Falsche Begründung für höhere Ablaufleistungen

25.1.2012 – Der Map-Report begründet den ermittelten Anstieg von Ablaufleistungen bei einigen Versicherern mit der steigenden Lebenserwartung und der sich dadurch ergebenden höheren Risikoüberschuss-Beteiligung. Für die angegebenen Leistungen nach zwölf Jahren ergeben sich für Abläufe in 2012 gegenüber Abläufen in 2011 Erhöhungen um bis zu 2,4 Prozent, aber auch Verminderungen um bis zu 4,2 Prozent.

WERBUNG

Wenn man unterstellt, dass sich die steigende Lebenserwartung bei allen Versicherern in etwa gleich auswirkt, sind derartige Abweichungen nicht nachvollziehbar.

Ferner ist davon auszugehen, dass die von den Versicherern bei Abschlüssen in 1999 beziehungsweise 2000 einkalkulierte Sterblichkeits-Wahrscheinlichkeit und die Risikoüberschuss-Anteilsätze in den einzelnen Kalenderjahren für beide Fälle identisch sind.

Unterschiede beim Risikoüberschuss könnten sich daher allenfalls jeweils im ersten oder letzten Jahr der Zuteilung von Risikoüberschüssen ergeben, da diese Zuteilungszeitpunkte kalenderjahrmäßig voneinander abweichen.

Aus meiner Sicht können daher die Risikoüberschüsse nicht ursächlich für höhere Ablaufleistungen in 2012 sein. Die Begründung des Map-Reports ist daher nicht zutreffend.

Wolfgang Schuster

woschu1@aol.com

zum Artikel: „Steigende Lebenserwartung stabilisiert Gewinne”.

Leserbriefe zum Leserbrief:

Peter Schramm - Prognosen und Todesfallrisiko hängen zusamman. mehr ...

WERBUNG
WERBUNG
Eine interessante Zielgruppe verstehen

Worauf müssen Versicherungsvermittler achten, wenn sie sich auf die Zielgruppe Apotheker spezialisieren wollen? Antworten finden Sie in der „Zielgruppenanalyse Apotheker“.

Mehr Informationen zur zweiten, neu bearbeiteten Auflage und zur Bestellung ...

WERBUNG
weitere Leserbriefe