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Diese Kfz-Versicherer schreiben rote Zahlen

20.11.2019 – 13 der 50 größten Kfz-Versicherer hatten 2018 laut dem „Branchenmonitor 2013-2018: Kraftfahrtversicherung“ eine kombinierte Schaden-Kosten-Quote von über 100 Prozent zu verzeichnen. Auf den besten Wert kam die VHV Allgemeine, auf den schlechtesten die Ergo. Die Basler kletterte vom 50. auf den zweiten Platz.

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Die Ertragslage für die deutschen Autoversicherer hat sich 2018 verbessert. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (nach Abwicklung; in Relation zu den verdienten Bruttobeiträgen) ist um annähernd zwei Prozentpunkte auf 96,0 Prozent gesunken.

Dies ist dem „Statistischen Taschenbuch der Versicherungswirtschaft 2019“ vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zu entnehmen. Damit wurde zuletzt das auf Fünfjahressicht beste Ergebnis erzielt. Zwischen 2008 und 2013 hatte die Branche noch deutlich im Minus gelegen.

Combined Ration Kraftfahrt (Bild: Wichert)

13 Gesellschaften mit Verlusten

Auf Ebene der einzelnen Gesellschaften betrachtet, waren laut dem „Branchenmonitor: Kraftfahrtversicherung 2013-2018“ auch im vergangenen Jahr wieder deutliche Unterschiede hinsichtlich der Profitabilität zu beobachten.

13 der 50 größten Gesellschaften hatten 2018 eine Combined Ratio von über 100 Prozent zu verzeichnen. In den beiden Jahren zuvor traf dies immerhin noch auf jeweils rund 20 Anbieter zu (VersicherungsJournal 26.11.2018, 15.1.2018).

Die Untersuchung wird von der V.E.R.S. Leipzig GmbH und der Sirius Campus GmbH durchgeführt und erfasst zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Marktteilnehmer mit einer Marktabdeckung von rund 88 Prozent.

Ergo mit der höchsten Combined Ratio

Der mit Abstand höchste Wert wird für die Ergo Versicherung AG ausgewiesen. Die aktuelle Quote von über 111 Prozent bedeutet eine leichte Erhöhung im Vergleich zu 2017, als das Unternehmen die siebtschlechteste Combined Ratio zu verzeichnen hatte.

Das Regulierungsvolumen in der Voll- und Teilkasko-Versicherung verminderte sich den Unternehmensangaben zufolge um über vier Prozent auf 203 (Vorjahr: 212) Millionen Euro. Zugleich gab es in der Kfz-Haftpflicht laut Geschäftsbericht 2018 (PDF, 1,3 MB) eine gegensätzliche Entwicklung.

„Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen – unter anderem geprägt durch Anpassung des Rechnungszinses der Renten-Deckungsrückstellung – brutto um 7,2 Prozent auf 335 (312) Millionen Euro. Die Schadenquote erhöhte sich infolgedessen auf 86,3 (79,5) Prozent“, wird in der Publikation erläutert.

Weitere Anbieter mit hohen Quoten

Ähnlich lief es auch bei der Barmenia Allgemeinen Versicherungs-AG, für die mit fast 109 Prozent (plus rund fünf Prozentpunkte) die zweithöchste kombinierte Schaden-Kosten-Quote ausgewiesen wird.

Bei den Wuppertalern nahmen in Kfz-Haftpflicht die Aufwendungen für Versicherungsfälle um fast ein Viertel auf 40 Millionen Euro zu. In Voll- und Teilkasko hatte das Unternehmen einen leichten Rückgang auf unter 28 Millionen Euro zu verzeichnen. Das Prämienaufkommen erhöhte sich laut Geschäftsbericht 2018 (PDF, 1,2 MB) jeweils im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Vergleichsweise hohe Combined Ratios werden im Branchenmonitor auch für die BGV-Versicherung AG (107 Prozent) und die Helvetia Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft AG, Direktion für Deutschland (106 Prozent) aufgelistet. Dahinter folgt, angeführt von der Nürnberger Allgemeinen Versicherung AG, ein Quartett mit jeweils über 104 Prozent.

Höchste Combined Ration (Bild: Wichert)

Die profitabelsten Autoversicherer

Auf dem Spitzenplatz landete erneut die VHV Allgemeine Versicherung AG mit einer Combined Ratio von aktuell 85 Prozent. Den Silberrang sicherte sich die Basler Sachversicherungs-AG, die im Jahr zuvor noch abgeschlagen das Schlusslicht gebildet hatte.

Die Verbesserung um fast 34 Prozentpunkte auf gut 86 Prozent begründete die Gesellschaft im Geschäftsbericht 2018 (PDF, 1,2 MB) mit einer „Normalisierung der Großschadensituation“, die das Geschäftsjahr 2017 geprägt habe.

Demnach verringerte sich die Brutto-Schadenquote von 98,5 auf 64,5 Prozent. Der Schadenaufwand nahm deutlich ab – in Kfz-Haftpflicht von über 50 auf unter 30 Millionen Euro und in der sonstigen Kfz-Versicherung von über 35 auf unter 29 Millionen Euro ab.

Vier weitere Unternehmen kamen dem Branchenmonitor zufolge auf Quoten von unter 90 Prozent. Hierzu zählen die Provinzial Nord Brandkasse AG, die Garanta Versicherungs-AG, die Huk24 AG und die Volkswagen Autoversicherung AG.

Niedrigste Combined Ratio (Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails

Der „Branchenmonitor 2013-2018: Kraftfahrtversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig sowie Daten zur Bestandskundenanalyse.

Für die rund 200-seitige Version Kfz (Haftpflicht, Sonstige und Gesamt) werden inklusive Mehrwertsteuer 1.291,15 Euro fällig. Sie kann beim Studienverantwortlichen Clemens Wilde per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659265 bestellt werden.

 
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