34f-, 34h- und 34i-Lizenzen werden wieder stärker nachgefragt

8.7.2026 – Die Zahl der registrierten Finanzanlagenvermittler ist im zweiten Quartal 2026 genauso gestiegen wie die der Immobiliardarlehensvermittler. Gleiches gilt für die jeweiligen Berater. Dies belegen jetzt von der DIHK veröffentlichte Zahlen. Im Vorquartal hatte sich nur die Zahl der Honorarfinanzanlagenberater positiv entwickelt.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat aktuelle Zahlen aus dem Vermittlerregister veröffentlicht. Zum 1. Juli 2026 waren demnach mit 41.388 rund 0,4 Prozent beziehungsweise 177 Finanzanlagenvermittler (§ 34f GewO) mehr verzeichnet als drei Monate zuvor (VersicherungsJournal 20.4.2026).

Damit ist die Gruppe der Finanzanlagenvermittler zum vierten Mal in den letzten sechs Quartalen (8.1.2026, 8.10.2025, 11.7.2025) gestiegen. Dem standen zwei Rückgänge gegenüber (20.4.2026, 8.4.2025).

§ 34f (Bild: Wichert)

Fast alle mit Erlaubnis zur Investmentfondsvermittlung

Nach den aktuellen Daten besitzen nahezu alle Finanzanlagenvermittler – nämlich 41.060 (unverändert gut 99 Prozent) – die Erlaubnis zur Vermittlung von Investmentfonds nach § 34f (1) Nummer 1 GewO.

Weiterhin ist gut jedem Sechsten (Jahresende 2025: knapp jedem Fünften) die Vermittlung von geschlossenen Fonds (§ 34f (1) Nummer 2 GewO) gestattet. Knapp jeder neunte (Jahresende 2025: knapp jeder achte) Verzeichnete darf Vermögensanlagen (§ 34f (1) Nummer 3 GewO) vermitteln.

Zuwachs bei den Honorar-Finanzanlagenberatern

Gestiegen ist die Anzahl der Honorar-Finanzanlagenberater (§ 34h GewO). Zum Stichtag 1. Juli zählte das Register 375 Meldungen. Das sind 14 mehr als Anfang April und 25 mehr als zu Jahresbeginn.

Bis auf eine Ausnahme besitzt jeder der aktuell verzeichneten Honorar-Finanzanlagenberater die Erlaubnis zur Beratung zu offenen Investmentvermögen. Nach geschlossenen Fonds besteht bei den Beratern mit einem knappen Viertel Anteil eine deutlich höhere Nachfrage als bei den 34f-Vermittlern. Etwas höher fällt diese mit einem guten Neuntel bei der Beratung zu Vermögensanlagen aus.

Mehr Immobiliardarlehensvermittler

Die Zahl der Immobiliardarlehensvermittler (§ 34i GewO) ist nach zuvor zwei leichten Rückgängen aktuell wieder angewachsen. Sie stieg zwischen Anfang April und Anfang Juli um 140 Registrierte beziehungsweise gut 0,2 Prozent auf einen neuen absoluten Höchststand von 58.014.

§ 34i (Bild: Wichert)

Von den Registrierten traten 614 als Honorar-Immobiliardarlehensberater auf, das sind fünf mehr als Anfang April, aber immer noch sechs weniger als zu Jahresbeginn. Gründe für diese Entwicklungen sind aus der DIHK-Statistik nicht abzuleiten.

Mit einem Anteil von aktuell knapp 1,1 Prozent wird der Honorarberaterstatus im Immobilienbereich häufiger nachgefragt als im Finanzanlagenbereich (knapp 0,9 Prozent). Im Versicherungsvermittlerregister liegt der Anteil mit unter 0,2 Prozent noch niedriger (2.7.2026).

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