22.1.2026 – Ascore hat in seinem aktualisierten Komposit-Unternehmensscoring an 13 Versicherer die Höchstnote „sechs Kompasse“ vergeben. Hierzu gehörte aus der Riege der nun separat bewerteten Rechtsschutzversicherer nur die Auxilia. Die Höchstnote „herausragend“ schafften in der Kategorie „Privat & Gewerbe“ Continentale, Debeka, Generali, Hansemerkur, Interrisk, LVM, Mecklenburgische, Münchener Verein, MVK, Oberösterreichische, VHV und Volkswohl Bund. Bewertet wurden zehn Bilanz- und Solvabilitätskennzahlen.
Die Ascore Das Scoring GmbH hat am Donnerstag die aktuelle Auflage ihres Komposit-Unternehmensscorings veröffentlicht. Bei dem Scoringverfahren wird für jedes Kriterium, bei dem eine selbst definierte Benchmark inklusive Toleranz erfüllt ist, ein Punkt vergeben.
1,0 Zähler gibt es „bei Überschreiten (oder Erreichen) der Benchmark innerhalb der einfachen Toleranz. So ergibt sich insgesamt eine Gesamtpunktzahl, die auf sechs Kompasse umgelegt und in Kompassen dargestellt wird“, wird erläutert.
Wird diese Vorgabe nicht erreicht, aber die Messlatte mit doppelter Toleranz, so gibt es einen halben Punkt. Wird die Messlatte verfehlt, gibt es keine Punkte. Das Unterschreiten einer Benchmark kann auch nicht durch ein Übererfüllen eines anderen Kriteriums kompensiert werden.
Wie gut der vorgegebene Maßstab erfüllt wird, bleibt unberücksichtigt. So reicht zum Beispiel eine Schadenquote von 66,58 Prozent aus, um den Score voll zu erfüllen. Die laut dem „Branchenmonitor 2025: Kompositversicherung“, herausgegeben von der V.E.R.S. Leipzig GmbH, von zahlreichen Versicherern erreichten geringeren Werte führen zu keiner besseren Bewertung.
Ausgewertet wurden Kennzahlen von 85 Anbietern der Kompositversicherung (mit Schwerpunkt auf dem Privatkundengeschäft) aus den Geschäfts- beziehungsweise SFCR-Berichten 2022 bis 2024. Für die Bewertung wurden daraus zehn Kennzahlen (meist im Dreijahresschnitt) aus den Bereichen „Erfahrung“, „Sicherheit“, „Erfolg“ und „Bestand“ herangezogen:
Neben den für das Ergebnis der Bewertung maßgeblichen Faktoren werden im Rahmen des Vergleichs verschiedene weitere Kennzahlen „außer Konkurrenz“ mitgeliefert.
Gegenüber dem Scoring vom Vorjahr (VersicherungsJournal 13.12.2024) wurden zwar keine Veränderungen an den Kriterien vorgenommen, aber wie üblich wurden die Benchmarks angepasst. Allerdings wurden im aktuellen Ratingjahrgang die Testkandidaten den Klassen „Privat & Gewerbe“ und „Rechtsschutz“ zugeordnet. Letztere Klasse umfasst dabei nach Angaben der Analysten „diejenigen Versicherer, die ausschließlich die Rechtsschutzversicherung betreiben.
Die Unterscheidung der beiden Klassen erfolgt in der Bewertung der Erfolgskennzahlen zur Schaden- und Kostenquote sowie der Combined Ratio, indem die Ermittlung der Benchmarks für diese Kennzahlen sowie die Bewertung dieser Kennzahlen in Relation zur jeweiligen Benchmark nur für die Gesellschaften erfolgt, welche einer Klasse angehören“.
Für die übrigen bewertungsrelevanten Kriterien werden alle Unternehmen weiterhin anhand einer gemeinsamen Benchmark bewertet. Dies führte unter dem Strich zu einer elfköpfigen „Rechtsschutz“-Gruppe und einer 74-köpfigen „Privat & Gewerbe“-Riege. Ascore hebt explizit hervor, dass die aktuellen Ergebnisse mit den Vorjahresergebnissen nur bedingt vergleichbar seien.
In einem letzten Schritt wurden die Scoring-Ergebnisse in „Kompasse“ umgerechnet. Die Höchstnote von sechs Kompassen erhielten insgesamt 13 Unternehmen. Dies waren neben der Auxilia Rechtsschutz-Versicherungs-AG auch folgende zwölf Prüflinge aus dem Segment „Privat & Gewerbe“:
In der Rechtsschutz-Kategorie wurden darüber hinaus jeweils fünfmal fünf und vier Kompasse vergeben. Von den Testkandidaten aus dem Segment „Privat & Gewerbe“ erhielten 22 Akteure fünf der Richtungsanzeiger. 32 Mal wurden vier Kompasse vergeben, neunmal drei.

Die Ergebnisse aller Testkandidaten sind über den Rechner von Ascore einsehbar. Die Detailergebnisse der einzelnen Unternehmen werden auf Anfrage kostenpflichtig herausgegeben.
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