Zahl der Krankenkassen geht weiter zurück

15.1.2024 (€) – Zu Jahresbeginn 2024 wurden die BKK Melitta HMR und die BKK BPW Bergische Achsen KG zur BKK Melitta HMR vereinigt. Damit ist die Zahl der Körperschaften im Jahresverlauf von 96 auf 95 gesunken. 2009 waren es noch mehr als doppelt so viele, 1990 sogar noch mehr als zwölf Mal so viele.

Die Zahl der Krankenkassen hat sich zu Jahresbeginn 2024 von zuvor 96 auf 95 reduziert. Hintergrund ist die Vereinigung der BKK Melitta HMR mit der BKK BPW Bergische Achsen KG zur BKK Melitta HMR. Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hatte diese zum 1. Januar 2023 genehmigt.

Ende 2022 hatte die BKK BPW rund 4.600 Mitglieder und die BKK Melitta HMR fast 60.000. Mit zusammengerechnet knapp 65.000 Mitgliedern gehört die „neue“ BKK Melitta HMR weiterhin zu den mittelgroßen Marktteilnehmern.

Auswirkungen auf den Zusatzbeitrag

Die BKK Melitta HMR verlangt für 2024 einen Zusatzbeitrag von 1,6 Prozent (VersicherungsJournal 9.1.2024). Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor.

Für Mitglieder der ehemaligen BKK Bergische Achsen wird es hingegen billiger. Die Körperschaft hatte im Vorjahr einen um 0,2 Punkte erhöhten Zusatzbeitrag von 1,8 Prozent erhoben (10.1.2023).

Fusionstempo hat sich deutlich verlangsamt

Insgesamt ging die Krankenkassenzahl damit so leicht zurück wie zuletzt ein und fünf Jahre zuvor (14.1.2019). Deutlich höher war die Zahl der Vereinigungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nach Daten des BAS vor zwei Jahren mit sechs Fusionen (10.1.2022) und 2014 mit acht Zusammenschlüssen. 2010 waren es sogar noch fast drei Dutzend Vereinigungen.

Entwicklung Krankenkassen (Bild: Wichert)

Seit 2009 hat sich die Zahl der Körperschaften mehr als halbiert. Zur Jahrtausendwende gab es nach Daten des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) noch über 400 Kassen, zehn Jahre zuvor sogar noch weit über eintausend.

Konzentrationsprozess auch in der PKV

Auch in der privaten Krankenversicherungs- (PKV-) Wirtschaft ist ein Konzentrationsprozess zu beobachten. Dieser fällt allerdings um einiges schwächer aus als in der GKV, wie die aktuelle Statistik der Erstversicherungs-Unternehmen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) (15.12.2023) zeigt.

Entwicklung PKV (Bild: Wichert)

So standen Ende 2022 – neuere Zahlen liegen noch nicht vor – genauso wie in den sechs Jahren zuvor 46 Krankenversicherungs-Unternehmen mit Geschäftstätigkeit unter Aufsicht der Bafin (16.11.2021). Für das Jahr 2000 weist die Behörde noch 55 Gesellschaften aus. Seit der Jahrtausendwende gab es eine Verminderung um etwa ein Sechstel. In der GKV betrug das Minus über drei Viertel.

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