Dies sind die privaten Krankenversicherer mit den meisten Versicherten im Notlagentarif

5.10.2026 – Die DKV hat laut der Analyse „Die PKV im Jahre 2025“ der Zeitschrift für Versicherungswesen die meisten Versicherten im Notlagentarif. In Relation zur Vollversichertenzahl kommt die Debeka auf die niedrigste und die Mecklenburgische auf die höchste Quote. Da sieben Akteure keine Zahlen meldeten, ist das Bild in der ZfV-Analyse „unvollständig“.

Ende 2024 betrug die Zahl der Versicherten im Notlagentarif (§ 153 VAG) nach Angaben des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) etwa 94.700. Das entspricht einer Zunahme um etwa 5.600 Personen beziehungsweise 6,3 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor (VersicherungsJournal 11.6.2026).

Seinerzeit war es um 2.000 Versicherte (plus 2,3 Prozent) nach oben gegangen (10.6.2025). In den beiden Jahren davor hatte die Kurve nach zuvor vier Rückgängen aufwärts gezeigt (19.6.2024, 16.6.2023). Der Tiefststand wurde 2021 erreicht (3.3.2022). In der Spitze waren es 114.400 (2014). Der Anteil an den rund 8,79 Millionen Vollversicherten liegt bei etwas über einem Prozent.

Neun Zahlenverweigerer unter den PKV-Anbietern

Dr. Marc Surminski, Chefredakteur der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV), hatte in Heft 19/2021 der Zeitschrift ausgeführt, dass viele Kritiker der Branche die Sozialtarife als Achillesferse der privaten Krankenversicherung (PKV) sähen. „Hier, so die Vorwürfe, manifestiere sich das Grundproblem der privaten Anbieter, bezahlbaren Versicherungsschutz für alle ihre Kunden anbieten zu können“, so Surminski (18.10.2021).

In der Analyse „Die PKV im Jahre 2021“ in der Ausgabe 19/2022 hatte er bemängelt, dass acht Akteure für die Untersuchung keine Zahlen geliefert hätten. Darunter seien auch einige in den letzten Jahren besonders neugeschäftsstarke Versicherer gewesen (8.11.2022). Auch in der Analyse „Die PKV im Jahre 2025“ in der aktuellen Ausgabe 10/2026 gab es wieder mehrere Datenverweigerer. Hierzu gehören

Unvollständiges Bild

Angesichts der „Zahlenverweigerer“ ergibt sich nur ein unvollständiges Bild. Die 23 im Vollversicherungsgeschäft aktiven Akteure, die ihre Zahlen offengelegt haben, kommen zusammengerechnet auf nur etwa 55.400 Notlagentarif-Versicherte.

Das sind nur 58,5 Prozent der insgesamt in diesem Sozialtarif versicherten Personen. Die verbleibenden etwa 39.300 Personen verteilen sich in nicht bekannter Aufteilung auf die sieben vorgenannten Anbieter, die keine Zahlen geliefert haben.

DKV hat die meisten Notlagentarif-Versicherten

Der ZfV-Analyse zufolge verteilen sich die Betroffenen allerdings sehr ungleichmäßig auf die einzelnen privaten Krankenversicherungsgesellschaften. Die meisten Notlagentarif-Versicherten hat zum wiederholten Male (2.10.2025, 7.10.2024, 13.3.2019) die DKV Deutsche Krankenversicherung AG mit aktuell fast 9.700 Personen.

Dahinter folgt mit 7.400 Versicherten die Signal Iduna Krankenversicherung a.G. vor der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG und dem Debeka Krankenversicherungsverein a.G. mit jeweils um die 7.000 Personen sowie der Generali Deutschland Krankenversicherung AG mit knapp 6.000. Etwa 2.900 Versicherte stark ist diese Gruppe bei der Barmenia Krankenversicherung AG.

Zwischen etwa 2.250 und fast 2.000 Personen sind es bei der Halleschen Krankenversicherung a.G., bei der Huk-Coburg-Krankenversicherung AG und der Gothaer Krankenversicherung AG.

Im vierstelligen Bereich liegen ansonsten nur noch die Universa Krankenversicherung a.G., die Inter Krankenversicherung AG, die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK), die R+V Krankenversicherung AG sowie die Nürnberger Krankenversicherung AG.

PKV-Versicherte im Notlagentarif - Rangliste (Bild: Wichert)

Nur zwei private Krankenversicherer mit positiver Entwicklung

Nur zwei Anbieter, die ihre Zahlen gegenüber der Zeitschrift offengelegt haben, meldeten einen Rückgang an Notlagentarif-Versicherten. Dies waren die Münchener Verein Krankenversicherung AG (minus zwölf auf 867 Personen) und die Gothaer (minus vier Versicherte).

Die größte Steigerung wird mit 704 Notlagentarif-Versicherten für die Debeka ausgewiesen. Jeweils um die 400 Betroffene betrug das Plus auch bei der Signal Iduna, der Generali und der Allianz. Erhöhungen im dreistelligen Bereich hatten ferner die Barmenia und die DKV zu verzeichnen.

PKV-Versicherte im Notlagentarif - größte Veränderungen (Bild: Wichert)

Debeka hat die niedrigste, Mecklenburgische die höchste Quote

Setzt man die Anzahl der in diesem Tarif Versicherten in Relation zur Vollversichertenzahl, zeigt sich eine gänzlich andere Reihenfolge. Hier liegt die Debeka mit 2,7 Notlagentarif-Versicherten pro 1.000 Vollversicherten in Führung (6.935 Betroffene bei 2,55 Millionen Vollversicherten).

Vergleichsweise niedrige Quoten zwischen drei und fünf drei errechnen sich auch für die Alte Oldenburger (167 zu 55.003) sowie für die Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG (143 zu 32.158).

PKV-Versicherte im Notlagentarif - Quoten (Bild: Wichert)

Der höchste Wert steht für die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG zu Buche mit fast 50 Notlagentarif-Versicherten pro 1.000 Vollversicherten (169 zu 3.331). Vergleichsweise hohe Quoten zwischen 30 und 20 hatte ferner die Württembergische (679 zu 22.686), die Nürnberger (1.064 zu 37.632) und die Generali (5.976 zu 284.984) zu verzeichnen.

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