Die wichtigsten Produktlinien im Leben-Neugeschäft

14.3.2017 – Im Lebensversicherungs-Neugeschäft (nach APE) kamen Lebensversicherungen mit rentenförmiger Auszahlung 2015 auf den mit Abstand größten Anteil. Dahinter folgen Kollektivversicherungen und Fondspolicen, wie aus Detaildaten des Vertriebswege-Surveys von Willis Towers Watson hervorgeht.

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Im Neugeschäft der deutschen Lebensversicherer nach eingelösten Versicherungsscheinen (Hauptversicherung) waren 2015 nach Daten des Map-Reports auf Zehnjahressicht erstmals Kollektivversicherungen die gewichtigste Produktlinie.

Knapp dahinter folgen Rentenversicherungen – beide Produktarten kommen auf einen Neugeschäftsanteil von über einem Viertel. Im engen Rennen um den dritten Platz setzten sich Risikoversicherungen (gut ein Fünftel) knapp gegen die Kategorie „Sonstige“ (fast ein Fünftel) durch (VersicherungsJournal 14.10.2016). In die letztgenannte Kategorie fallen hauptsächlich Fondspolicen.

Renten- vor Kollektivversicherungen

Eine andere Reihenfolge zeigt sich im Ranking nach APE-Neugeschäft, das auf ergänzenden Detaildaten des neusten Vertriebswege-Surveys Leben des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson aus dem vergangenen November (VersicherungsJournal 4.11.2016) basiert. Die Unterschiede sind zum Teil auch auf eine abweichende Kategorisierung zurückzuführen.

Dem Survey zufolge haben Lebensversicherungen mit rentenförmiger Auszahlung (Option oder Pflicht) die größte Bedeutung für den Vertrieb, ihr Anteil liegt bei über einem Drittel. Kollektivversicherungen, worunter vor allem die betriebliche Altersvorsorge fällt, liegen mit einem Anteil von gut einem Fünftel an zweiter Stelle.

Fondspolicen auf Rang drei

Auf über ein Sechstel Anteil kommen fondsgebundene Rentenversicherungen, was Position drei bedeutet. Rechnet man noch den Anteil der fondsgebundenen Lebensversicherungen von einem Fünfzigstel hinzu, so liegt der Anteil für Fondspolicen bei ziemlich genau einem Fünftel.

Bei dieser Betrachtungsweise schiebt sich diese Kategorie näher an die Kollektivversicherungen heran, es bleibt aber beim dritten Rang. An vierter bis achter Stelle folgen die Produktgruppen sonstige Lebensversicherungen, selbstständige Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherungen (SBU), Kapitallebens- sowie Risikoversicherungen. Die Anteile liegen zwischen einem Vierzehntel und einem Zwanzigstel.

Bild: Wichert

Laut dem Vertriebswege-Survey kommt aktuell über den Bankenvertrieb das meiste APE-Neugeschäft in die Bücher der Lebensversicherer. Dies gilt auch für die Bereiche Risikoversicherungen (VersicherungsJournal 17.1.2017) und Fondspolicen (VersicherungsJournal 27.2.2017).

Unterschiedliche Definitionen

Bei der Interpretation der vorgenannten Daten und dem Vergleich mit anderen Erhebungen wie etwa dem Map-Report beziehungsweise der jährlich aufgelegten Vertriebswegestatistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) (VersicherungsJournal 12.10.2016) muss beachtet werden, dass die Vertriebswege zum Teil unterschiedlich definiert werden.

Beispiel Bankenvertrieb: Bei Willis Towers Watson ist der Ort entscheidend – es werden also alle Abschlüsse in Bankfilialen berücksichtigt. Der GDV dagegen differenziert danach, wer den Kunden berät – Bankangestellter oder Versicherungsvermittler. In der Folge liegt der Gesamtanteil im Vertriebswege-Survey für den Vertriebsweg „Bank“ wesentlich höher als nach den GDV-Daten.

 
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