Fonds Finanz peilt weiteres Umsatzwachstum an

13.9.2017 – Die IDD-Umsetzung in nationales Recht und das Betriebsrenten-Stärkungsgesetz (BRSG) waren zwei der wichtigen Themen gestern auf der achten Fonds-Finanz-Hauptstadtmesse. Der Maklerpool sieht sich weiter auf Wachstumskurs, nachdem 2016 Umsätze über 126 Millionen Euro und ein Vorsteuergewinn über 3,5 Millionen generiert werden konnten. Für das laufende Jahr werden 130 Millionen Euro Umsatz angepeilt.

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Die Fonds Finanz Maklerservice GmbH, Deutschlands umsatzstärkster Maklerpool (VersicherungsJournal 11.8.2017), hatte gestern zur achten Hauptstadtmesse geladen. Wie jedes Jahr gab Geschäftsführer Tim Bröning einen Überblick über die geschäftliche Entwicklung des Maklerpools.

130 Millionen Euro Umsatz angepeilt

Fondsfinanz bleibe klarer Spitzenreiter, sagte Bröning. Die Umsätze seien im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 126 Millionen Euro ausgeweitet worden. In diesem Jahr dürfte die Umsatzmarke von 130 Millionen Euro überschritten werden.

Tim Bröning (Bild: Brüss)
Tim Bröning (Bild: Brüss)

Für den Fonds-Finanz-Geschäftsführer dient die Sparte Sachwerte zwar nur als Komplettierung des Angebots. Goldsparpläne sein hier allerdings ein Selbstläufer. Die Kernbereiche Leben und Kranken würden sich bislang stabil entwickeln und die Sachversicherung weiter gutes Wachstum zeigen.

Fonds Finanz beschäftigt bereits 337 Mitarbeiter. Auf die Frage, ob der Pool nicht wegen der Nähe zur Politik auch ein Hauptstadtbüro eröffnen sollte, ging Bröning nicht konkret ein, zeigte sich aber interessiert.

IDD-Umsetzung eines der Hauptthemen

In den über 70 Vortragsveranstaltungen war unter anderem auch die IDD-Umsetzung in nationales Recht (VersicherungsJournal 31.7.2017) Thema. So skizzierte Professor Dr. Hans-Peter Schwintowski von der Humboldt Universität zu Berlin, wie es quasi in letzter Minute gelingen konnte, das drohende Honorarannahmeverbot für Versicherungsmakler im Privatkundengeschäft doch noch zu Fall zu bringen.

Hans-Peter Schwintowski (Bild: Brüss)
Hans-Peter Schwintowski (Bild: Brüss)

Schwintowski, der sich selbst gutachterlich geäußert hatte (VersicherungsJournal 5.4.2017), verwies auf die zahlreichen Proteste der Vermittlerverbände oder auch der Fonds Finanz. Letztlich verabschiedete der Bundestag die Umsetzung der IDD in deutsches Recht nach letzten entscheidenden Änderungen in der Ausschussfassung (VersicherungsJournal 3.7.2017).

„Der Kern der Honorarberatung wird heute von den Maklern getragen“, sagte Schwintowski unter Hinweis auf die rund 45.000 registrierten Versicherungsmakler. Wenn das Gesetz wie ursprünglich geplant mit der strikten Trennung von Honorarberatung und provisionsbasierter Vermittlung im Privatkundengeschäft gekommen wäre, wären die Makler vom Markt genommen worden.

Nach den Änderungen in letzter Minute – auch die Doppelberatung wurde wieder gestrichen – könne er nur sagen: „Ich war begeistert“. Von daher ändere sich mit der IDD nicht viel, wobei noch keine Klarheit darüber bestehe, wie die neu geforderte Weiterbildung organisiert werden soll.

Quo vadis Betriebsrenten-Stärkungsgesetz?

In einem weiteren Vortrag ging es um das Betriebsrenten-Stärkungsgesetz (BRSG), das Anfang 2018 in Kraft tritt (VersicherungsJournal 7.7.2017). Die HDI Lebensversicherung AG und die Spendit AG erläuterten, wie ihr bereits bestehendes Modell zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) die „HDI bAV Plus Cashback“ (VersicherungsJournal 23.3.2017) auch in Zeiten des BRSG funktionieren kann.

Im Kern geht es dabei um eine Symbiose aus Altersvorsorge und dem Wunsch nach Konsum. Der Abschluss eines bAV-Vertrags mit einer Entgeltumwandlung von mindestens 100 Euro fördert der Arbeitgeber zugleich mit einer steuerfreien Sachzusage über monatlich 40 Euro, die auf eine Prepaid Kreditkarte eingezahlt werden. Die Funktionsweise diese Karte ist allerdings eingeschränkt: keine Überziehung und keine Barauszahlung.

Das BRSG steht heute Abend auch im Zentrum des 27. Versicherungs-Wissenschaftlichen Fachgesprächs, das Professor Schwintowski moderieren wird. Zugegen sind unter anderem Spitzenvertreter des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Diskutiert werden soll darüber, welche Chancen und Risiken sich mit dem BRSG für Versicherer, Vermittler und Arbeitnehmer verbinden und wer Treiber der neuen Regeln sein könnte.

 
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