Die besten stationären Krankenzusatzversicherungen im Urteil von Franke und Bornberg

23.5.2024 – Franke und Bornberg hat die Produktlandschaft in der Ergänzungsversicherung untersucht. Darunter waren unter anderem 123 Tarifkonfigurationen für stationäre Leistungen. Die Bestnote „FFF+“ erhielten 28 Produkte von 19 Gesellschaften.

Die Franke und Bornberg GmbH hat am Mittwoch eine aktualisierte Auflage ihres Ratings Krankenzusatzversicherung vorgelegt. Dabei wurden insgesamt 660 Tarife von 40 Anbietern leistungsseitig unter die Lupe genommen (VersicherungsJournal 22.5.2024).

Einer der Untersuchungsbereiche waren Absicherungsangebote für stationäre Leistungen. Insgesamt wurden die Lösungen auf 13 unterschiedlich gewichtete Detailkriterien hin überprüft.

Dabei standen unter anderem die Erstattung für ärztliche Leistungen (Chef-/ beziehungsweise Privatarztbehandlung), vor- und nachstationäre Behandlung, Leistungen für das Ein- oder Zweibettzimmer sowie freie Krankenhauswahl zur Bewertung.

So wurden die Tarife bewertet

Als Quellen für das Rating werden nach Unternehmensangaben ausschließlich die Versicherungsbedingungen sowie gegebenenfalls verbindliche Verbraucherinformationen, Antragsformulare, Versicherungsscheine, Geschäftsberichte und per Stichprobe verifizierte Daten genutzt.

Die Testkandidaten wurden zunächst dahingehend überprüft, in welchen Ausprägungen beziehungsweise Varianten welche Detailleistungen und Einzelregelungen angeboten werden, wird zur methodischen Vorgehensweise erläutert.

Die Qualität der jeweiligen Regelungen wurde in einem nächsten Schritt auf einer Skala von null für die schlechteste Ausprägung bis 100 für die beste Ausprägung eingeordnet. Danach wurden die einzelnen Leistungskriterien entsprechend ihrer Wichtigkeit aus Kundensicht gewichtet.

WERBUNG

Simulationsmodell

Als Besonderheit in Krankenzusatz wird hervorgehoben, dass der Erstattungsanspruch des Versicherten häufig als prozentualer Anteil vom Rechnungsbetrag festgelegt und zusätzlich durch jährliche Höchstbeträge begrenzt sei. Und dies zudem marktweit in verschiedensten Konstellationen.

Die Analysten erläutern: „Um das Leistungsversprechen möglichst unabhängig von speziellen Rechnungsbeträgen bewerten zu können, greifen wir für Kriterien, die die Höhe der Leistung beschreiben, in der Regel zu einem Simulationsmodell.

Dabei werden für verschiedene Rechnungsbeträge je Detailkriterium die Erstattungsbeträge ermittelt. Aus den errechneten Erstattungsbeträgen wird der Durchschnitt gebildet. Die Bewertungspunktzahl ermittelt sich aus diesem Durchschnittswert in Relation zum durchschnittlichen Rechnungsbetrag.“

Siebstufiges Notenschema und Mindeststandards

Um die Gesamtqualität der Tarife zu messen, hat das Analysehaus auf sein siebenstufiges Bewertungsschema von „FFF+“ („hervorragend“) über „FFF“ (sehr gut“) bis „F-“ („ungenügend“) zurückgegriffen. Die Klassen sind nach eigenen Angaben so bemessen, dass geringfügige, für die Praxis unerhebliche Punktunterschiede nicht zur Einstufung in eine andere Klasse führen.

Innerhalb der Ratingklassen sorgen zusätzliche Schulnoten für weitere Differenzierung. Zudem müssen für eine Einordnung in bestimmte Ratingklassen zusätzliche Mindeststandards erfüllt werden. Weitere Details hierzu sowie zum Ratingverfahren allgemein bietet das Analysehaus in den Bewertungsgrundlagen (PDF, 264 KB).

Knapp jedes vierte Angebot mit der Höchstnote

Von den untersuchten 123 (2023: 106) Tarifkombinationen im stationären Segment schnitt knapp (mehr als) jede vierte mit der Höchstnote „FFF+“ ab. Ein knappes (gutes) Fünftel erhielt die Note „FFF“, 37 (43) Prozent ein „FF+“ („gut“) und ein Vierzehntel (Zwanzigstel) ein „FF“ („befriedigend“).

In der Vorjahresauflage (14.3.2023) haben nur fünf Offerten schlechter abgeschnitten – und zwar mit „F-“ („ungenügend“). Aktuell erhielt jedes 14. Angebot ein „F+“ (ausreichend“), jeder 33. Testkandidat ein „F“ („mangelhaft“) und erneut jedes 20. Produkt ein „F-“ („ungenügend“).

Notenspiegel (Bild: Wichert)

Anbieter mit mindestens einem „FFF+“

Zu den 19 Produktanbietern mit mindestens einer „FFF+“-Offerte gehören

Im Vergleich zur letzten Ratingauflage werden die Janitos Versicherung AG und die Ottonova Krankenversicherung AG nicht mehr in der Riege der Anbieter mit einem Toptarif aufgelistet. Die vollständige, laufend aktualisierte Ergebnisübersicht ist im Internet einsehbar.

WERBUNG
Schlagwörter zu diesem Artikel
AVB · Berufsunfähigkeit · Krankenzusatz-Versicherung · Rating
 
WERBUNG
WERBUNG
Werben im Extrablatt

Mit einer Anzeige im Extrablatt erreichen Sie mehr als 12.500 Menschen im Versicherungsvertrieb, überwiegend ungebundene Vermittler. Über die Konditionen informieren die Mediadaten.

Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.

WERBUNG
Noch erfolgreicher Kundengespräche führen

Geraten Sie in Verkaufssituationen immer wieder an Grenzen?
Wie Sie unterschiedliche Persönlichkeitstypen zielgerichtet ansprechen, erfahren Sie im Praktikerhandbuch „Vertriebsgötter“.

Interessiert? Dann können Sie das Buch ab sofort zum vergünstigten Schnäppchenpreis unter diesem Link bestellen.

Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
19.9.2023 – Die Produktgattung gibt in der betrieblichen Krankenversicherung inzwischen den Takt an. Wie die PKV-Anbieter aktuell die Tarife gestalten und was die Firmenkunden annehmen, hat Assekurata analysiert. (Bild: Asssekurata) mehr ...
 
14.3.2023 – Franke und Bornberg hat für sein Bedingungsrating mehr als 100 Tarifvarianten durchleuchtet. Ein gutes Viertel davon erhielt die Höchstnote „FFF+“ – verteilt auf 21 Produktgeber. (Bild: Wichert) mehr ...
 
28.5.2024 – Das Analysehaus hat weit mehr als 300 Produkte von rund 100 Anbietern einer Bedingungsanalyse unterzogen. Die Höchstnote „FFF+“ wurde vergleichsweise sparsam vergeben – an jeweils rund vier Dutzend Angebote für Familien beziehungsweise Singles. (Bild: Wichert) mehr ...
 
22.5.2024 – Die Analysten haben die Produktlandschaft in den Bereichen Naturheilverfahren, Sehhilfen, stationär, Vorsorge und Zahn unter die Lupe genommen. Nur ein Akteur hat in allen Bereichen mindestens einen Tarif mit der Höchstnote „FFF+“. Zwei schafften dies fünf Mal, sechs weitere immerhin noch vier Mal. (Bild: Pixabay CC0) mehr ...
 
16.5.2024 – Im neu aufgelegten Rating des Analysehauses schaffte mehr als jeder vierte der über 360 untersuchten Tarife die Höchstnote. Welche Akteure mindestens eine „hervorragende“ Offerte im Angebot haben. (Bild: Wichert) mehr ...
 
10.5.2024 – Die Analysten haben im sehr überschaubaren Markt der selbstständigen Erwerbsunfähigkeitsversicherung (SEU) eine sehr hohe Leistungsdichte ausgemacht. Welche Offerten die Höchstnote bekamen. (Bild: Pixabay CC0) mehr ...
 
24.4.2024 – Die Analysten haben für ihr erstmalig durchgeführtes Bedingungsrating fast 130 Tarifkonfigurationen durchleuchtet. Die Höchstnote „FFF+“ wurde an jeden zehnten Testkandidaten vergeben. Sie stammen von zehn Produktgebern. (Bild: Pixabay, CC0) mehr ...
WERBUNG