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So viel verdienen Versicherungs-Mitarbeiter

26.3.2020 – Vollzeitbeschäftigte in der Versicherungsbranche haben im vergangenen Jahr mit einem durchschnittlichen Monatsverdienst von brutto etwa 5.060 Euro (ohne Sonderzahlungen) über ein Viertel mehr verdient als die Gesamtwirtschaft (knapp unter 4.000 Euro). Im Vergleich mit ausgewählten anderen Branchen liegt die Entlohnung der Versicherungs-Angestellten auf relativ hohem Niveau. Dies zeigen am Mittwoch veröffentlichte Destatis-Zahlen.

2019 hat ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im Schnitt einen Bruttomonatsverdienst ohne Sonderzahlungen von 3.994 Euro erzielt. Dies zeigen aktuell vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichte Zahlen zu den durchschnittlichen Arbeitnehmerverdiensten. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Jahr zuvor von unverändert 2,9 Prozent (VersicherungsJournal 25.3.2019, 26.3.2018).

Bruttomonatsverdienst und Sonderzahlungen

Bruttoverdienst:

Unter Bruttoverdienst wird der regelmäßig gezahlte steuerpflichtige Arbeitslohn gemäß den Lohnsteuerrichtlinien verstanden.

Nicht hierzu zählen sonstige Bezüge (= Sonderzahlungen), steuerfreie Zuschläge für Schicht-, Samstags-, Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit, Essenszuschüsse sowie steuerfreie Beiträge des Arbeitgebers für seine Arbeitnehmer im Rahmen der Entgeltumwandlung.

Sonderzahlungen:

Sonderzahlungen entsprechen laut Destatis den „sonstigen Bezügen“ gemäß den Lohnsteuerrichtlinien – also etwa unregelmäßige, nicht jeden Monat geleistete Zahlungen wie Urlaubs-, Weihnachtsgeld, Leistungsprämien, Abfindungen, Gewinnbeteiligungen und Prämien für Verbesserungsvorschläge et cetera.

Für männliche Vollzeitbeschäftigte wird eine durchschnittliche monatliche Entlohnung von 4.181 Euro ausgewiesen (plus 2,6 Prozent im Vergleich zu 2018). Bei den Frauen ging es um überdurchschnittliche 3,7 Prozent auf 3.559 Euro aufwärts.

Inklusive Sonderzahlungen im Schnitt 4.400 Euro

Inklusive Sonderzahlungen in Höhe von 406 Euro hat ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im vergangenen Jahr im Schnitt 4.400 Euro (plus 2,6 Prozent) bekommen. Bei den Herren fiel die Steigerungsrate mit 2,5 Prozent (auf 4.638 Euro) minimal unterdurchschnittlich aus.

Leicht über dem Schnitt wuchs das Salär der Damen (plus 3,7 Prozent auf 3.848 Euro). Die Sonderzahlungen lagen bei Letzteren mit durchschnittlich 289 Euro deutlich niedriger als bei den Männern (457 Euro).

Versicherungswirtschaft hinter Bankenbranche

Vollzeitbeschäftigte im Wirtschaftszweig „Versicherungen“ haben 2019 mit im Schnitt 5.059 Euro (ohne Sonderzahlungen) über ein Viertel mehr verdient als der Bundesdurchschnitt.

Auch im Vergleich mit ausgewählten anderen Wirtschaftszweigen steht die Assekuranz relativ gut da. Im Dienstleistungsbereich insgesamt liegt der Durchschnittswert um etwa 1.100 Euro niedriger, im Bereich Großhandel immerhin noch um etwa 950 Euro niedriger. Rechts- und Steuerberater sowie Wirtschaftsprüfer erhalten im Monat im Schnitt circa 700 Euro weniger.

In der Sozialversicherungs-Branche sind es rund 800 Euro weniger und im Wirtschaftszweig Werbung- und Marktforschung knapp 600 Euro weniger als in der privaten Versicherungswirtschaft. In den Branchen Energieversorgung sowie Information und Kommunikation liegt das durchschnittliche Salär um jeweils etwa 100 Euro pro Monat höher.

Durchschnittliche Bruttomonatsverdienste (Bild: Wichert)

Bankmitarbeiter verdienten im vergangenen Jahr im Schnitt über 250 Euro mehr als Versicherungs-Mitarbeiter. Der Wirtschaftszweig „Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben; Unternehmensberatung“ hatte sogar fast 650 Euro pro Monat Vorsprung vor der Assekuranz.

Assekuranz-Mitarbeiterinnen vor Bankerinnen

Wie in der Gesamtwirtschaft, liegt auch bei den Versicherungs-Angestellten die monatliche Entlohnung bei den Männern mit 5.482 Euro (ohne Sonderzahlungen) deutlich über demjenigen der Frauen. Für Letztere wird in der Statistik ein Wert von 4.395 Euro ausgewiesen.

Bei den Männern hatten 2018 die Versicherungs-Mitarbeiter wie in der geschlechter-übergreifenden Betrachtung einen Verdienstrückstand zu den Bankern. Dieser fiel mit 470 Euro allerdings fast doppelt so groß aus wie insgesamt. Bankerinnen liegen allerdings knapp 20 Euro hinter den weiblichen Assekuranz-Beschäftigten.

Der Abstand bei den Männern zwischen Versicherungs-Angestellten und dem Bereich Sozialversicherung ist mit circa 900 Euro deutlich größer als insgesamt. Bei den Frauen liegen Beschäftigte in der Sozialversicherung nur leicht über 450 Euro hinter der privaten Assekuranz zurück.

Bruttomonatsverdienste nach Mann/Frau (Bild: Wichert)

Was die Gehaltsentwicklung betrifft, so hinken die Finanz- und Versicherungs-Dienstleister den meisten anderen Wirtschaftszweigen und auch der Gesamtwirtschaft hinterher (2.3.2020).

Leserbriefe zum Artikel:

Frank Schmidt - Wo muss man sich denn dafür bewerben? mehr ...

Ingo Trosiner - Das Niveau ist stark noch oben verzerrt. mehr ...

Schlagwörter zu diesem Artikel
Betriebliche Altersversorgung · Marktforschung · Mitarbeiter · Sozialversicherung · Werbung
 
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