5.11.2026 – Allianz, Axa, BBKK, Continentale, DKV, Hallesche, Münchener Verein, Signal Iduna, SDK und Württembergische erhielten im bKV-Kompetenzrating des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung die Höchstnote „exzellent“.
Ende 2025 zählte der Geschäftsbereich betriebliche Krankenversicherung (bKV) nach vorläufigen Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) rund 2,7 Millionen versicherte Personen (VersicherungsJournal 12.6.2026).
Dies entspricht laut den im September vom GDV veröffentlichten „Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft“ (21.9.2026, 25.9.2026, 20.10.2026) auf Jahressicht einem Zuwachs um fast ein Neuntel. Im Vergleich zu 2020 hat sich die Zahl mehr als verzweieinhalbfacht, im Vergleich zu 2015 fast verfünffacht.
bKV im ungebundenen Vertrieb immer wichtiger
Auch im Versicherungsmaklermarkt scheint das Geschäftsfeld immer mehr anzukommen. Dies belegt die im Februar erschienene Asscompact-„Marktstudie Kranken- und Pflegeversicherung 2026“. Grundlage der Untersuchung der BBG Betriebsberatungs GmbH ist eine Befragung von netto 260 Vermittlern (3.2.2026, 10.2.2026).
Demnach vermitteln inzwischen annähernd 40 Prozent der befragten Vermittler regelmäßig bKV-Tarife. Vor zwei Jahren traf dies erst auf rund jeden Dritten zu, in früheren Studienauflagen war es nur jeweils etwa jeder Fünfte (25.10.2024).
Die Krankenversicherung über den Arbeitgeber gewinnt zudem kräftig an Relevanz. Spielte dieses Geschäft vor fünf Jahren aus heutiger Sicht betrachtet nur für etwa jeden 25. Befragten eine „(sehr) große“ Rolle, sind es aktuell bereits 32,7 Prozent. Und fünf Jahre in die Zukunft geblickt erwarten dies sogar 61,2 Prozent.
Erwartungen hinsichtlich der Courtage
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Courtagesituation. So gaben 62,5 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sich die Courtagesituation im bKV-Segment 2025 im Vergleich zum Vorjahr verbessert habe. Bei nur jedem 40. Vermittler lief es nach eigenem Bekunden schlechter.
Für das laufende Jahr erwarten sogar 67,5 Prozent der Interviewten, dass das Geschäft mit der Krankenversicherung über den Arbeitgeber „viel besser“ oder zumindest „eher besser“ laufen wird. Jeder 40. Interviewte entschied sich für die Antwortoption „eher schlechter“.
IVFP veröffentlicht Kompetenz-Rating
Wie es um die Kompetenz der Anbieter im Geschäftsfeld betriebliche Krankenversicherung bestellt ist, hat die Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) ein weiteres Mal untersucht. Für die aktuelle Auflage des bKV-Kompetenzratings hat das Institut den Markt in den Bereichen Beratung, Vertragsgestaltung, Service und Verwaltung sowie Produktportfolio unter die Lupe genommen.
Diese vier Segmente flossen zu gleichen Anteilen in die Gesamtbeurteilung ein. Insgesamt standen bis zu 79 Einzelkriterien zur Bewertung. Weitere Details zur Methodik können in den Ratinginformationen (PDF, 208 KB) nachgelesen werden.
Zehn private Krankenversicherer erzielten die Höchstnote
Zehnmal hat das IVFP die Höchstnote „exzellent“ vergeben. Zur Spitzengruppe gehören (in alphabetischer Reihenfolge)
- die Allianz Private Krankenversicherungs-AG,
- die Axa Krankenversicherung AG,
- die Bayerische Beamtenkrankenkasse AG (BBKK),
- die Continentale Krankenversicherung a.G.,
- die DKV Deutsche Krankenversicherung AG,
- die Hallesche Krankenversicherung a.G.,
- die Münchener Verein Krankenversicherung a.G.,
- die Signal Iduna Krankenversicherung a.G.,
- die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK) und
- die Württembergische Krankenversicherung AG.
In allen vier Bereichen die Höchstnote schafften dabei nur die Allianz, die Axa, die Hallesche und die SDK. Drei Mal gelang dies der BBKK (nicht Produktportfolio), der Continentalen und der Württembergischen (jeweils nicht Vertragsgestaltung), der DKV (nicht Service & Verwaltung) und dem Münchener Verein (nicht Beratung).
Drei (Wieder-)Aufsteiger
Im Vergleich zur Ratingauflage von vor zwei Jahren sind die Allianz nach einer Pause wieder (10.2.2023) und der Münchener Verein sowie die Signal Iduna neu dabei unter den „exzellenten“ Anbietern. Hingegen fehlt einerseits die R+V Krankenversicherung AG, die sich zusammen mit der Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH) und der Nürnberger Krankenversicherung in der Notenstufe sehr gut wiederfindet.
Ebenfalls nicht mehr in der Spitzengruppe aufgelistet werden die beiden Akteure Barmenia Krankenversicherung AG und Gothaer Krankenversicherung AG. Ob sie in diesem Jahr gar nicht mehr zu den Testkandidaten gehörte oder schlechter als „sehr gut“ abschnitt, muss an dieser Stelle offen blieben. Hintergrund: Die Analysten haben 15 Unternehmen unter die Lupe genommen, aber nur von 13 Testkandidaten die Freigabe zur Veröffentlichung der Ergebnisse erhalten.
| Keiner Sparte wird derzeit eine solche Erfolgsstory nachgesagt wie der bKV. Wie der Markt derzeit aussieht, belegt eine Umfrage des VersicherungsJournals unter 22 PKV-Anbietern. Sie schafft erstmals mit zwei Musterrechnungen für stationäre und Budget-Tarife eine hohe Vergleichbarkeit. Der Marktüberblick findet sich im einem Dossier, dem auch der oben stehende Text entnommen ist. Die Umfrageergebnisse zeigen, welche Besonderheiten und Bedingungen mit den stationären Angeboten sowie den jeweiligen Budget-Tarifen verbunden sind. Berichtet wird ebenfalls über den Stellenwert des Geschäfts im Vertrieb sowie die favorisierten Anbieter der unabhängigen Vermittler. Des Weiteren wird über steuerliche und arbeitsrechtliche Fragen informiert. Nähere Informationen und Bestellmöglichkeit finden sich unter diesem Link. Die Publikation steht Premium-Abonnenten des VersicherungsJournals zur persönlichen Nutzung kostenlos zur Verfügung. |







