15.10.2021 (€) – In einer Pressemitteilung informiert die Haftpflichtkasse VVaG am Freitagmorgen, dass sie nach dem Cyberangriff im Juli nicht in der Lage ist, mit allen Betroffenen Kontakt aufzunehmen. „Bisher ist uns erfreulicherweise noch kein Missbrauchsfall gemeldet worden“, wird Vorstand Torsten Wetzel zitiert. „Allerdings können wir aus verschiedenen Gründen nicht alle betroffenen Vertragspartner erreichen.“
Der Versicherer rät deshalb allen Kunden und Geschäftspartnern, die der Haftpflichtkasse Kontodaten überlassen haben, sich umgehend mit ihrer Bank in Verbindung zu setzen. Es sollte festgelegt werden, wie das Konto künftig vor einem Zugriff durch Dritte geschützt werden könne. Kunden, die Onlinebanking-Angebote nutzen, sollten unverzüglich ihren Bankberater kontaktieren.
Für den Zeitraum ab Mitte Juli 2021 und auch in Zukunft sollten zudem Kunden und Geschäftspartner der Haftpflichtkasse ihr Konto auf verdächtige, ihnen nicht nachvollziehbare Kontobewegungen prüfen und gegebenenfalls ihre Bank entsprechend umgehend informieren, heißt es.
Bei dem Hackerangriff wurden unter anderem Bankverbindungsdaten kopiert und im sogenannten Darknet veröffentlicht (VersicherungsJournal 11.8.2021, 5.8.2021, 22.7.2019, 16.7.2021, 13.7.2021). „Die sukzessive und individuelle Analyse jeder einzelnen von den Angreifern veröffentlichten Datei ist – auch unter Zuhilfenahme entsprechender Software, die eine Priorisierung der Dateien erleichtert – sehr zeitaufwendig“, wird jetzt berichtet.




