So stark nachgefragt sind die 34f-, 34h- und 34i-Lizenzen

8.1.2026 (€) – Die Zahl der registrierten Finanzanlagenvermittler ist im vierten Quartal ein weiteres Mal gestiegen. Hingegen schrumpfte die Gruppe der registrierten Immobiliardarlehensvermittler nach zuletzt zwei Zuwächsen wieder. Bei den jeweiligen Beratern zeigte die Kurve einmal leicht nach unten und einmal deutlich nach oben. Dies zeigt die neueste DIHK-Statistik.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat aktuelle Zahlen aus dem Vermittlerregister veröffentlicht. Zum 1. Januar 2026 waren demnach mit 41.243 minimal mehr Personen (75) als Finanzanlagenvermittler (§ 34f GewO) registriert als drei Monate zuvor (VersicherungsJournal 8.10.2025).

Auf Jahressicht betrug das Plus 0,4 Prozent beziehungsweise 148 Registrierte. Ein Jahr zuvor war es noch etwa viermal so stark nach oben gegangen (29.1.2025, 19.1.2024). Dennoch zeigt die Kurve schon seit vielen Quartalen kontinuierlich nach oben. Verminderungen hatte es zuletzt in der ersten Jahreshälfte 2020 gegeben (6.7.2020, 3.4.2020, 22.1.2020).

34f-Vermittler (Bild: Wichert)

Fast alle mit Erlaubnis zur Investmentfonds-Vermittlung

Nach den aktuellen Daten besitzen nahezu alle – nämlich 40.908 (weiterhin gut 99 Prozent) – Finanzanlagenvermittler die Erlaubnis zur Vermittlung von Investmentfonds nach § 34f (1) Nummer 1 GewO.

Erneut ist knapp jedem Fünften die Vermittlung von geschlossenen Fonds (§ 34f (1) Nummer 2 GewO) gestattet. Gut jeder neunte Verzeichnete darf Vermögensanlagen (§ 34f (1) Nummer 3 GewO) vermitteln.

Anstieg bei den Honorar-Finanzanlagenberatern

Deutlich gewachsen ist die Gruppe der Honorar-Finanzanlagenberater (§ 34h GewO). Zum Stichtag 1. Januar zählte das Register 350 Meldungen. Das sind 19 mehr als Anfang Oktober und 40 mehr als zu Jahresbeginn 2025.

Bis auf eine Ausnahme besitzt jeder der aktuell verzeichneten Honorar-Finanzanlagenberater die Erlaubnis zur Beratung zu offenen Investmentvermögen. Nach geschlossenen Fonds besteht bei den Beratern mit einem Viertel Anteil eine höhere Nachfrage als bei den 34f-Vermittlern. Etwas höher fällt diese mit einem guten Achtel bei der Beratung zu Vermögensanlagen aus.

Weniger Immobiliardarlehensvermittler

Die Zahl der Immobiliardarlehensvermittler (§ 34i GewO) ist anders als im zweiten und dritten (11.7.2025), aber wie im Startquartal zurückgegangen (8.4.2025). Sie reduzierte sich zwischen Anfang Oktober und Anfang Januar minimal um 26 auf 57.929 Verzeichnete. Auf Jahressicht war der Saldo hingegen positiv (plus 135 Personen beziehungsweise plus 0,2 Prozent).

34i-Vermittler

Von den Registrierten traten 620 als Honorar-Immobiliardarlehensberater auf, das ist einer weniger als zu Beginn der vorangegangenen Dreimonatsperiode. Auf Zwölfmonatssicht stand ein Rückgang um 15 Dienstleister zu Buche.

Mit einem Anteil von aktuell knapp 1,1 Prozent wird der Honorarberaterstatus im Immobilienbereich häufiger nachgefragt als im Finanzanlagenbereich (gut 0,8 Prozent). Im Versicherungsvermittlerregister liegt der Anteil mit unter 0,2 Prozent noch niedriger (7.1.2026).

Gründe für diese Entwicklungen sind aus der DIHK-Statistik nicht abzuleiten.

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