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Betrunken auf dem Elektroroller

28.1.2020 – Wer nach einem feuchtfröhlichen Abend sein Auto stehen lässt und stattdessen mit einem Elektroroller die Heimfahrt antritt, ist deswegen nicht vor dem Verlust seines Autoführerscheins gefeit. Das hat die Prüfgesellschaft Dekra herausgefunden.

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Die bevorstehende Faschingszeit war für den Dekra e.V. Anlass, sich mit dem Thema Elektroroller und Führerschein zu befassen. Denn aus Angst um ihre Fahrerlaubnis dürften manche Autofahrer nach dem Alkoholgenuss auf die Idee kommen, ihr Fahrzeug stehen zu lassen, um stattdessen ihren Elektroroller aus dem Kofferraum zu holen oder sich kurzfristig einen zweirädrigen Gefährt zu mieten.

Gleiche Grenzwerte

Dass jemand, der Alkohol getrunken hat, sein Auto stehen lässt, ist grundsätzlich natürlich eine weise Entscheidung. Stattdessen auf einen der kleinen Stadtflitzer umzusteigen, scheint jedoch weniger schlau zu sein. Denn nach Aussage des Dekra gelten für diese die gleichen Alkoholgrenzwerte, wie für andere motorisierte Fahrzeuge.

Wird man demnach betrunken auf einem E-Scooter erwischt, droht bei einem Blutalkoholgehalt zwischen 0,5 und 1,09 Promille die Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von bis zu 500 Euro. Zudem kann ein vierwöchiges Fahrverbot auch mit dem Auto beziehungsweise Motorrad verhängt werden.

Punkte in Flensburg

Es wird außerdem ein Eintrag in der Flensburger Verkehrssünderdatei von zwei Punkten fällig. Das gilt nach Aussage des Dekra-Experten Thomas Wagner auch nur, sofern der Fahrer keine Auffälligkeiten zeigt. Andernfalls könnten die Strafen drakonischer ausfallen.

Das Führen eines Elektrorollers mit 1,1 Promille im Blut und mehr gilt als Straftat. In diesem Fall werde der Auto-Führerschein für mindestens ein Jahr entzogen.

Je nach den Umständen des Einzelfalls drohe außerdem nicht nur eine Geld- sondern gegebenenfalls auch eine Freiheitsstrafe. Hinzu würden drei Punkte in Flensburg kommen. Würden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, würden diese Sanktionen sogar schon ab einer Blutalkohol-Konzentration von 0,3 Promille drohen.

Aufbauseminar oder MPU

Besonders hart könne es Fahranfänger in der Probezeit sowie Fahrer unter 21 Jahren treffen. Denn diese dürften gar keinen Alkohol trinken, wenn sie ihren Heimweg mit einem Elektroroller, einem Kraftfahrzeug oder einem Fahrrad antreten.

Verstöße würden mit mindesten 250 Euro Bußgeld und einem Punkt in der Verkehrssünderdatei geahndet. Außerdem würde sich die Probezeit von zwei auf vier Jahre verlängern.

Ertappten Sündern würde außerdem die Teilnahme an einem besonderen Aufbauseminar aufs Auge gedrückt. Die Kosten dafür müssten sie selbst bezahlen. Das gilt natürlich auch für eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU), die in der Regel nach einem Entzug der Fahrerlaubnis angeordnet wird.

Gefahr durch Restalkohol

„Niemand tut sich mit einer Alkoholfahrt einen Gefallen“, so der Dekra Experte Thomas Wagner. „Damit bring man sich und andere Verkehrsteilnehmer unnötig in Gefahr und riskiert Strafen bis hin zum Verlust der Fahrerlaubnis.“ Besser sei es, den Heimweg schon vorab zu planen und öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis zu nutzen.

Wer bis spät in die Nacht feiere, solle außerdem auf den Restalkohol am nächsten Morgen achten. Denn Alkohol werde pro Stunde in der Regel nur mit 0,1 bis 0,15 Promille abgebaut. Der Abbau könne weder mit starkem Kaffee noch mit anderen Mitteln beschleunigt werden.

 
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