Dies sind die Kfz-Versicherer mit den höchsten und niedrigsten Schadenquoten

9.7.2026 – In der Kraftfahrtversicherung kamen auf Sechsjahressicht nur die Volkswagen Autoversicherung und die Baloise auf Schadenquoten von unter 75 Prozent. Über 95 Prozent lag nur die WGV-Versicherung. Dies zeigt der „Branchenmonitor: Kraftfahrtversicherung 2025“ von V.E.R.S. Leipzig.

Die 50 nach Prämienvolumen größten Autoversicherer hatten im Schnitt der Jahre 2019 bis 2024 zwischen weniger als drei Viertel und über neun Zehntel ihres Umsatzes für Schadenaufwendungen zu bezahlen.

Das zeigt der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“. Die Studie wird jährlich von der V.E.R.S. Leipzig GmbH durchgeführt. Sie enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Marktakteure in der Sparte, die auf rund 90 Prozent Marktanteil kommen.

WGV mit der auf Sechsjahressicht höchsten Schadenquote

Die höchste Schadenquote (Schadenaufwendungen (brutto direkt) in Prozent der verdienten Bruttoprämien (direkt)) wird mit über 96 Prozent für die WGV-Versicherung AG ausgewiesen.

Auf gut 94 Prozent kam die Huk24 AG, auf knapp 93 Prozent die Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG und auf jeweils um die 92 Prozent die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG und die BGV-Versicherung AG.

Über der Marke von 90 Prozent lagen ansonsten nur noch die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg sowie der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G.

Kfz-Versicherung höchste Schadenquoten 2019 bis 2024 (Bild: Wichert)

Dass Huk24 und Huk-Coburg VVaG es auf Sechsjahressicht versicherungstechnisch insgesamt dennoch so gerade eben noch in die Gewinnzone schafften (8.6.2026), verdanken sie den im Marktvergleich sehr niedrigen Betriebskostenquoten. Die Huk24 führt die Rangliste mit fünf Prozent an vor ihrer Schwestergesellschaft mit knapp neun Prozent (23.3.2026).

Nur Huk24, Nürnberger und WGV zweimal in den roten Zahlen

Nur die DEVK Allgemeine schrieb in keinem der betrachteten Jahre rote Zahlen. Jeweils einmal – und zwar 2023 – in der Verlustzone landeten BGV, DEVK VVaG und Huk-Coburg VVaG. Zusätzlich auch noch im darauffolgenden Jahr gaben Huk24, Nürnberger und WGV nur für Schäden mehr aus als sie einnahmen.

Kfz-Versicherung Schadenquoten Huk24, Nürnberg und WGV (Bild: Wichert)

Letztere kam 2023 auf die höchste Quote, die Nürnberger ein Jahr darauf. Das Unternehmen war zuvor in der Kompositversicherung tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte ein umfangreiches Sanierungsprogramm gestartet (8.4.2025, 11.2.2025). Inzwischen hat die Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG) die Aktienmehrheit übernommen (17.10.2025, 19.5.2026).

Die Schadenaufwendungen erhöhten sich zwar nur um 0,1 Prozent auf 145,7 Millionen Euro. Gleichzeitig schrumpfte neben dem Bestand (minus fast zehn Prozent auf 332.800 Verträge) aber auch der Umsatz (minus 6,5 Prozent auf 128,4 Millionen Euro). Dadurch stieg die Schadenquote auf den Branchenhöchstwert an (8.12.2025).

Niedrigste Schadenquoten in der Kfz-Versicherung unter 80 Prozent

Auf die niedrigste Schadenquote im Schnitt der Jahre 2019 bis 2024 kam die Volkswagen Autoversicherung AG (72,3 Prozent). 73,2 Prozent waren es bei der Baloise Sachversicherung AG Deutschland, 75,3 Prozent bei der Provinzial Nord Brandkasse AG.

Bei jeweils über 76 Prozent lagen die Axa Versicherung AG, die Oldenburgische Landesbrandkasse und die ADAC Autoversicherung AG. Unter 80 Prozent schaffte es ansonsten nur noch die Mannheimer Versicherung AG.

Kfz-Versicherung höchste Schadenquoten 2019 bis 2024 (Bild: Wichert)

Den absolut niedrigsten Wert wies die HDI Versicherung AG 2020 mit 57,6 Prozent aus. Unter 60 Prozent blieb seinerzeit nur noch die VW Autoversicherung, die 2021 mit 62,9 Prozent und 2022 mit 69,4 Prozent jeweils den Jahrestiefstwert erzielte. 2019 schaffte dies die Oldenburgische Landesbrand (66,2 Prozent), 2023 die Baloise (78,9 Prozent) und 2024 die Provinzial (71,4 Prozent).

Der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 200-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 1.487,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.

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