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Die PKV-Anbieter mit dem größten Vollversicherten-Schwund

14.9.2020 – Angeführt von der Debeka mit einem Plus von über 41.000 bauten im vergangenen Jahr 15 private Krankenversicherer ihren Vollversichertenbestand aus. Zuwächse im vierstelligen Bereich erzielten Hansemerkur, Axa, Huk-Coburg, Signal Iduna, Concordia, Arag, R+V und Barmenia. 18 Gesellschaften hatten Verluste zu verzeichnen. Dabei standen für die DKV und die Allianz Einbußen im fünfstelligen Bereich zu Buche.

Der Bestand an Krankenvollversicherten ist im vergangenen Jahr um 0,1 Prozent zurückgegangen. Dabei ging es von 8.736.300 auf – nach vorläufigen Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV; VersicherungsJournal 2.9.2020) – 8.731.000 bergab. Nach absoluten Zahlen lag das Minus in einer Größenordnung von etwa 5.000 Personen.

Insgesamt hat sich die Vollversichertenzahl damit zum achten Mal in Folge reduziert. Allerdings fiel die Verminderung so klein aus wie noch nie in dieser Zeit. Ein Jahr zuvor fiel das Minus mehr als drei Mal so groß aus, 2013 war es sogar mehr als zehn Mal so groß.

Zeitreihe Vollversichertenzahl (Bild: Wichert)

Fast jeder zweite Anbieter mit Zuwachs

Auf Ebene der einzelnen Unternehmen betrachtet gibt es nach Daten aus dem Map-Report Nummer 916 – „Bilanzrating private Krankenversicherung 2019“ (31.8.2020) eine große Spreizung. Demnach erzielte im vergangenen Jahr fast jeder zweite Anbieter netto einen Bestandszuwachs.

Dieser fiel beim Branchenprimus Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G. mit Abstand am größten aus – wie schon fast traditionell (18.7.2019, 20.6 2018, 7.7.2017, 9.8.2016, 12.8.2015). Die Koblenzer legten netto um rund 41.240 Personen zu.

Das Plus bei der Hansemerkur Krankenversicherung AG macht mit etwa 7.730 nur etwa ein Fünftel der Steigerung der Debeka aus. Die Axa wuchs um circa 3.930 Vollversicherte.

Mit der Huk-Coburg-Krankenversicherung AG, der Signal Iduna Krankenversicherung a.G., der Concordia Krankenversicherungs-AG, der Arag Krankenversicherungs-AG, der R+V Krankenversicherung AG und der Barmenia Krankenversicherung AG bauten sechs weitere Anbieter ihren Bestand im viertstelligen Bereich aus.

Anbieter mit Zuwächsen (Bild: Wichert)

DKV büßt am stärksten an Vollversicherten ein

Bei 18 Unternehmen ging die Vollversichertenzahl im vergangenen Jahr zurück. In der Spitze betrug das Minus rund 16.500 bei der DKV Deutschen Krankenversicherung AG.

Die Allianz Private Krankenversicherungs-AG schrumpfte um etwa 10.170, die Bayerische Beamtenkrankenkasse AG um etwa 6.570 und die Central (inzwischen Generali Deutschland Krankenversicherung AG, 2.7.2020) um circa 6.330 Personen.

Die Continentale Krankenversicherung a.G. verlor 4.425 Vollversicherte. Bei der Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH) und der Gothaer Krankenversicherung AG vermindert sich der Bestand jeweils um etwas über 4.000. Bei der Halleschen Krankenversicherung a.G. betrug das Minus gut 3.000 Personen.

Anbieter mit Abgängen (Bild: Wichert)

Veränderungsraten zwischen plus 9,9 und minus 3,2 Prozent

Die Veränderungsraten lagen zwischen plus 9,9 Prozent bei der mit knapp 13.900 Vollversicherten sehr kleinen Concordia und minus 3,2 Prozent bei der mittelgroßen Münchener Verein Krankenversicherung a.G. (auf rund 72.800).

Vergleichsweise hohe Wachstumsraten hatten neben der Concordia die Hansemerkur (plus drei Prozent auf knapp unter 265.000) und die Arag (plus 2,5 Prozent auf gut 46.500) zu verzeichnen.

Auf der anderen Seite schrumpfte der Bestand bei der Gothaer mit fast drei Prozent vergleichsweise stark. 2,6 Prozent verlor die Vigo Krankenversicherung VVaG, die das Vollversicherungs-Geschäft schon seit Mitte der 1990er nicht mehr aktiv betreibt. Um jeweils etwas über zwei Prozent büßten die LKH und die UKV – Union Krankenversicherung AG ein.

Veränderungsraten (Bild: Wichert)

Debeka bleibt Spitzenreiter

In der Rangliste nach Vollversicherten gab es im vergangenen Jahr trotz der weit auseinandergehenden Bestandsentwicklungen kaum Veränderungen. Lediglich die LVM Krankenversicherungs-AG zog durch ein Plus um 550 auf 75.340 Personen vorbei am Münchener Verein auf Position 19.

An der Spitze liegt unverändert und mit riesengroßem Vorsprung die Debeka (14.9.2020)

Bezugshinweis und weitere Studieninhalte

Der Map-Report Nummer 916 – „Bilanzrating private Krankenversicherung 2019“ ist bei der Franke und Bornberg Research GmbH erschienen. Er enthält auf 128 Seiten Übersichten zu insgesamt 26 Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2019) von bis zu 37 Anbietern.

Dazu gehören neben der Beitragsentwicklung (1.9.2020) unter anderem auch der Abschlusskosten- (2.9.2020, 2.9.2020) sowie der Verwaltungskostensatz (8.9.2020) und die portierten Alterungsrückstellungen (7.9.2020).

Zudem haben die Analysten erstmals ein Bilanzrating veröffentlicht, dessen detaillierte Ergebnisse ebenfalls in dem Heft publiziert wurden. Der Map-Report 916 bietet auch Einzelübersichten mit acht ausgewählten Kennzahlen in der Zeitreihe von 2008 bis 2019 zu 28 Gesellschaften. Das Heft ist als E-Paper ab 353,85 Euro brutto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.

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Geschäftsbericht · Mapreport · Private Krankenversicherung
 
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