24.3.2026 – Die Allianz erzielte 2024 im Segment Kollektivversicherung den höchsten Neuzugang nach Stückzahl, wie der Map-Report 941 zeigt. Die WWK steigerte das Neugeschäft am stärksten, während die Dialog am kräftigsten einbüßte. Die Bestandsrangliste führt die Allianz mit großem Vorsprung an, vor der R+V und der Ergo. Die Signal Iduna konnte ihren Bestand am deutlichsten ausbauen. Die Zurich Deutscher Herold hatte den stärksten Rückgang zu verzeichnen.
Im Geschäftsjahr 2024 sank das Neugeschäft der deutschen Lebensversicherer um 3,5 Prozent auf 4,27 Millionen eingelöste Versicherungsscheine in der Hauptversicherung.
Über ein Viertel des Neuzugangs (rund 1,14 Millionen Policen) entfiel auf das Segment Kollektivversicherungen (minus 6,2 Prozent), wozu zum Großteil Lösungen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) zählen. Dies zeigt der Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“.
Kollektivversicherungen: Allianz mit dem höchsten Neuzugang
Der Publikation zufolge schafften nur zwei Akteure einen sechsstelligen Neuzugang. Dies waren die Allianz Lebensversicherungs-AG (rund 280.800 eingelöste Versicherungsscheine) und die R+V Lebensversicherung AG (etwa 258.550).
15 weitere der 64 in diesem Geschäftsfeld aktiven Marktteilnehmer erzielten eine fünfstellige Zahl. Sieben von ihnen blieben über der Marke von 20.000. Mit 99.000 Stück an dritter Stelle rangiert die Credit Life AG, vor der Provinzial Lebensversicherung AG (rund 66.250) und der SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung AG (fast 59.750).
Fünf Lebensversicherer akquirierten mehr Policen als im Vorjahr
Zwischen 37.450 und 26.750 Versicherungsscheine lösten die Axa Lebensversicherung AG, die Gothaer Lebensversicherung AG, die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. und die Swiss Life Lebensversicherung SE ein.
Fünf der vorgenannten Akteure akquirierten – angeführt von der Provinzial (plus über ein Viertel) – mehr Policen als ein Jahr zuvor. Während die Swiss Life immerhin noch um drei Prozent zulegte, war die Allianz mit 0,2 Prozent minimal im Minus. Am stärksten büßte die Credit Life ein (minus über ein Fünftel).
37-mal Rückgang
Bei der Mehrheit blieb der Neuzugang 2024 hinter dem des Vorjahres zurück. Die größten Verluste hatten mit jeweils fast 70 Prozent die DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-AG (auf 1.257 eingelöste Scheine) sowie die Dialog Lebensversicherungs-AG (auf 11.245 Stück) hinzunehmen.
Um fast zwei Drittel (auf 1.141 Scheine) schrumpfte das Neugeschäft bei der LPV Lebensversicherung AG. Verminderungsraten von um ein Drittel waren bei der Mylife Lebensversicherung AG (auf 588 Stück) sowie der kürzlich in HDI Vorsorge Lebensversicherung AG umbenannten (5.1.2026) Targo Lebensversicherung (auf 1.094) zu beobachten.
Die größte Steigerung dagegen gelang der WWK Lebensversicherung a.G., die ihren Neuzugang auf 855 eingelöste Scheine fast verdoppeln konnte. Die Mitte des Berichtsjahres aus dem Run-off ins Neugeschäft zurückgekehrte (5.6.2024) BY die Bayerische Vorsorge Lebensversicherung a.G. steigerte den Neuzugang um über die Hälfte auf 675 Stück.
Um jeweils über 40 Prozent legten die LVM Lebensversicherungs-AG (auf 4.883 neue Policen) und die Huk-Coburg-Lebensversicherung AG (auf 2.689) zu.
Allianz führt Bestandsrangliste an
Beim Bestand, der branchenweit um 1,1 Prozent auf 15.143.762 Kontrakte sank, liegt die Allianz mit 3,55 Millionen Verträgen klar in Front. An zweiter Stelle befindet sich die R+V mit knapp 2,17 Millionen Policen vor der Ergo Lebensversicherung AG mit 1,42 Millionen.
An vierter Stelle findet sich die Proxalto Lebensversicherung AG mit rund 827.100 Stück wieder. Die Positionen fünf bis neun belegen mit Beständen zwischen fast 581.900 und 352.200 Verträgen die Alte Leipziger, die HDI Lebensversicherung AG, die Ager Lebensversicherung AG, die Provinzial und die Swiss Life.
Den Bestand ausbauen konnten von den vorgenannten Anbietern nur die Provinzial (plus 14,4 Prozent), die Allianz (plus 1,8 Prozent) sowie die Swiss Life, die Alte Leipziger (plus 1,6 Prozent) und die Generali (plus 0,8 Prozent). Die übrigen Marktgrößen verloren zwischen 0,8 Prozent (R+V) und 5,3 Prozent (Ager und Ergo).
Nicht einmal jeder dritte Akteur konnte den Bestand ausbauen
Nur 20 der aufgelisteten 67 Anbieter hatten Ende 2024 größere Bestände als ein Jahr zuvor. Dabei legte die noch junge (2.12.2021) Signal Iduna Lebensversicherung AG mit fast 43 Prozent (auf 28.770 Verträge) relativ am stärksten zu. Zweistellige Zuwachsraten schafften ansonsten nur noch die Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG (auf 100.938), die Provinzial und die Dialog (auf 71.200).
Um jeweils über ein Sechstel schrumpften die Bestände von Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG (auf 188.846) und Deutscher Lebensversicherungs-AG (DLVAG; auf 94.141). Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich standen auch für die Credit Life (auf 277.845) und die Mylife (auf 13.140) zu Buche.
Weitere Studiendetails und Bezugshinweis
Der Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 201 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen (21.10.2025) auch Übersichten zu insgesamt rund zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2024) von bis zu 75 Anbietern.
Dazu gehören neben dem Bestand an Hauptversicherungen (4.11.2025, 4.11.2024, 23.10.2025) unter anderem auch der Neuzugang insgesamt (3.2.2026, 3.2.2026) sowie in der Risikolebens- (4.3.2026), der Kapitallebens- (25.2.2026) und der Rentenversicherung (18.3.2026).
Die trifft genauso zu auf die Verwaltungskosten- (28.10.2025, 28.10.2025), die Abschlusskosten- (11.11.2025, 11.11.2025) sowie die Stornoquoten (18.11.2025, 18.11.2025). Das Heft ist als E-Paper ab 495 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.








