Neuer Spitzenreiter in der Produkthitparade im Maklervertrieb

6.3.2024 (€) – Im Schlussquartal 2023 lief bei unabhängigen Vermittlern der Absatz von Kraftfahrt-Versicherungen am besten. Dahinter folgen die Geschäftsfelder Privathaftpflicht und Hausrat. Schlusslicht sind klassische Lebens- und Rentenversicherungen hinter der Riester-Vorsorge und Gruppenunfallversicherungen. Zu den großen Verlierern gehören die D&O-Versicherung und Betriebs-/ Berufshaftpflichtversicherungen. Deutlich nach oben ging es unter anderem für die Segmente Vermögensverwaltung und Beteiligungen. Dies zeigen die Asscompact Trends I/2024.

Welche Policen in der Absatzhitparade der Makler für das vierte Quartal 2023 vorne und welche hinten lagen, zeigen die Asscompact Trends I/2024 der BBG Betriebsberatungs GmbH.

460 unabhängige Vermittler gaben Auskunft

Die im Quartalsrhythmus durchgeführte Studienreihe beruht auf einer Onlinebefragung zu Vertriebsthemen von jeweils mehreren hundert unabhängigen Vermittlern. Die Nettostichprobengröße der aktuellen Auflage wird mit 460 Versicherungsmaklern und Mehrfachvertretern angegeben.

Gut 88 Prozent der Befragten sind männlich und etwa zwölf Prozent weiblich. Sie haben im Schnitt 28,1 Jahre Branchenerfahrung bei einem Durchschnittsalter von 56,8 Jahren. Im Schnitt wollen sie mit 67,8 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Mehr als jeder Dritte plant sogar, nicht vor Vollendung des 70. Lebensjahres aufzuhören.

Durchgeführt wurde die Befragung im Januar 2024. Unter anderem sollten die Teilnehmer den Absatz in der zurückliegenden Dreimonatsperiode in etwa 40 Produktlinien bewerten sowie die jeweils favorisierten Anbieter benennen.

Kfz-Versicherung erobert Spitzenposition

Den Spitzenplatz belegt die Kraftfahrzeug-Sparte, für die es um drei Positionen nach oben ging. Hier lief es für fast drei von vier Interviewten zuletzt „(sehr) gut“. In der Dreimonatsperiode zuvor lag der Wert bei rund 60 Prozent (VersicherungsJournal 8.12.2023). Auf der anderen Seite votierte nur rund jeder 25. (20.) Vermittler mit „(sehr) schlecht“.

Für ein Schlussquartal, in das der Wechselstichtag fällt, ist das gute Abschneiden nicht wirklich überraschend. Das gleiche Bild war auch in sechs der sieben Vorjahre zu beobachten (8.3.2023, 5.3.2021, 9.3.2020, 21.3.2019, 2.3.2018, 10.3.2017). Lediglich zu Beginn des Vorvorjahres hatte es das Geschäftsfeld „Investmentfonds“ ganz nach vorn geschafft (11.3.2022).

An zweiter und dritter Stelle und damit jeweils einen Platz schlechter als im Vorquartal liegen die Privathaftpflicht- und die Hausratversicherung mit Anteilen an positiven Beurteilungen von knapp über beziehungsweise unter zwei Dritteln.

Vermögensverwaltung und Beteiligungen im Aufwärtstrend

Platz vier (Vorquartal: fünf) belegt das Geschäftsfeld Investmentfonds vor der Wohngebäudeversicherung (von drei auf fünf). Für beide Gattungen werden Werte von knapp über 60 Prozent ausgewiesen. Dahinter folgt die Vermögensverwaltung, die von 18 auf sechs nach oben kletterte und die Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung auf Platz sieben verdrängte.

Auf den folgenden Positionen sind die private Krankenzusatzversicherung (von sieben auf acht), die Rechtsschutzversicherung für Privatkunden (von elf auf neun) und das Segment Beteiligungen (von 22 auf zehn) platziert. Die fünf letztgenannten Gattungen kommen auf Werte zwischen 58 und 50 Prozent.

Im Aufwärtstrend (Bild: Wichert)

Rote Laterne für die LV-Klassik

Am anderen Ende der Rangliste finden sich viele „der üblichen Verdächtigen“ wieder. Schlusslicht ist und bleibt die klassische Lebens- und Rentenversicherung. Zuletzt bezeichnete nur gut jeder sechste Umfrageteilnehmer den Absatz als „(sehr) gut“. Dem stand ein Anteil von mehr als der Hälfte an „(sehr) schlechten“ Beurteilungen gegenüber.

Auf einen ähnlich hohen Anteil an negativen Beurteilungen von über 50 Prozent kam ansonsten nur die Riester-Vorsorge. Sie liegt weiterhin auf dem vorletzten Rang.

Vergleichsweise schlecht laufende Segmente

An unverändert drittletzter Stelle findet sich die Gruppenunfall-Versicherung wieder. Beide Produktgruppen liefen bei rund jedem fünften Interviewten „(sehr) gut“. Der Anteil der negativen Bewertungen fiel bei Gruppenunfall mit einem guten Anteil deutlich niedriger aus als bei Riester.

Mit jeweils rund 22,5 Prozent positiven Beurteilungen kamen die Vertrauensschaden-, die private Pflegezusatz- und die private Krankenvollversicherung ebenfalls vergleichsweise schlecht weg. „(Sehr) schlecht“ lief es in den drei vorgenannten Segmenten bei zwischen 42,1 Prozent (Vertrauensschaden) und 38,4 Prozent (Pflegezusatz).

Ladenhüter (Bild: Wichert)

Auf- und Absteiger

Im Vergleich zur vorigen Studienauflage gab es deutlich weniger große Rangveränderungen. Mit elf (Vorquartal: 18) Gattungen schnitten längst nicht mehr so viele Testkandidaten um mindestens fünf Positionen besser oder schlechter ab.

Besonders kräftig nach oben ging es neben den Geschäftsfeldern Vermögensverwaltung und Beteiligungen auch für Fondspolicen (20 auf 13) und die Kfz-Flottenversicherung (von 21 auf 15).

Zu den größten Absteigern gehören neben der D&O-Versicherung (von zwölf auf 28) auch die Betriebs-/ Berufshaftpflichtversicherung (von acht auf 17) sowie die Cyberversicherung (von 15 auf 23).

Der 191-seitige Berichtsband der Asscompact Trends I/2024 kostet 1.785 Euro inklusive Mehrwertsteuer (Preisnachlass bei Jahresabonnement). Er kann bei Dr. Mario Kaiser per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575833 bestellt werden.

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