Lohnerhöhung für Mitarbeiter der Versicherungsvermittler

13.8.2018 – Die Angestellten und Auszubildenden bei Versicherungsagenten und -maklern erhalten ab September um zwei Prozent angehobene Vergütungen. Ab September 2019 kommen noch 1,7 Prozent dazu. Das haben der BVK und die Gewerkschaft Ver.di vereinbart. Damit liegen die Einkommen im Vermittlergewerbe weiterhin deutlich unter denen der Versicherer. Das gilt jedoch nicht für die Mindestgehälter im angestellten Außendienst.

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Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) als Arbeitgeberverband und die Ver.di – Vereinte Dienstleistungs-Gewerkschaft haben einen neuen Tarifvertrag für das Versicherungsvermittler-Gewerbe vereinbart. Das berichtet der BVK in seiner Mitgliederzeitschrift Versicherungs-Vermittlung (VersVerm), Ausgabe 07/08.

Der Gehaltstarifvertrag bringt den Angestellten und den Auszubildenden der Agenten und Makler ab dem 1. September eine Erhöhung ihrer Vergütungen von zwei Prozent. Ab September 2019 steigen die Löhne um weitere 1,3 Prozent.

Demnach erhalten die Lehrlinge ab dem nächsten Monat je nach Ausbildungsjahr 684 (ab September 2019 693 Euro) bis 813 (824) Euro pro Monat. Die Angestellten bekommen je nach Berufserfahrung und Gehaltsgruppe zwischen 1.721 (1.743) und 3.961 (4.012) Euro. Hinzu kommen für Führungskräfte Zulagen bis 166 (168) Euro.

Das Mindesteinkommen für angestellte Außendienstleister steigt auf 1.786 (1.809) Euro, nach zweijähriger ununterbrochener Betriebszugehörigkeit auf 2.066 (2.093) Euro. Zudem wurden Spesensätze und Erstattungen von Auslagen vereinbart.

Gehaltstarifvertrag Vermittlergewerbe (Bild: BVK)

Vertrag gilt bis 2020

Der Tarifvertrag ist erstmals zu Ende August 2020 kündbar. Die ausgelaufene Vereinbarung hatte von 2014 an gegolten.

Nicht angewendet wird die Übereinkunft in Betrieben, die regelmäßig weniger als zwei familienfremde Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer, Prokuristen und Geschäftsstellenleiter) beschäftigen.

Das Verhandlungsergebnis wird vom dem Vermittlerverband als „vertretbarer Verhandlungskompromiss“ bezeichnet. Die Verhandlungskommission des BVK unter der Leitung von Vizepräsident Andreas Vollmer „konnte ein Ergebnis erreichen, das der wirtschaftlichen Situation der Mitgliedsunternehmen Rechnung trägt.“

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Zwei Gehaltstarife bei Versicherungen

Für die Angestellten der Versicherungs-Unternehmen gilt – sofern kein Haustarif besteht – der vom Arbeitgeberverband der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland e.V. (AGV) und den Gewerkschaften ausgehandelte Gehaltstarifvertrag (PDF, 219 KB).

In der letzten Verhandlungsrunde für den Innendienst wurden Lohnsteigerungen von zwei Prozent ab November 2017 und weitere 1,7 Prozent ab Dezember 2018 vereinbart (VersicherungsJournal 30.8.2017).

Für die bei Versicherern angestellten Außendienstler waren zuletzt Erhöhungen zwischen 1,5 Prozent und 2,0 Prozent ab Januar 2018, 1,2 bis 1,4 Prozent zum 1. November 2018 und durchschnittlich einem Prozent ab November 2019 ausgehandelt worden (VersicherungsJournal 30.11.2017).

Versicherungs-Unternehmen zahlen dem Innendienst mehr

Mit einem Einstiegsgehalt von 2.552 Euro in der einfachsten Lohngruppe liegen die Versicherer gut 800 Euro über den Vermittlern. Das Endgehalt in der höchsten Lohngruppe ist bei den Gesellschaften mit 4.983 Euro mehr als 1.000 Euro höher. Dazu kommen gegebenenfalls Zulagen in etwa doppeltem Umfang.

Bei Azubis beträgt die Differenz mehr als 200 Euro.

Am geringsten sind die Unterschiede beim Mindesteinkommen der angestellten Außendienstler. Hier liegen die Mindest- und Höchstsätze des BVK-Tarifvertrags sogar geringfügig über denen des AGV.

 
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