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So viele Versicherungs-Mitarbeiter sind Akademiker

29.6.2020 – Die Akademikerquote unter den Versicherungs-Angestellten ist zwischen 2009 und 2019 von 17,8 auf 22,8 Prozent gestiegen. Zuwächse sind vor allem bei Wirtschafts-Wissenschaftlern, aber auch bei den Mathematikern zu beobachten. Die Zahl der Ingenieure hat sich – von niedrigem Niveau aus – mehr als verdoppelt. Dies zeigen aktuelle Zahlen des Arbeitgeberverbandes aus der Broschüre „Sozialstatistische Daten 2019“.

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Im vergangenen Jahr ist die Zahl der im Innen- und angestellten Außendienst sowie als Auszubildende beschäftigten Arbeitnehmer in der deutschen Versicherungswirtschaft um 100 auf 202.000 angestiegen (VersicherungsJournal 10.3.2020).

Die Assekuranzmitarbeiter weisen ein Durchschnittsalter von rund 44 Jahren auf. Fast jeder 20. ist mindestens 61 Jahre alt (23.6.2020). Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit betrug 2019 mehr als 16 Jahre (24.6.2020). Dies zeigt die Ende Juni veröffentlichte Broschüre „Sozialstatistische Daten 2019“ des Arbeitgeberverbands der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland e.V. (AGV).

Vor allem Wirtschafts-Wissenschaftler sind gefragt

Wie aus der Publikation weiter hervorgeht, sind in der Branche mittlerweile 46.100 (Fach-) Hochschulabsolventen beschäftigt. Das sind zwar 1.600 weniger als vor Jahresfrist (8.7.2019). Allerdings traf dies 2009 nur auf 38.500 Personen zu. Die Akademikerquote hat sich im Betrachtungszeitraum von 17,8 auf 22,8 Prozent erhöht.

Besonders hoch im Kurs stehen bei den Versicherern Wirtschafts-Wissenschaftler. Deren Zahl nahm zwar im Vergleich zum Vorjahr um 600 auf 18.500 ab. Doch 2008 zählte die Branche noch fast 6.000 Mitarbeiter aus dieser Fachrichtung weniger.

Juristen auf dem absteigend Ast

Zum Jahresende 2019 waren in der Branche 6.900 Mathematiker angestellt. Das sind 1.000 Personen weniger als vor Jahresfrist, aber 2.500 mehr als noch 2009.

Kurz- wie auch mittelfristig abgenommen hat die Zahl der Rechtswissenschaftler in der Assekuranz. Auf das Jahr betrachtet ist ein kräftiges Minus um 700 auf nur noch 6.200 zu verzeichnen. Seit 2009 ging die Anzahl um 1.000 Juristen zurück.

Deutlich nach oben zeigt hingegen die Kurve bei den Informatikern. Deren Zahl hat sich im Vergleich zu 2009 auf 3.800 mehr als verdoppelt. Darüber hinaus beschäftigt die Versicherungswirtschaft aktuell wie auch zehn Jahre zuvor 2.600 (2018: 2.700) Ingenieure.

Anzahl Akademiker nach Fachrichtung (Bild: Wichert)

Akademikerquote im Vergleich zu 2009 deutlich angestiegen

Da 2019 die Zahl der Akademiker deutlich ab- und die Gesamtbeschäftigung minimal zugenommen hat, ist auch die Akademikerquote gesunken. Diese beziffert der Arbeitgeberverband auf aktuell 22,8 Prozent. Vor zehn Jahren lag der Wert noch um fünf Prozentpunkte niedriger.

Am stärksten zugelegt hat zwischen 2009 und 2019 der Anteil der Wirtschafts-Wissenschaftler unter den Akademikern in der Assekuranz. Dieser stieg von unter einem Drittel auf über 40 Prozent. Der Vorsprung auf die Juristen hat sich im Betrachtungszeitraum auf 27 Prozentpunkte in etwa verdoppelt. Letztere haben über fünf Prozentpunkte auf 13,5 Prozent Anteil eingebüßt.

Anteil der Informatiker mehr als verdoppelt

Mehr als jeder siebte Akademiker in der Assekuranz hat ein Mathe-Studium absolviert. 2009 traf dies nur auf rund jeden Neunten zu. Wie sich aus den AGV-Daten weiter errechnen lässt, hat sich der Anteil der Informatiker im Beobachtungszeitraum mehr als verdoppelt. Mittlerweile entstammt etwa jeder zwölfte Akademiker in der Versicherungsbranche dieser Fachrichtung.

Akademikerquote (Bild: Wichert)

Gründe für diese höchst unterschiedlichen Entwicklungen werden in den „Sozialstatistischen Daten“ nicht aufgeführt. Dass immer mehr Informatiker in der Branche arbeiten, dürfte aber unter anderem auf die Anforderungen der Digitalisierung und die in die Jahre gekommenen IT-Systeme der Versicherer zurückzuführen sein.

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Ausbildung · Außendienst · Digitalisierung · Mitarbeiter
 
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