14.1.2025 (€) – Zu Jahresbeginn 2024 wurden die Mhplus Betriebskrankenkasse und die BKK Textilgruppe Hof zur Mhplus Betriebskrankenkasse vereinigt. Damit ist die Zahl der Körperschaften von 95 auf 94 gesunken. 2009 waren es noch mehr als doppelt so viele, 1990 sogar noch mehr als zwölf Mal so viele.
Die Zahl der Krankenkassen hat sich zu Jahresbeginn 2025 von zuvor 95 auf 94 reduziert. Hintergrund ist die Vereinigung der Mhplus Betriebskrankenkasse mit der BKK Textilgruppe Hof zur Mhplus Betriebskrankenkasse. Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hatte diese zum 1. Januar 2025 genehmigt.
Ende 2023 hatte die BKK Textilgruppe Hof etwa 5.200 und die Mhplus rund 338.700 Mitglieder. Mit zusammengerechnet knapp 344.000 Mitgliedern gehört die „neue“ Mhplus Betriebskrankenkasse weiterhin zu den mittelgroßen Marktteilnehmern.
Auswirkungen auf den GKV-Zusatzbeitrag
Die Mhplus verlangt für 2025 einen Zusatzbeitrag von 2,56 Prozent in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Nach einer unterjährigen Erhöhung um 0,96 Prozentpunkte zum 1. Oktober (6.11.2024) hatte die Körperschaft den Aufschlag auf den Einheitsbeitrag zum Jahreswechsel nicht weiter angehoben (6.1.2025).
Für Mitglieder der ehemaligen BKK Textilgruppe Hof wird es hingegen billiger. Dort betrug der Zusatzbeitrag nach der Erhöhung zum 1. Juli 2024 um 1,5 Prozentpunkte zuletzt 2,8 Prozent (8.8.2024).
Krankenkassenzahl ging leicht zurück
Insgesamt ging die Krankenkassenzahl damit vergleichsweise leicht zurück, wie bereits in den beiden Jahren zuvor (15.1.2024, 16.1.2023) und 2019 (14.1.2019). Deutlich höher war die Zahl der Vereinigungen in der gesetzlichen Krankenversicherung nach Daten des BAS vor drei Jahren mit sechs Fusionen (10.1.2022) und 2014 mit acht Zusammenschlüssen. 2010 waren es sogar noch fast drei Dutzend Vereinigungen.
Seit 2009 hat sich die Zahl der Körperschaften mehr als halbiert. Zur Jahrtausendwende gab es nach Daten des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) noch über 400 Kassen, zehn Jahre zuvor sogar noch weit über eintausend.
Konzentrationsprozess auch in der PKV
Auch in der privaten Krankenversicherungs- (PKV-) Wirtschaft ist ein Konzentrationsprozess zu beobachten. Dieser fällt allerdings um einiges schwächer aus als in der GKV, wie die aktuelle Statistik der Erstversicherungsunternehmen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) (20.11.2024) zeigt.
So standen Ende 2023 – neuere Zahlen liegen noch nicht vor – genauso wie in den sieben Jahren zuvor 46 Krankenversicherungsunternehmen mit Geschäftstätigkeit unter Aufsicht der Bafin (16.11.2021).
Für das Jahr 2000 weist die Behörde noch 55 Gesellschaften aus. Seit der Jahrtausendwende gab es eine Verminderung um etwa ein Sechstel. In der GKV betrug das Minus über drei Viertel.






