Neue Sachtarife für Privatkunden

28.7.2017 – Die neue Allrisk-Deckung von Asspario versichert besonders teure Räder und die Basler teure Uhren. Die VKB hat einen neuen modularen Wohngebäudetarif. Die DEVK berät Besitzer von Dieselfahrzeugen zusammen mit der Deutschen Anwaltshotline per App.

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Mit ihrem „Beratungs-Rechtsschutz Dieselgate“ will die DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG denjenigen Autobesitzern eine Alternative bieten, die im Dieselskandal keinen Rechtsschutz in Anspruch nehmen können. Dieser Beratungs-Rechtsschutz unterstützt sie für einen Einmalbeitrag von 36 Euro mit Informationen und anwaltlicher Beratung am Telefon. Der Service gilt bis Ende 2019.

Viele Klagen

Jeder fünfte Autobesitzer fährt einen Diesel, so eine Umfrage der Yougov Deutschland GmbH, die die DEVK in Auftrag gegeben hat. Von den 400 befragten Dieselbesitzern vermuten 20 Prozent, dass ihr Auto vom Dieselskandal betroffen sein könnte, zwölf Prozent wissen es bereits. Ein Viertel der rechtsschutzversicherten Dieselfahrer würde diese im Zusammenhang mit dem Skandal in Anspruch nehmen.

Doch üblicherweise kommt die Rechtsschutz-Versicherung nur dann für Prozesskosten auf, wenn der Vertrag beim Autokauf schon bestand. Der Spezial-Rechtsschutz kann über eine DEVK-Rechtsschutz-App abgeschlossen werden.

Versicherte erhalten dann per E-Mail regelmäßig aktuelle Informationen, die für Dieselfahrer relevant sind. Für weitere Fragen gibt es eine telefonische Rechtsberatung. Eine Selbstbeteiligung gibt es nicht. Der Service wird zusammen mit der Deutschen Anwaltshotline AG organisiert.

Inklusive Inspektionskosten

In Kooperation mit der AVB Versicherungsmakler GmbH bietet der digitale Assekuradeur Asspario Versicherungsdienst AG eine Fahrrad-Allrisk-Versicherung mit einer maximalen Versicherungssumme pro Fahrrad oder E-Bike (inklusive Zubehör) von 10.000 Euro.

Moutainbike (Bild: Asspario)
 (Bild: Asspario)

Der Versicherungsschutz umfasst unter anderem Diebstahl, den Diebstahl von Akkus an Ladestationen, Brand/ Vandalismusschäden, selbstverschuldete Unfall-, Fall- und Sturzschäden, Reparaturkosten, Elektronikschäden durch Nässe an Steuerungsgeräten, Akku, Motor und Getriebe sowie den allgemeinen Verschleiß.

Zu den Leistungen gehört zudem die Übernahme der jährlichen Inspektionskosten von bis zu 100 Euro.

Prämien abhängig vom Versicherungswert

Fahrräder, die mit einem GPS-Ortungsmodul ausgestattet sind, werden günstiger versichert. Die Prämien sind abhängig vom Versicherungswert und starten bei 250 Euro (zuzüglich Versicherungssteuer) für Räder ab 3.000 Euro Neuwert.

Einen Test zu Spezialpolicen für Fahrräder mit und ohne elektrische Unterstützung hat kürzlich die Stiftung Warentest veröffentlicht (VersicherungsJournal 27.7.2017).

Baukastenprinzip

Die Kernbausteine des neuen Wohngebäude-Tarifs „Vario“ der Versicherungskammer Bayern schützen vor Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie weiteren Elementar- und Naturgefahren. Zudem sind Sondergefahren wie Graffitischäden oder Bruchschäden von Regenfallrohren enthalten. Auch grob fahrlässig herbeigeführte Schäden sind versichert.

Über Ergänzungsbausteine können Schäden auf dem Grundstück, der Photovoltaikanlage, bei alternativen Energieanlagen, Ableitungsrohren sowie der gewerbliche Mietausfall versichert werden. Die in den Kernbausteinen ausgewählten Gefahren werden automatisch auf die gewählten Ergänzungsbausteine übertragen.

Unterversicherung ausgeschlossen

Die gleitende Neuwertversicherung übernimmt die Gewähr für eine vollständige und gleichwertige Wiederherstellung der Immobilie. Dabei werden auch Mehrkosten berücksichtigt, die aufgrund von behördlicher Auflagen oder infolge eines Technologiefortschritts anfallen.

Eine Unterversicherung ist bei Preissteigerungen ausgeschlossen, da sich der Versicherungsschutz automatisch an die Entwicklung der Baukosten anpasst. „Vario“ leistet auf Grundlage des ortsüblichen Neubauwerts zum Zeitpunkt des Schadenfalls und schließt Architektenhonorare sowie sonstige Konstruktions- und Planungskosten mit ein.

Ist das zu versichernde Anwesen zum Zeitpunkt der Antragsstellung mindestens fünf Jahre schadenfrei, erhalten Kunden einen Schadenfreiheitsbonus von 20 Prozent. Es sind Selbstbehalte von 150 Euro bis 10.000 Euro flexibel wählbar.

Per Foto versichert

Die Basler Sachversicherungs-AG versichert Armbanduhren sämtlicher Hersteller sowie Smartwatches, die einen Wert zwischen 200 und 20.000 Euro haben, digital und per Fotoerkennung. Versicherte Risiken sind unvorhergesehene und plötzliche Beschädigung oder Zerstörung aller Art durch äußere Einwirkung sowie Diebstahlschäden.

Der Versicherungsschutz gilt weltweit. Für Versicherungssummen bis 2.000 Euro beträgt der Selbstbehalt 50 Euro, bei höheren Versicherungssummen sind es 200 Euro. Nicht versichert sind Verlust, der Transport durch Dritte, Schäden bei der Reinigung, Wiederinstandsetzung oder bei Erneuerungen durch Dritte sowie Schäden infolge von Abnutzung.

Realisiert wurde das Konzept gemeinsam mit dem Versicherungsmakler Kasko Germany UG und der Snapsure GmbH i.G. Die Bilderkennungslösung stammt vom Insurtech. Laut Versicherer haben die Kosten des Projekts für das Unternehmen 30.000 Franken (28.000 Euro) betragen. Bei Vorstellung des Produkts Anfang Juni seien bereits 15.000 Franken (14.000 Euro) an Prämieneinnahmen erzielt worden (VersicherungsJournal 8.6.2017).

Einfache Prozesse

Dank der Fotoerkennung oder alternativ der Eingabe weniger Daten zur Uhr soll der Prozess sehr schlank und so einfach wie möglich gehalten werden. Direkt nach Zahlung per Kreditkarte oder Pay-Pal erhält der Kunde seinen individuellen Versicherungsschein.

Die eingesetzte Software ist intelligent; das heißt, sie lernt und erkennt laufend mehr Uhrenmarken und -modelle. Zu Beginn werden die gängigsten Uhrenmodelle erkannt. Mit jedem Foto erweitert die Software zusätzlich ihre Datenbank.

Leserbriefe zum Artikel:

Wilfried Hartmann - Dieselskandal als neues Geschäftsmodell . mehr ...

 
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