13.11.2025 – Die Anbieter erzielten 2024 in dieser Sparte laut GDV mit rund 19,2 Millionen Verträgen im Bestand etwa 13,25 Milliarden Euro gebuchte Bruttoprämien. Die Ranglisten nach Policenbestand und nach Beitragseinnahmen führt jeweils die Allianz an. Dahinter folgen SV, Bayerische Landesbrand und Provinzial (Kontrakte) beziehungsweise Provinzial, R+V und SV (Beiträge). Prozentual legte unter den Marktgrößen die R+V nach Policen wie auch nach Prämien am stärksten zu. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.
Die deutschen Wohngebäudeversicherer hatten Ende 2024 laut den „Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft“ des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) rund 19,2 Millionen Verträge im Bestand. Das waren 0,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Auf Ebene der Einzelgesellschaften betrachtet hatte mit knapp 2,3 Millionen die Allianz Versicherungs-AG die meisten Policen in den Büchern. Dies zeigt der „Branchenmonitor: Wohngebäudeversicherung 2025“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH. In diesem werden zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Marktteilnehmer mit rund 95 Prozent Marktanteil dargestellt.
An zweiter Stelle liegt die SV Sparkassenversicherung Gebäudeversicherung AG mit gut 1,3 Millionen Verträgen vor der Bayerischen Landesbrandversicherung AG mit gut 1,2 Millionen. Dahinter folgen mit ebenfalls über einer Million Policen die Provinzial Versicherung AG und die R+V Allgemeine Versicherung AG.
Die Ränge sechs bis neun belegen die Bayerischer Versicherungsverband Versicherungs-AG, die Axa Versicherung AG, der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G., die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg und die Generali Deutschland Versicherung AG.
Ihre Bestände liegen zwischen 881.000 und rund 752.000 Verträgen.

Fünf von den zehn Marktgrößen mit mehr als 700.000 Kontrakten gelang es, im Vergleich zu 2023 zuzulegen. Nur die R+V und der LVM bauten ihren Bestand im fünfstelligen Bereich aus, wenn Letztere auch nur so gerade eben.
Die größten Einbußen dagegen hatte die Bayerische Landesbrand zu verzeichnen (minus fast 95.500 Policen). Rund 43.400 Kontrakte weniger im Bestand als ein Jahr zuvor hatte die SV und etwa 25.500 weniger die Axa.
Für die R+V errechnet sich mit 3,6 Prozent die höchste Steigerungsrate, beim LVM sind es knapp 2,4 Prozent. Am stärksten schrumpfte die Vertragszahl bei der Bayerischen Landesbrand mit minus 7,2 Prozent. Jeweils um die drei Prozent betrug das Minus bei der SV und der Axa.

Zu dem deutlichen Rückgang erläutert die Bayerische Landesbrand im Geschäftsbericht 2024 (PDF, 1,1 MB): „Die Umstellung der Bestände auf das neue Produkt in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung, das im Risikoträger Bayerischer Versicherungsverband Versicherungs-AG geführt wird, führt zu einem kontinuierlichen Rückgang der Verträge in dieser Sparte.“
Durch die unterschiedlichen, oben aufgezählten Bestandsentwicklungen gab es zwei Positionsveränderungen in der Rangliste. So verdrängte der Bayerische Versicherungsverband die Axa von Platz sechs.
Nach gebuchten Bruttobeiträgen – diese beliefen sich den Angaben des GDV zufolge 2024 branchenweit auf etwa 13,25 Milliarden Euro (plus 11,9 Prozent) – zeigt sich eine etwas andere Reihenfolge. Auch hier liegt die Allianz an der Spitze – mit aktuell fast 1,8 Milliarden Euro gebuchter Bruttoprämie.
Die zweite Position belegt die Provinzial mit über 1,1 Milliarden Euro. Dahinter folgen die R+V, die SV und die Axa mit knapp 900 bis 770 Millionen Euro Umsatz. An sechster und siebter Stelle liegen der LVM und der Bayerische Versicherungsverband mit jeweils gut 535 Millionen Euro.
Auf den Rängen neun und zehn finden sich in umgekehrter Reihenfolge zum Vorjahr die Ergo Versicherung AG und die Generali. Beide nahmen um die 425 Millionen Euro ein. Auch der LVM und der Bayerische Versicherungsverband tauschten die Plätze.

Besser als bei den Verträgen positionieren sich Ergo (vier Ränge), Provinzial, R+V, Axa und LVM (jeweils zwei Plätze) sowie die Generali (eine Position). Schlechter reihten sich der Huk-Coburg VVaG mit Platz 14 (neun) nach Umsatz (Verträgen), die SV mit Rang vier (zwei) und der Bayerische Versicherungsverband mit Position sieben (sechs) ein.
Unter den zehn Marktteilnehmern mit dem größten Beitragsaufkommen legte die R+V mit fast einem Fünftel am stärksten zu, nach eigenen Angaben „insbesondere in Form von Beitragsanpassungen“. Um ein Sechstel legte die Ergo zu, um ein Siebtel die Axa und um über ein Achtel der LVM.
Leicht unterdurchschnittliche Zuwachsraten von jeweils über zehn Prozent hatten der Bayerische Versicherungsverband, die Allianz und die Generali zu verzeichnen. Um jeweils rund acht Prozent wuchsen die SV und die Provinzial.

Bei der Profitabilität schnitten die Branchengrößen mehrheitlich schlechter ab als der Markt. Allerdings landeten sechs von ihnen versicherungstechnisch in der Gewinnzone (VersicherungsJournal 13.11.2025).
Der „Branchenmonitor 2025: Wohngebäudeversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 892,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.
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