So sind die Deutschen im Urlaub versichert

3.8.2017 – Die Deutschen machen am liebsten Badeurlaub. Das fand das Marktforschungsinstitut Yougov in einer Umfrage im Auftrag der Gothaer Versicherungen heraus. Um sich im Ernstfall gut versorgt zu wissen und um vor Behandlungskosten geschützt zu sein, haben 53 Prozent der Befragten eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen. Jeder vierte Umfrageteilnehmer musste im Ausland schon einmal einen Arzt aufsuchen oder benötigte ein Medikament.

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Das Markforschungsinstitut Yougov Deutschland GmbH befragte im Auftrag des Gothaer Konzerns repräsentativ 2.030 Personen in Deutschland ab 18 Jahren zu ihrem Urlaubsverhalten. Des Weiteren wollten die Marktforscher wissen, wie die Teilnehmer zu einer Auslandsreise-Krankenversicherung stehen. Die Umfrage wurde zwischen dem 11. und 13. Juli per Online-Fragebogen durchgeführt.

Badeurlaub ist beliebteste Urlaubsart

Die Deutschen machen am liebsten Badeurlaub. 49 Prozent der Befragten gaben diese Urlaubsart als ihre liebste an (Mehrfachantworten möglich). Kultur- und Städtetrips folgen mit 38 Prozent der Antworten auf dem zweiten Platz. Urlaub auf Balkonien – also zu Hause – machen 31 Prozent der Befragten am liebsten. Busrundreisen und Wintersporturlaub sind mit jeweils sechs Prozent am unbeliebtesten.

Sicherheit im Urlaub bezüglich Unfällen oder Erkrankungen ist 70 Prozent der Befragten wichtig oder sehr wichtig. Dass ihnen etwas passieren könnte, sorgt aber die wenigsten.

40 Prozent der Studienteilnehmer machen sich keine Sorgen darüber, im Urlaub zu erkranken oder zu verunfallen. 43 Prozent sind etwas besorgt. 14 Prozent hingegen machen sich große oder sogar sehr große Sorgen.

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Deutsche fühlen sich finanziell gut abgesichert

Von allen Befragten fühlen sich 40 Prozent sehr gut oder gut gegen die finanziellen Folgen einer Erkrankung oder eines Unfalls im Ausland abgesichert. 31 Prozent fühlen sich ausreichend, sieben Prozent schlecht und zwei Prozent sehr schlecht geschützt.

Von den befragten Umfrageteilnehmern gab über die Hälfte an, über eine Auslandsreise-Krankenversicherung zu verfügen (52 Prozent). 43 Prozent haben keine und sieben Prozent gaben entweder keine Antwort oder antworteten mit „weiß nicht“.

Die Hälfte musste bereits zum Arzt oder benötigte ein Medikament

55 Prozent der Umfrageteilnehmer ist im Auslandsurlaub noch nie etwas zugestoßen. Jeweils jeder Vierte musste bereits einen Arzt im Ausland aufsuchen oder benötigte ein Medikament (Mehrfachantworten möglich). Einer von 20 musste schon einmal stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden und zwei Prozent waren bereits auf einen Rücktransport angewiesen.

Hilfeleistung im Ausland (Bild: Gothaer)
Hilfeleistung im Ausland. Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Gothaer)

Ein Prozent der Befragten (22) gab andere gesundheitliche Vorfälle, die im Urlaub passiert sind, an. Darunter Thrombosen, Sonnenstiche, Platzwunden, Erkältungen, Magen-Darm-Erkrankungen und Windpocken.

Ein Teilnehmer gab an, dass er seinen Urlaub abbrechen musste, weil man ihn vor Ort nicht verstanden habe. Für diesen Fall kann sicherlich nicht einmal der geneigte Vermittler eine geeignete Versicherungslösung empfehlen. Womöglich gibt es für derartige Szenarien eine entsprechende App, die bei Kommunikationsproblemen helfen und übersetzen kann.

Gründe für den Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung

Das persönliche Sicherheitsbedürfnis war bei über zwei von drei Befragten (68 Prozent, Mehrfachnennung möglich) das Hauptmotiv für den Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung, heißt es in der Untersuchung. Die Angst vor hohen Kosten im Nachgang einer Erkrankung im Urlaub war für 50 Prozent der Teilnehmer ausschlaggebend für einen Abschluss.

Fünf Prozent machten bereits selbst negative Erfahrungen ohne Versicherungsschutz und schlossen deshalb eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab. Sechs Prozent entschieden sich aufgrund negativer Erfahrungen von Freunden und Verwandten für eine solche Deckung.

Motive (Bild: Gothaer)
Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Gothaer)

Vier Prozent der Befragten nannten andere Gründe für einen Abschluss. Die Mehrheit gab hier an, dass ein Auslandsreiseschutz in anderen Versicherungen wie der privaten Krankenversicherung enthalten sei. Wiederum andere nannten als Grund, dass sie über ihren Kreditkartenanbieter in solchen Fällen versichert sind.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Darlehen · Gesundheitsreform · Marktforschung · Reise-Krankenversicherung
 
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