Wo die meisten Versicherungsvermittler registriert sind

14.9.2017 – Zum Jahresende 2016 waren in den beiden bevölkerungsreichsten Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen auch die mit Abstand meisten Versicherungsvermittler registriert. Die größte Dichte gibt es in Bayern und Thüringen (ein Vermittler auf jeweils rund 300 Einwohner), die geringste in Bremen (ein Vermittler auf über 600 Einwohner). Dort ist damit statistisch gesehen die Einwohner- beziehungsweise Kundengruppe am größten.

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Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) veröffentlicht im Quartalsrhythmus Statistiken zu den registrierten Versicherungs- und Finanzanlagen-Vermittlern und -beratern sowie neuerdings auch zu den Vermittlern von Immobiliardarlehen.

Zum 1. Juli 2017 waren in den jeweiligen Registern 225.616 Versicherungsvermittler (VersicherungsJournal 6.7.2017), 37.554 Finanzanlagenvermittler, 157 Honorar-Finanzanlagenberater sowie 48.043 Immobiliardarlehens-Vermittler aufgeführt.

Während der DIHK zu den Finanzanlagen-Vermittlern, den Honorar-Finanzanlagenberatern und zu den Immobiliardarlehens-Vermittler auch auf die Bundesländer heruntergebrochene Detaildaten veröffentlicht (VersicherungsJournal 7.7.2017), gibt es im DIHK-Internetangebot keine entsprechende Aufschlüsselung für die Versicherungsvermittler.

Eine solche findet sich dafür im „Statistischen Taschenbuch der Versicherungswirtschaft 2017“, das der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) Anfang der Woche veröffentlicht hat (VersicherungsJournal 13.9.2017).

Bayern und NRW mit den meisten Versicherungs-Vermittlern

Zum 31. Dezember 2016 war dem Statistischen Taschenbuch zufolge klar über ein Drittel der seinerzeit rund 228.300 registrierten Versicherungsvermittler (VersicherungsJournal 9.1.2017) in den beiden bevölkerungsreichsten Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen (NRW) beheimatet.

Für beide Länder wird ein Wert von jeweils etwa 43.000 Vermittlern ausgewiesen. Dahinter folgt Baden-Württemberg mit gut 33.000 Versicherungs-Vermittlern vor Niedersachen mit knapp 19.000 und Hessen mit über etwas über 17.000 registrierten Vermittlern. Die niedrigsten Werte gibt es im Saarland mit gut 2.500 und in Bremen mit knapp über 1.000 Versicherungs-Vermittlern.

Bild: Wichert

In allen Ländern – im Jahr zuvor hatten Bremen und Hamburg noch Zuwächse zu verzeichnen (VersicherungsJournal 15.9.2016) – war die Vermittlerzahl (auf die Hunderterstelle gerundet) rückläufig. Am größten waren die relativen Rückgänge mit rund acht Prozent in Bremen und mit jeweils etwa fünf Prozent in Thüringen und Brandenburg.

Vermittlerdichte: Spitzenreiter Bayern und Thüringen, Schlusslicht Bremen

Setzt man die Vermittlerzahl in Relation zur Einwohnerzahl, so ist die Vermittlerdichte in Bayern, Thüringen und Sachsen am größten. Hier gibt es einen Versicherungsvermittler pro jeweils etwa 300 Einwohner. Hinsichtlich der Vermittlerdichte gilt: Je weniger Einwohner pro Vermittler, desto größer die Dichte.

Hessen liegt knapp unter dem Bundesschnitt von 360 Einwohnern pro Versicherungsvermittler, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland knapp darüber. Die niedrigsten Vermittlerdichten haben Bremen, Berlin und Hamburg zu verzeichnen. Umgekehrt bedeutet dies aber auch, dass es für einen Vermittler in den drei Stadtstaaten statistisch gesehen die größte Einwohner- und damit Kundengruppe gibt.

Lesebeispiel 1: In Bremen gibt es die niedirgste Vermittlerdichte, dort kommen auf einen Vermittler 610 Einwohner. Lesebeispiel 2: In Bayern und Thüringen gibt es die größte Vermittlerdichte, dort kommen auf einen Vermittler „nur“ 297 Einwohner. (Bild: Wichert)
Lesebeispiel 1: In Bremen gibt es die niedrigste Vermittlerdichte, dort kommen auf einen Vermittler 610 Einwohner.
Lesebeispiel 2: In Bayern und Thüringen gibt es die größte Vermittlerdichte, dort kommen auf einen Vermittler „nur“ 297 Einwohner. (Bild: Wichert)

Die Werte zur Vermittlerdichte sind nur als grobe Trendbeobachtung zu verstehen und sollten nicht überinterpretiert werden, da zum jetzigen Zeitpunkt beim Statistischen Bundesamt (Destatis) nur Einwohner-Daten auf Länderebene mit Stand 31. Dezember 2015 vorliegen.

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