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bKV: Budgettarife setzen sich durch

20.7.2021 – Die betriebliche Krankenzusatz-Versicherung ist noch kein Selbstläufer, obwohl der Geschäftsbereich zulegt. Eine Studie der Funk-Gruppe untersucht, welche Hürden oder Chancen Arbeitgeber sehen und welche Tarifgestaltung sich im Markt durchsetzen wird.

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Die Funk-Gruppe hat 116 Unternehmen in Deutschland zum Thema Gesundheitsmanagement und die damit verbundene Konzeptionierung einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV) befragt. Die Ergebnisse veröffentlichte der Versicherungsmakler in seiner Studie „Betriebliche Krankenversicherung Survey 2020/2021“.

Die Mehrheit der Arbeitgeber ist noch zurückhaltend, weil sie Verwaltungsaufwand und hohe Kosten fürchtet. Die Befürworter schätzen dagegen die Vorteile und finden, dass sich die Einführung bezahlt gemacht hat. Zusätzlich liefert die Auswertung Argumente dafür, dass sich immer mehr der sogenannten „Budgettarife“ bei den Arbeitgebern durchsetzen.

Zur Methodik

Die von Funk befragten Unternehmen setzten sich aus folgenden Gruppen zusammen:

  • Betriebe, die keine arbeitgeberfinanzierte bKV anbieten,
  • Firmen, die eine arbeitgeberfinanzierte bKV planen und
  • Unternehmen, die eine arbeitgeberfinanzierte bKV bereits implantiert haben.

Die Mehrheit der Teilnehmer besteht aus Firmen mit unter 100 Millionen Euro Umsatz im Jahr (knapp 41 Prozent) und liegt unter einer Belegschaftsgröße von 500 Mitarbeitenden (rund 48 Prozent). Den Erhebungszeitraum gibt der Versicherungsmakler mit zwischen Juli und September 2020 an.

Zum Vergleich einige Angaben zur Entwicklung des Produktbereichs: Etwa 13.500 Unternehmen (Stand Ende 2020) boten ihren Angestellten eine zusätzliche Absicherung über die bKV an, so der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) (VersicherungsJournal 23.6.2021).

Das ist über ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor (30.9.2020). Auf Zweijahressicht (19.3.2019) ging es sogar um drei Viertel aufwärts.

Hoher Verwaltungsaufwand als Hemmschuh

„Viele Unternehmen integrieren eine arbeitgeberfinanzierte bKV als einen Baustein in ihr Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Der Arbeitgeber stellt für die Belegschaft oder Teile davon eine verbesserte medizinische Versorgung sicher, indem er Gesundheitsleistungen über einen Gruppenversicherungs-Vertrag anbietet“, schreibt Funk in den Studienunterlagen zur Erklärung.

22,4 Prozent der befragten Firmen offerieren der eigenen Belegschaft eine arbeitgeberfinanzierte bKV. 15,5 Prozent planen die Einführung und 62,1 bieten keine zusätzliche Leistung. Als Hauptgründe, warum die Unternehmen bisher nichts unternommen haben, nennen sie folgende Gründe:

  • hoher Verwaltungsaufwand (39,68 Prozent),
  • Kosten/Nutzen überzeugt nicht (36,51 Prozent),
  • andere Nebenleistungen sind attraktiver (36,51 Prozent),
  • hohe Kosten (34,92 Prozent).

Knapp 80 Prozent der Teilnehmer wissen nicht, dass die Kalkulation der Tarife ohne Altersrückstellungen auskommt.

bKV verbessert Firmenimage

Durch die Investition in die Gesundheit der Mitarbeitenden will der durchführende Arbeitgeber diverse Ziele erreichen. Als Vorgaben, die die Verantwortlichen realisieren konnten, nannten die Befragten: das positives Nutzererlebnis für die aktiv Beschäftigten (100 Prozent), Imagegewinn für die Firma (95,7 Prozent) und die Erhaltung der Gesundheit der Angestellten (82, Prozent).

Als weitere Vorteile gaben die Befragten Personalgewinnung, Kostenreduzierung und verbesserte Mitarbeiterbindung an.

Anteil Budgettarife (Bild: Funk)
Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Funk-Gruppe)

Funk: Budgettarife setzen sich durch

Die Funk-Studie geht auch auf die beiden am Markt erhältlichen bKV-Varianten, Budgettarife und die klassischen Leistungsbausteine, ein.

Neben der Halleschen Krankenversicherung a.G. bieten inzwischen auch die Allianz Private Krankenversicherungs-AG, die Barmenia Krankenversicherung a.G., die Continentale Krankenversicherung a.G., die Gothaer Krankenversicherung AG und die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. Budgettarife an (14.6.2021).

„Die neu implementierten bKV-Systeme werden voraussichtlich zunehmend auf dem jährlichen Gesundheitsbudget basieren. Die These wird auch davon gestützt, dass viele Versicherer den Trend aufgreifen“, schreiben die Studienautoren.

Dafür spreche, dass in den letzten Monaten einige Anbieter die Budgettarife in ihre bKV-Tarifwerke aufgenommen und weitere Versicherer die Einführung solcher Produkte in absehbarer Zeit avisieren. „Leistungsbausteine haben unseres Erachtens jedoch weiterhin ihre Berechtigung“, so Funk.

Aktuell bieten 55,5 Prozent der befragten Firmen ihren Mitarbeitenden Budgettarife und 44,5 Prozent Leistungsbausteine an. Hier stehen bei der Auswahl Vorsorge-, Zahnersatz- und Sehhilfe-Tarife im Fokus.

Beliebteste Zusatzleistungen der Mitarbeitenden

In einer arbeitgeberfinanzierten bKV besteht die Möglichkeit, dass Mitarbeitende eigenfinanziert noch weitere Leistungen ergänzen oder sogar Familienangehörige mitversichern können. Hier hat Funk die beliebtesten Zusatzleistungen abgefragt.

54,55 Prozent der von der Maklergruppe analysierten bKV-Systeme sehen die Mitversicherung der Familienangehörigen bereits vor. 26,09 Prozent der Systeme ermöglichen zusätzlich zu den arbeitgeberfinanzierten Leistungen eine eigenfinanzierte Ergänzung von Leistungen durch die Mitarbeitenden – Tendenz steigend (52,94 Prozent).

In entgeltfreien Zeiten (wie längere Arbeitsunfähigkeiten, Pflegezeiten, Elternzeiten) werden Mitarbeitende oft von der arbeitgeberfinanzierten bKV abgemeldet. Eine Beitragsbefreiung sorgt dafür, dass der Versicherungsschutz erhalten bleibt. Die Beitragszahlung übernimmt dann für diesen Zeitraum der Versicherer. Einige Versicherer wie die Hallesche bieten diese Zusatzleistung bereits an.

Die aktuellen, durchschnittlichen bKV-Ausgaben beziffert Funk pro Mitarbeiter im Monat auf 26,73 Euro für den Arbeitgeber (Median: 19,50 Euro).

 
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