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Diese Lebensversicherer akquirierten das meiste Neugeschäft

14.10.2019 – Die deutschen Lebensversicherer haben im vergangenen Jahr einen Neuzugang von 5,1 Millionen Policen erzielt. Das entspricht trotz einer Steigerung um drei Prozent dem drittniedrigsten Wert in den letzten Jahren. Die meisten Neuverträge (fast 700.000) akquirierte die Allianz, die auch am stärksten im Vergleich zum Vorjahr zulegte. Den größten Rückgang im Neuzugang hatte die Generali zu verzeichnen. Dies zeigt der Map-Report 911.

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Im vergangenen Jahr haben die deutschen Lebensversicherer das Neugeschäft (eingelöste Versicherungsscheine in der Hauptversicherung) um fast drei Prozent auf 5,1 Millionen ausgebaut. Dies ist dem kürzlich veröffentlichten Map-Report Nummer 911 – „Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2018“ (VersicherungsJournal 27.9.2019, 7.10.2019) zu entnehmen.

Dies entspricht dem drittniedrigsten Wert in diesem Jahrtausend. 2017 war das Volumen erstmals im Betrachtungszeitraum unter die Fünf-Millionen-Marke gerutscht (15.10.2018).

Neuzugang in der Zeitreihe (Bild: Wichert)

Diese Anbieter bauten das Neugeschäft am stärksten aus

Auf Ebene der einzelnen Gesellschaften betrachtet war die Entwicklung den Map-Report-Daten zufolge höchst unterschiedlich. So konnte 2018 knapp jeder zweite der 78 aufgeführten Lebensversicherer den Neuzugang steigern. Im Jahr zuvor gelang dies knapp jedem dritten Unternehmen, 2016 mehr als der Hälfte (5.10.2017) und 2015 rund jedem vierten Anbieter (17.10.2016).

Der größte Zuwachs im Vergleich 2018 zu 2017 stand für die Allianz Lebensversicherungs-AG zu Buche (plus über 90.000). Fast genauso stark legte die Credit Life AG zu, die im Jahr zuvor noch Branchenprimus beim Neugeschäftswachstum war.

Steigerungen im mittleren fünfstelligen Bereich erzielten die Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG, die Targo Lebensversicherung AG sowie – in ihrem wohl letzten Geschäftsjahr unter dieser Firmierung (11.6.2019, 11.10.2019) – die Aachenmünchener Lebensversicherung AG.

Größter Zuwachs (Bild: Wichert)

„Verlierer“ beim Neuzugang nach Stückzahl

Deutlich schlechter als im Jahr zuvor fiel der Neuzugang 2018 mit einem Minus von über 45.000 Neupolicen hingegen bei der Generali Lebensversicherung AG aus (im Run-off, zukünftig Proxalto, 1.7.2019). Zu den „Verlierern“ zählt mit der Ergo Lebensversicherung AG eine weitere im Run-off befindliche Gesellschaft (31.8.2018), bei der es ein Minus von fast 38.000 Kontrakten gab.

Rückgänge im fünfstelligen Bereich waren ferner bei der Deutschen Lebensversicherungs-AG, der Alten Leipziger Lebensversicherung a.G., den beiden DEVK-Lebensversicherern sowie der Provinzial Lebensversicherung Hannover zu beobachten.

Größter Rückgang (Bild: Wichert)

Diese Anbieter erzielten den größten Neuzugang

Von der Vertriebsleistung her das meiste Neugeschäft erzielte im vergangenen Jahr einmal mehr der Marktführer Allianz – und zwar mit annähernd 700.000 eingelösten Versicherungsscheinen in der Hauptversicherung. Jeweils knapp 40 Prozent davon entfielen auf Renten- sowie Kollektivversicherungen.

Über 570.000 Neuverträge reichten der Targo zum zweiten Platz in der Rangliste. Die Struktur des Neuzugangs bei der Talanx-Tochter, die Lebensversicherungen ausschließlich über den Bankschalter verkauft, ist allerdings eine völlig andere als beim Marktführer. 2018 haben die Hildener knapp 40.000 (Allianz: fast 275.000) neue Rentenversicherungen verkauft.

In der Kategorie „Sonstige“ ist die Targo mit unter 1.200 (Allianz über 97.000) neuen Kontrakten kaum und im Kollektivgeschäft mit 18 (Allianz: über 275.000) Neupolicen so gut wie gar nicht unterwegs. Mit fast 465.000 neuen Kontrakten – das sind mehr als vier Fünftel des eigenen Neuzugangs – kommt die Talanx-Tochter bei den Risikoversicherungen auf annähernd 40 Prozent Marktanteil am Neuzugang der Branche.

Aachenmünchener an dritter Stelle

Auf den Positionen drei bis fünf folgen die Aachenmünchener, die Credit Life und die R+V Lebensversicherung AG mit zwischen gut 300.000 und knapp 270.00 eingelösten Scheinen. Letztere hat ihre Schwerpunkte im Kollektivgeschäft mit fast 45 Prozent Anteil am eigenen Neuzugang sowie bei den Rentenversicherungen mit fast einem Drittel.

Die Aachenmünchener akquiriert neue Verträge hauptsächlich im Bereich „Sonstige“, wozu vor allem Fondspolicen zählen. Dieses Segment macht über drei Viertel des Neuzugangs aus. Die Credit Life betreibt vor allem Kollektiv- (rund 56 Prozent Anteil) und Risikogeschäft (etwa 44 Prozent Risiko Anteil).

Neuzugang Rangliste (Bild: Wichert)

Bezugshinweis

Der Map-Report Nummer 911 – „Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2018“ ist bei der Franke und Bornberg Research GmbH erschienen. Er enthält auf 151 Seiten Übersichten und Grafiken zu diversen Geschäftszahlen wie Verwaltungskosten- und Abschlusskostenquote, Beitragseinnahmen und Marktanteilen von bis zu 82 Lebensversicherungs-Gesellschaften.

Das Heft ist als E-Paper ab 363 Euro über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Fondspolicen · Geschäftsbericht · Lebensversicherung · Mapreport · Marktanteil · Rente · Runoff · Verkauf
 
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