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5.000 Euro Schaden durch verflohte Katze

4.10.2019 – Wer aus Gefälligkeit auf ein Haustier aufpasst und dabei von Flöhen befallen wird, hat keinen Anspruch auf Zahlung eines ihm dadurch entstandenen Schadens. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Köln vom 11. September 2019 hervor (3 O 331/18).

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Die Klägerin und der Beklagte waren seit vielen Jahren miteinander befreundet. Wie bereits mehrfach in der Vergangenheit geschehen, vereinbarten sie auch im August 2017, dass die Frau die Katze des Bekannten während dessen Ortsabwesenheit in seiner Wohnung betreuen sollte.

Ende einer Freundschaft

Doch das, was bis dahin problemlos geklappt hatte, ging dieses Mal reichlich schief. Die Frau behauptete nämlich, dass der Stubentiger derart von Flöhen befallen war, dass sie bereits am Tag ihrer Ankunft die Wohnung fluchtartig verließ. Die Katze ließ sie dort zurück.

Nach Darstellung der Frau habe ihr der Kläger bei einem anschließenden Telefonat bestätigt, dass seine Katze unter Flohbefall leide.

Damit war die Sache jedoch noch nicht ausgestanden. Bei Rückkehr in ihre eigene Wohnung hatte die verhinderte Katzenhüterin die Flöhe dorthin eingeschleppt. Sie hätten sich derartig schnell vermehrt, dass sie auch von einem herbeigerufenen Kammerjäger nicht hätten beseitigt werden können.

Die Freundschaft endete abrupt. Denn die Frau beauftragte nach einem unerquicklichen Schriftwechsel mit dem Tierhalter einen Anwalt damit, ihre Schadenersatzforderung in Höhe von 5.000 Euro durchzusetzen. Nachdem auch das erfolglos war, reichte der Rechtsanwalt Klage beim Kölner Landgericht ein. Dort erlitt die Katzenbetreuerin eine Niederlage.

Allgemeines Lebensrisiko

Das Gericht zeigte sich davon überzeugt, dass es sich bei der Tierbetreuung um eine reine Gefälligkeit gehandelt hatte. Ein vertraglicher Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz bestehe folglich nicht.

Es sei außerdem zwar möglich und auch nicht ganz fernliegend, dass der Flohbefall von der Katze des Freundes stammte. Einen konkreten Beweis dafür habe die Klägerin jedoch nicht erbringen können. Die Flöhe hätten nämlich auch von einem anderen Tier- oder Menschenkontakt herrühren können.

Im Übrigen sei der Befall durch Flöhe beim Hüten einer Katze dem allgemeinen Lebensrisiko zuzurechnen. Dieses Risiko gehe eine Betreuungsperson bei der Übernahme der Aufgabe bewusst ein. Es bestehe daher auch aus diesem Grund kein Anspruch auf Schadenersatz.

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Schadenersatz
 
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