D&O-Versicherung rutscht tief in die roten Zahlen

8.10.2019

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat am Montag zum zweiten Mal eine „Geschäftsstatistik zur D&O-Versicherung“ vorgelegt. In der Statistik sind die Zahlen zum inländischen Direktgeschäft von 33 Mitgliedsunternehmen erfasst. Nach Schätzungen des Versichererverbands „dürften rund 50 GDV-Mitgliedsunternehmen D&O-Versicherungen anbieten“.

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In der Statistik werden für 2018 verdiente Bruttobeiträge von 247 Millionen Euro ausgewiesen, das sind 5,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor (VersicherungsJournal 19.10.2018). „Die GDV-Mitgliedsunternehmen dürften ein Beitragsvolumen von etwa 310 Millionen Euro aufweisen; das gesamte Marktvolumen im inländischen Direktgeschäft in der D&O-Versicherung dürfte bei rund 500 Millionen Euro liegen“ (ohne Versicherungsteuer), erläutert der Versichererverband in einer Fußnote.

Dem Prämienvolumen von 247 Millionen Euro standen laut den GDV-Zahlen Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres von 252 Millionen Euro gegenüber. Die Leistungen fielen damit um ein Viertel höher aus als 2017. Als Schadenquote (Bruttoaufwendungen nach Abwicklung für Versicherungsfälle in Relation zu den verdienten Bruttobeiträgen) gibt der GDV 112,9 (2017: 85,3) Prozent an. Zur kombinierten Schaden-Kosten-Quote machte der Verband keine Angaben.

Rechnet man rein illustrativ eine Kostenquote von rund 20 Prozent hinzu – das ist laut dem „Statistischen Taschenbuch der Versicherungswirtschaft 2019“ (21.8.2019, 23.8.2019, 26.8.2019) in etwa der Durchschnitt in der Kompositversicherung –, so würde sich für 2018 eine Combined Ratio von klar über 130 Prozent ergeben. Dies deckt sich mit Angaben von Marktbeobachtern, nach denen die Managerhaftpflicht-Sparte schon seit Jahren rote Zahlen schreibt (2.2.2018). Die ersten Anbieter haben bereits deutliche Prämienerhöhungen angekündigt (VersicherungsJournal 27.8.2018).

 
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