5.2.2021 (€) – Die Hallesche erzielt im Maklermarkt den größten Geschäftsanteil in der Krankenvollversicherung. Knapp dahinter folgen dicht beieinander die Barmenia und die Hansemerkur. Letztere verlor den Spitzenplatz, die beiden anderen Akteure schoben sich jeweils einen Rang nach oben. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2021“.
Auch in diesem Jahr haben die BBG Betriebsberatungs GmbH und die IVV Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH wieder eine Untersuchung zur Bedeutung der Produktgeber in der privaten Krankenvollversicherung im unabhängigen Vermittlermarkt durchgeführt.
Grundlagen und Methodik der Asscompact-Studie
Grundlage der Asscompact-„Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2021“ ist eine zwischen Mitte November und Anfang Dezember unter Versicherungsmaklern und Mehrfachvertretern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 285 Personen angegeben.
Gut 88 Prozent der Befragten waren männlich, knapp zwölf Prozent weiblich. Sie haben 26,2 Jahre Berufserfahrungen bei einem Durchschnittsalter von 57 Jahren und wollen im Schnitt mit etwa 69 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.
Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler unter anderem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.
Abschließend wird den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhält und die weiteren Anbieter anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft werden.
Die Vollversicherungs-Anbieter mit den größten Geschäftsanteilen
In der Krankenvollversicherung konnte die Hansemerkur Krankenversicherung AG die Spitzenposition aus den Vorjahren (VersicherungsJournal 7.2.2020, 5.2.2019, 5.2.2018) nicht verteidigen. Die Hamburger fielen auf den dritten Rang zurück.
An erster Stelle liegt nun, wie die drei Jahr davor (7.2.2017, 3.2.2016, 11.8.2015), die Hallesche Krankenversicherung a.G. Bereits im Vorjahr hatte das Unternehmen den Rückstand von zwölf Punkten auf nur noch etwa fünf Punkte mehr als halbiert. Aktuell hat der Anbieter über drei Punkte Vorsprung auf die Hansemerkur.
Letztere musste auch die Barmenia Krankenversicherung AG an sich vorbeiziehen lassen. Diese verbesserte sich um 20 Punkte und liegt nun mit 0,6 Punkten Vorsprung auf die Hamburger an zweiter Stelle.
Die Signal Iduna Krankenversicherung a.G. verteidigte den vierten Rang. Dabei gewann sie etwa acht Punkte hinzu und verkürzte den Rückstand auf die Spitze auf rund 18 Punkte.
Auf- und Absteiger der privaten Krankenversicherer
Von sieben auf fünf aufwärts ging es für die DBV Deutsche Beamtenversicherung Krankenversicherung, Zweigniederlassung der Axa Krankenversicherung AG, die den relativen Geschäftsanteil um über 25 Punkte ausbaute.
Dadurch fielen die Allianz Private Krankenversicherungs-AG und die Continentale Krankenversicherung a.G. jeweils um einen Rang auf die Plätze sechs beziehungsweise sieben zurück. Dabei büßte die Allianz über acht Punkte ein. Sie liegt nur noch um 0,1 Punkte vor der Continentalen, die nur leicht verlor.
Dahinter folgen die Axa Krankenversicherung AG (von elf auch acht) und die Arag Krankenversicherungs-AG (von zehn auf neun). Von neun auf zehn abwärts ging es für die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG. Hauchdünn dahinter folgt die Universa Krankenversicherung a.G., die im Vorjahr noch an achter Stelle rangiert hatte. Die vier vorgenannten Akteure liegen weniger als vier Punkte auseinander.
Konkrete Gründe für die zum Teil deutlichen Veränderungen werden im Rahmen der Untersuchung nicht erhoben.
Weitere Studiendetails
Die 406-seitige „Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2021“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und der Vermittlerzufriedenheit in der Vollversicherung auch eine Analyse der Top-Anbieter. Untersucht wurden zudem die Krankenzusatz- und die Pflegezusatz-Versicherung.
Der Berichtsband kann für 2.677,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sophia Tannreuther per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575823 bestellt werden.





