Sie hätte daher erkennen können und müssen, dass die Tür gegen die Bordsteinkante stoßen konnte.

Es sei auch allgemein bekannt, dass Autotüren beim Öffnen durch besonders hohe Borsteine beschädigt werden können. Das hätte die Freundin insbesondere wegen der Dunkelheit beachten und den Bereich notfalls mit ihrem Mobiltelefon ausleuchten müssen.

Mitverschulden am Vorfall

Die Fahrzeughalterin treffe jedoch ein Mitverschulden an dem Vorfall. Denn sie sei es gewesen, welche die Stelle zum Einsteigen ausgewählt habe.

Die Frau hätte ihre Freundin daher zur Vorsicht mahnen müssen. Ihren Mitverschuldensanteil bewertete das Gericht mit einem Drittel.

 
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