Gewinner und Verlierer beim Leben-Neugeschäft

3.2.2026 (€) – Bei der Dialog ging im vergangenen Jahr der Neuzugang nach Stückzahl am stärksten zurück (minus fast die Hälfte auf nur noch gut 29.200 neue Policen). Die Vertriebsleistung am stärksten ausbauen konnte die BY die Bayerische Vorsorge (plus über 1.400 Prozent auf fast 7.600 Neuverträge). Dies geht aus dem Map-Report 941 hervor.

Im Geschäftsjahr 2024 sank die Zahl der eingelösten Versicherungsscheine (Hauptversicherungen) nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) auf einen neuen historischen Tiefststand von unter 4,3 Millionen.

BY die Bayerische Vorsorge mit dem deutlichsten Zuwachs

32 Akteure akquirierten entgegen dem Branchentrend mehr neue Policen als ein Jahr zuvor, wie der Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“ zeigt.

Dabei ragte insbesondere die erst Mitte des vergangenen Jahres aus dem Run-off ins Neugeschäft zurückgekehrte BY die Bayerische Vorsorge Lebensversicherung a.G. (5.6.2024) heraus, die ihr Neugeschäft mehr als verfünfzehnfachte (auf fast 7.600 Stück).

Sechs Siebtel des Neuzugangs entfielen auf das Segment „Rentenversicherung“. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine Berufsunfähigkeitspolice und ein Kapitalisierungsprodukt im Angebot. Der Großteil des Neuzugangs entfiel auf Letzteres.

Auch VPV wuchs in der Lebensversicherung stark

Um fast ein Drittel legte die VPV Lebensversicherungs-AG zu (auf annähernd 21.000 Scheine), was vor allem auf das Anfang 2024 neu eingeführte „VPV Parkdepot“ zurückzuführen war.

Zuwachsraten zwischen einem knappen Viertel und einem guten Fünftel schafften die Dortmunder Lebensversicherung AG (auf 8.530 neue Verträge), die Neue Leben Lebensversicherung AG (auf über 69.500) und die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. (auf fast 77.200).

Um 18,7 bis 14,5 Prozent steigerten sich die Provinzial Lebensversicherung Hannover (auf gut 30.500 neue Scheine), die Mecklenburgische Lebensversicherungs-AG (auf über 10.800), die Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung AG (SV Sachsen) (auf knapp 33.700) und die Huk-Coburg-Lebensversicherung AG (auf fast 38.600).

Lebensversicherung Neugeschäftsgewinner 2024 (Bild: Wichert)

Dialog mit dem stärksten Rückgang beim Neugeschäft

Die größten Verluste hatte die Dialog Lebensversicherungs-AG hinzunehmen. Bei ihr blieb der Neuzugang mit unter 29.243 Stück um fast die Hälfte hinter dem aus 2023 zurück. Einbußen von etwas über beziehungsweise unter 30 Prozent standen für die BL die Bayerische Lebensversicherung AG (auf unter 19.500 Stück) und die Universa Lebensversicherung a.G. (auf 7.820) zu Buche.

Verminderungsraten zwischen fast einem Viertel und einem knappen Fünftel hatten die Swiss Life Lebensversicherung SE (auf 59.000 Neupolicen), die Credit Life AG (auf unter 138.750) und die LVP Lebensversicherung AG (auf unter 83.450) zu verzeichnen.

Um jeweils ein gutes Sechstel reduzierte sich der Neuzugang bei der Targo Lebensversicherung (auf unter 297.000), die kürzlich in HDI Vorsorge Lebensversicherung AG umbenannt wurde (5.1.2026), sowie bei der Delta Direkt Lebensversicherung AG (auf unter 1.650 Stück).

Lebensversicherung Neugeschäftsverlierer 2024 (Bild: Wichert)

Die Credit Life verlor am stärksten unter den Neugeschäftsschwergewichten mit sechsstelligem Neuzugang. Am deutlichsten steigerte sich die SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung AG. Auch Marktführer Allianz Lebensversicherungs-AG wuchs, wenn auch nur um 0,3 Prozent (3.2.2026).

Map-Report: Bezugsmöglichkeit

Der Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 201 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen (21.10.2025) auch Übersichten zu insgesamt rund zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2024) von bis zu 75 Anbietern.

Dazu gehören neben dem Bestand an Hauptversicherungen (4.11.2025, 4.11.2024, 23.10.2025) unter anderem auch Storno- (14.1.2026, 14.1.2026), die Verwaltungskosten- (28.10.2025, 28.10.2025) sowie die Abschlusskostenquoten (11.11.2025, 11.11.2025).

Das Heft ist als E-Paper ab 495 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.

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