3.4.2024 (€) – Mit dem Kraftfahrtgeschäft im Privatkundensegment machen unabhängige Vermittler im Schnitt mehr als ein Fünftel ihres Gesamtumsatzes. Die Befragten gehen von einer sinkenden Bedeutung dieses Geschäftsfelds aus und erwarten einen steigenden Wettbewerb mit Vergleichsportalen. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2024“. Weiteres Ergebnis: Pools und Dienstleister spielen bei der Anbahnung eine relativ große, wen auch etwas abnehmende Rolle.
Unabhängige Vermittler erzielen mit dem Kraftfahrtgeschäft mit Privatkunden mehr als ein Fünftel ihres Umsatzes. Zu diesem Ergebnis kommt die Asscompact-„Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2024“. In dieser wurde auch ermittelt, an wen Makler und Mehrfachvertreter das meiste Geschäft liefern (VersicherungsJournal 3.4.2024).
Damit ist der Anteil im Vergleich zu den beiden vorigen Studienauflagen, als der Anteil bei jeweils einem guten Sechstel lag (5.4.2023, 5.4.2022), leicht gestiegen.
Zur Bedeutung des Privatkundengeschäfts für den Umsatz
Bei 46 (2023: 45) Prozent der Vermittler liegt der Anteil aktuell bei höchstens zehn Prozent, bei einem weiteren knappen Viertel (Fünftel) bei bis zu 20 Prozent. Jeder siebte (achte) Befragte gab einen Anteil von bis zu 30 Prozent an.
Höhere Werte als 50 Prozent kommen weiterhin nur vereinzelt vor. Der Mittelwert liegt bei 20,4 (17,2) Prozent.

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Wechselquote angestiegen
Weiter wurde gefragt, welcher Anteil des privaten Kfz-Geschäfts über Pools, Dienstleister, Haftungsdächer oder Verbünde angebahnt oder gar abgewickelt wird. Ergebnis: Der Anteil liegt im Mittel bei 38,5 (Vorjahre: 43,3; 44,1) Prozent.
Die jährliche Wechselquote beträgt fast ein Fünftel (Mittelwert: unverändert 19,7 nach 17,6 Prozent im Vorvorjahr). Bei weiterhin einem Viertel (Vorvorjahr: Drittel) der Umfrageteilnehmer liegt die Quote in der Klasse „unter fünf Prozent“, bei einem weiteren Sechstel (Vorjahre: Fünftel) bei zehn Prozent.
Auf zweistellige Prozentwerte kommen ansonsten nur noch die beiden Größenklassen „20 Prozent“ und „30 Prozent“. Alle anderen Klassen werden – mit Ausnahme der Klasse „15 Prozent“ (9,4 Prozent) deutlich seltener bis nur vereinzelt genannt.
Weniger Relevanz erwartet
Erhoben wurden im Rahmen der Studie auch die frühere, die aktuelle und die zukünftige Bedeutung des Geschäftsfelds. Vor fünf Jahren besaß das private Kraftfahrtgeschäft aus heutiger Sicht für 45,7 (2023: 52,8; 2022: 52,7; 2021: 49,1) Prozent der befragten Makler und Mehrfachvertreter noch eine „(sehr) große“ Relevanz. Gegenwärtig liegt dessen Anteil nur noch bei 45,3 (47,3; 46,2; 48,3) Prozent.
Für die Zukunft erwarten die Befragten eine weitere Verschlechterung. Demnach wird dieses Geschäft in fünf Jahren nach jetziger Einschätzung nur noch für 42,7 (44,4; 41,7; 44,8) Prozent eine „(sehr) große“ Rolle spielen.
Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass die Interviewten mit verstärkter Konkurrenz durch die Vergleichsportale rechnen. Vor fünf Jahren war die Konkurrenzsituation aus heutiger Sicht nur für 18,8 Prozent von „(sehr) großer Relevanz“. Aktuell sehen dies schon 27,6 Prozent so. In fünf Jahren gehen sogar 35,4 Prozent die Befragten von einer „(sehr) großer Relevanz“ aus.
Die 290-seitige „Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2024“ enthält auch Analysen zur Vermittlerzufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft. Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Dr. Mario Kaiser per E-Mail oder Telefon unter 0921 7575833 bestellt werden.
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