30.1.2026 – Offenbar verleitet die Digitalisierung die Vorstände der Versicherungsgesellschaften zu immer ungehörigeren Personaleinsparungen sowohl im Hinblick auf Quantität und Qualität.
Wirkliche Fachkräfte mit entsprechender Kenntnis und Entscheidungsbefugnis sind auch für mich als Maklerin kaum noch persönlich erreichbar. Telefon-KI leitet unsachgemäß weiter, Fachbereiche machen sich oft telefonisch unerreichbar, stundenlange Wartezeiten in Telefonnetzen kosten wertvolle Arbeitszeit und zeitnahe Antworten auf E-Mails sind kaum zu erhalten.
Wie geht es da erst unseren Kund:innen? Da müssen wir uns über die Beschwerdeflut nicht wundern. Als Maklerin habe ich nicht nur deren Wut aufzufangen, sondern muss als Vermittlerin auch Sorge vor dem Verlust meiner Bestände haben. Um das zu vermeiden, lasten mir die Versicherungsunternehmen Mehrarbeit zu, ohne dass es hierfür eine adäquate Courtage-Erhöhung gäbe.
Und wenn wir dann noch festellen, dass die Vorstandseinkommen ihn ähnlichem Maße steigen wie die Beschwerde-Quote, schlage ich vor, dass sich die Vorstandgehälter zukünftig nicht am Unternehmensgewinn und an den Umsatzsteigerungen messen lassen sondern an der Entwicklung der Beschwerequoten. Vielleicht fände dadurch eine Besinnung auf die Kundenanliegen statt?
Gabriele Fenner
zum Artikel: „Explosionsartige Steigerung der Beschwerden bei der Ombudsfrau”.
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