25.1.2017 (€) – Der Konjunkturindex für die Geschäftsentwicklung der unabhängigen Vermittler ist im Firmen- wie auch im Privatkundenbereich leicht zurückgegangen. Die beiden Bereiche entwickelten sich nach dem aktuellen Yougov-Makler-Absatzbarometer IV/2016 in entgegengesetzte Richtungen: Bei Privatkunden waren nur Finanzprodukte rückläufig, während bei Firmenkunden nur bAV-Produkte zulegen konnten.
Zuletzt war der Absatz-Index von unabhängigen Vermittlern im Privatkundengeschäft auf den zweitschlechtesten Wert in den zurückliegenden rund sieben Jahren zurückgegangen (VersicherungsJournal 8.11.2016).
Im dritten Quartal ging es hingegen wieder deutlich aufwärts, mit 59 Punkten wurde aktuell sogar der zweitbeste Wert seit Anfang 2013 erzielt. Dies zeigt das Makler-Absatzbarometer IV/2016 der Yougov Deutschland AG, für das zwischen Mitte und Ende Dezember 265 Finanz- und Versicherungsmakler online befragt wurden.
Noch stärker zugelegt hat der Absatzindex im Firmenkundengeschäft. Hier wurde mit 64 Punkten sogar der Höchstwert aus der Auflage II/2011 egalisiert. Der schlechteste Wert im Herbst vor drei Jahren lag fast zehn Punkte niedriger (VersicherungsJournal 13.11.2013).
Mit dem Index wird in der quartalsweise durchgeführten Untersuchung die Geschäftsentwicklung auf einer Skala von null (stark rückläufig) bis einhundert (stark steigend) gemessen. Dabei stellt der Wert 50 die Null-Linie beziehungsweise die Expansionsschwelle dar und repräsentiert eine konstante Entwicklung. In dem Index werden die Beurteilung des letzten Quartals und die Erwartungen für das laufende Jahr zusammengefasst.
Unabhängige Vermittler wieder negativer gestimmt
Insgesamt gaben im Berichtszeitraum mit 43 (Vorquartal: 33) deutlich mehr Vermittler an, die Geschäftsentwicklung im Privatkundengeschäft sei besser als im Vorjahreszeitraum gewesen. Der Anteil der Bewertungen „abnehmend“ fiel dafür mit 13 (16) Prozent leicht niedriger aus. Immerhin wieder 45 (39) Prozent sehen für das Gesamtjahr 2016 einen besseren Geschäftsverlauf als im Jahr zuvor, dafür nur noch zehn (14) Prozent einen schlechteren.
Das Geschäft im Segment Firmenkunden lief bei immerhin wieder 47 (Vorquartale: 43, 40) Prozent besser als im Vorjahreszeitraum, während mit sieben Prozent fast die Hälfte weniger Befragte von einem Rückgang berichteten. Für das Gesamtjahr 2016 erwarteten satte 60 (49) Prozent ein besseres Vermittlungsgeschäft als im Vorjahr und nur noch sieben (14) Prozent ein schlechteres.
In welchen Bereichen es die größten Veränderungen gab
Im Privatkundenbereich lief das Geschäft nur in der Produktgruppe Rechtsschutz in der Berichtsperiode schlechter als im Vorjahreszeitraum. Von einem sehr niedrigen Niveau leicht aufwärts ging es im Geschäft mit Leben- und Renten-Policen.
Etwas stärker bergauf ging es bei Sach-Produkten, in denen das Vermittlungsgeschäft weiterhin mit Abstand am besten beurteilt wird. In Kranken und Unfall setzte sich der Aufwärtstrend aus dem Vorquartal indes nicht fort.
Eine uneingeschränkt positive Entwicklung zeigt sich im Firmenkundensegment, in dem alle Bereiche besser wegkamen als im Vorquartal. Trotz einer leichten Steigerung bleibt das Geschäft mit Betriebsrenten genauso wie das mit privater Vorsorge deutlich unterhalb der Expansionsschwelle. Relativ am besten läuft es in den Bereichen Sach- und Haftpflicht, die zugleich starke Zuwächse zu verzeichnen hatten.
Weitere Informationen zum Makler-Absatzbarometer IV/2016 sowie zu den kostenpflichtigen Bezugsmöglichkeiten finden sich auf dieser Yougov-Internetseite.





