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So viele Versicherungs-Mitarbeiter sind Akademiker

10.6.2021 – Die Quote der Hochschulabsolventen unter den Versicherungs-Angestellten ist zwischen 2010 und 2020 von 18,5 auf 22,6 Prozent gestiegen. Zuwächse verzeichnet die Branche bei Wirtschafts-Wissenschaftlern, Mathematikern und Informatikern. Das zeigen aktuelle Zahlen des Arbeitgeberverbandes aus der Broschüre „Sozialstatistische Daten 2020“.

Die Zahl der Beschäftigten ist 2020 bei den Versicherungs-Unternehmen erneut gestiegen. Dabei ging die Schrumpfkur bei den Außendienstlern und Azubis weiter, nur der Innendienst legte zu (VersicherungsJournal 16.3.2021). Das gab der Arbeitgeberverband der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland e.V. (AGV) im Frühjahr bekannt.

Nach einem minimalen Plus um 100 Personen im Jahr zuvor (10.3.2020), stieg die Anzahl 2020 um 1.300 auf 203.300 Beschäftigte. Dies entspricht einer Steigerung um 0,6 Prozent. In den neun Jahren zuvor hatte die Branche jeweils Personal abgebaut (25.3.2019).

Akademikerquote in der Assekuranz steigt

In der jetzt veröffentlichten Broschüre „Sozialstatistische Daten 2020“ macht der Arbeitgeberverband unter anderem auch detaillierte Angaben zur Verweildauer der Mitarbeiter bei ihren Dienstherren sowie zur Qualifikation seiner Beschäftigten.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von Versicherungs-Angestellten betrug 2020 mehr als 16 Jahre. Innendienstmitarbeiter bleiben im Schnitt sogar knapp 18 Jahre bei ihrem Arbeitgeber. Im angestellten Außendienst sind es unter 14 Jahre (7.6.2021).

Wie aus der Publikation weiter hervorgeht, sind in der Assekuranz mittlerweile 45.900 (Fach-) Hochschulabsolventen beschäftigt. Das sind 200 Personen weniger, die einen akademischen Abschluss erworben haben, als noch im Vorjahr (2019: 46.100; 29.6.2020), aber deutlich mehr als noch 2010 mit 40.100 Hochschulabsolventen.

Die Akademikerquote hat sich im Betrachtungszeitraum der vergangenen zehn Jahre von 18,5 auf 22,6 Prozent erhöht. Bei der Berechnung der Akademikerquote berücksichtigt der AGV in der Basis die Innen- und Außendienstmitarbeiter sowie die Auszubildenden.

MINT-Absolventen sind begehrt

Besonders hoch im Kurs stehen bei den Versicherern nach wie vor Wirtschafts-Wissenschaftler. Die Zahl der Mitarbeiter mit einem Abschluss in dieser Fachrichtung nahm zwar im Vergleich zum Vorjahr um 1.000 auf 17.500 ab. 2010 zählte die Branche in diesem Bereich allerdings noch 4.000 Beschäftigte weniger.

Gestiegen sind dagegen Absolventen der MINT-Fachbereiche (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Mittlerweile arbeiten 7.100 Mathematiker für die Assekuranz, 2019 waren es 6.900 und vor zehn Jahren 5.000.

Zugelegt hat auch die Gruppe der Informatiker. 2020 waren es 4.100 IT-Profis, vor zehn Jahren gerade mal 1.300. 2019 betrug ihre Anzahl 3.800. Konstant bleiben die Beschäftigungs-Verhältnisse von Ingenieuren mit 2.400 im Vorjahr als auch vor zehn Jahren.

Mittelfristig abgenommen hat die Zahl der Rechtswissenschaftler in der Assekuranz. 2020 arbeiteten 6.300 Juristen für die Branche, vor zehn Jahren waren es noch 7.300. Rückläufig ist auch die Zahl „sonstiger Hochschulabsolventen“ von 10.600 in 2010 auf 8.500 zum Jahresende 2020.

Was Absolventen und Nicht-Absolventen verdienen

Da 2020 die Zahl der Akademiker im Vergleich zum Vorjahr leicht abgenommen (von 22,8 auf 22,6 Prozent), die Gesamtbeschäftigung aber zugenommen hat, ist auch die Akademikerquote gesunken. Profitiert haben davon die Absolventen bestimmter Fachrichtungen. Gerade Kandidaten mit Abschluss in den MINT-Fächern sind in der Versicherungswirtschaft begehrt und verdienen entsprechend.

Bei den Jobs in diesem Bereich stehen die Aktuare auf Rang zwei mit einem Jahreseinkommen von 73.157 Euro, nach den Finance-Managern mit 82.893 Euro. Das zeigte eine Auswertung der Stepstone Deutschland GmbH (26.2.2021).

An den positiven Aussichten für diese Berufsgruppe wird sich so schnell nichts ändern. Dr. Guido Bader, Vorstand der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV), schätzte im vergangenen Jahr, dass der Assekuranz 2.000 bis 3.000 Versicherungs-Mathematiker fehlen (30.11.2020).

Der Stepstone-Report nennt neben den Aktuaren auch andere „beliebte“ Berufsgruppen im Bereich „Finanzen, Versicherung, Banking“. Das durchschnittliche Jahreseinkommen von Versicherungsfachwirten beziffert die Auswertung auf 56.116 Euro. Kaufleute für Versicherungen und Finanzen verdienen im Schnitt 39.708 Euro.

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Aktuar · Ausbildung · Außendienst · Mitarbeiter · Technik · Versicherungsfachwirt
 
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