Das Insurlab nimmt Fahrt auf

7.12.2017 – Die Rechtsschutzversicherer Roland und Örag, der Volkswohl Bund, Willis Towers Watson, der Makler Zeitsprung und die Zurich sind die neusten Mitglieder des Insurlabs. Die Jahresmitgliedschaft kostet 30.000 Euro. Im neuen Jahr ziehen die ersten Insurtechs in den „Campus“ ein. Bis Ende Januar haben Start-ups die Möglichkeit, sich für ein Förderprogramm im Wert von 25.000 Euro zu bewerben.

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Der Insurlab Germany e.V. hat seit Anfang September (VersicherungsJournal 8.9.2017) einige neue Versicherer und branchennahe Unternehmen als Mitglieder gewonnen.

Torsten Oletzky (Bild: Ergo)
Torsten Oletzky (Bild: Ergo)

Seit September sind die Roland-Gruppe, die Örag Rechtsschutz-Versicherungs-AG, die Volkswohl Bund Versicherungen, das Beratungs-Unternehmen Willis Towers Watson GmbH, der Makler und Software-Dienstleister Zeitsprung GmbH & Co. KG sowie die Zurich Gruppe Deutschland zum Lab dazu gestoßen.

Die ersten Kontakte sind geknüpft

Rund einen Monat nach der offiziellen Eröffnung des „Labs“ Anfang Noember zieht Geschäftsführer Dr. Torsten Oletzky auf Nachfrage des VersicherungsJournals eine erste kleine Bilanz:

„In den ersten Wochen haben wir einige erfolgreiche Veranstaltungen durchgeführt, das ‚Insurtech Village‘ auf dem ‚Pirate Summit‘, unsere Insurtech-Konferenz auf der ‚Startupcon‘ und einen sogenannten Pitch-Day mit 15 erstklassigen Start-ups im Rahmen der [Konferenz] ‚Execinsurtech‘.

Durch diese Veranstaltungen haben wir viele interessante Start-ups kennengelernt und bereits erste Kontakte zwischen diesen und unseren Mitgliedsunternehmen hergestellt“, so der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Ergo Gruppe (VersicherungsJournal 27.4.2015).

Mehr als Kontaktbörse

Das Insurlab ist aber nicht nur eine Kontaktbörse für Unternehmen und Start-ups, sondern bietet letzteren die Möglichkeit, sich in den Kölner Hallen des Vereins Arbeitsplätze zu mieten. Dieser „Campus“ bietet Platz für bis zu 70 Personen, heißt es auf der Internetseite des Vereins.

„Die letzten Möbel für den Campus wurden in der vergangenen Woche geliefert, und mit der feierlichen Eröffnung des Insurlab Germany haben wir mit der Vermietung begonnen. Eine Reihe von Gesprächen mit Interessenten haben wir geführt, und im Januar werden die ersten Start-ups bei uns einziehen“, erzählt der 51-jährige Oletzky. Die Plätze können ab monatlich 150 Euro gemietet werden.

Die Eröffnungsveranstaltung des Insurlab Germany (Bild: Insurlab)
Die Eröffnungsveranstaltung des Insurlab Germany (Bild: Insurlab)

Beschleunigungsprogramm für Start-ups

Seit dem 27. November können sich zudem Start-ups um einen Platz im Accelerate-Programm (Beschleunigungs-Programm) bewerben. Die Gründer erhalten hier eine intensive Betreuung durch das Mentoren-Netzwerk der Initiative, Zugang zu Business Angels und Investoren, 3.000 Euro in bar sowie über sechs Monate kostenlose Arbeitsplätze auf dem Campus.

Aus allen Bewerbungen, die bis zum 20. Januar eingehen, erhalten die fünf aussichtsreichsten Insurtechs Zugang zum Programm in einem – Vereinsangaben zufolge – Wert von insgesamt 25.000 Euro. „Die erste Bewerbung ging keine 24 Stunden nach Öffnung des Bewerbungsportals ein“, sagt der Insurlab-Geschäftsführer.

In die Bewertung der Bewerbungen gehen zahlreiche Kriterien ein. Beispielsweise wird auf die Qualität des Konzepts, den Innovationsgrad, die Relevanz für das Geschäftsmodell Versicherung und die Qualifikation des Gründerteams geachtet, heißt es.

Unsere Vision ist eine innovative, agile, die Probleme ihrer Kunden mit modernen Technologien lösende Branche.

Torsten Oletzky, Geschäftsführer Insurlab Germany

30.000 Euro Jahresbeitrag für Unternehmen

Mittlerweile engagieren sich 39 Unternehmen in dem Verein. Um Mitglied zu werden, muss jeder Betrieb einen Mitgliedsbeitrag von 30.000 Euro pro Jahr aufwenden. „Sie erfahren dafür aus erster Hand, welche Ideen […] Gründer neu entwickeln und erhalten die Möglichkeit, mit den Start-ups in gemeinsamen Projekten Lösungen für das eigene Unternehmen zu entwickeln“, so Oletzky.

Der Verein hat zudem eine klare Vision von der Zukunft der Branche: „Unsere Vision ist eine innovative, agile, die Probleme ihrer Kunden mit modernen Technologien lösende Branche. Dazu wollen und werden wir unseren Beitrag leisten“, erörtert der Geschäftsführer, der diese Position nicht mehr allzu lange ausführen wird.

Bereits bei Oletzkys Bestellung zum Geschäftsführer war klar, dass er diese Aufgabe im kommenden Jahr an jemand anderen abtreten wird. Darüber, wer der Neue sein wird, schweigt er. „Die Vertragsgespräche mit dem neuen Geschäftsführer laufen aktuell. Er soll im Laufe des ersten Quartals an Bord kommen. Bis es soweit ist, werde ich die Initiative noch gerne so gut es geht unterstützen“, erklärt Oletzky.

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Geschäftsbericht · Gewerbeordnung · Insurtech · Möbel · Rechtsschutz
 
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