8.11.2016 (€) – Der Konjunkturindex für die Geschäftsentwicklung der unabhängigen Vermittler ist im Firmen- wie auch im Privatkundenbereich leicht zurückgegangen. Die beiden Bereiche entwickelten sich nach dem aktuellen Yougov-Makler-Absatzbarometer III/2016 in entgegengesetzte Richtungen: Bei Privatkunden waren nur Finanzprodukte rückläufig, während bei Firmenkunden nur bAV-Produkte zulegen konnten.
Der Absatz-Index von unabhängigen Vermittlern im Privatkundengeschäft ist laut dem Makler-Absatzbarometer III/2016 der Yougov Deutschland AG im zweiten Quartal ein weiteres Mal abgesunken. Mit aktuell 56 Punkten rangiert der Index auf dem zweitschlechtesten Wert in den zurückliegenden rund sieben Jahren. Schlechter war die Stimmung nur in der Auflage III/2014 (VersicherungsJournal 20.11.2014).
Ebenfalls leicht rückläufig war der Absatzindex im Firmenkundengeschäft. Wie schon im Vorquartal (VersicherungsJournal 21.7.2016) ging es um einen Punkt abwärts. Mit 60 Punkten befindet sich der Index auf einem mittleren Niveau. Der beste Wert wurde Anfang und Ende 2011 mit jeweils 65 Punkten erreicht, der schlechteste im Herbst vor drei Jahren (VersicherungsJournal 13.11.2013).
Mit dem Index wird in der quartalsweise durchgeführten Untersuchung die Geschäftsentwicklung auf einer Skala von Null (stark rückläufig) bis Einhundert (stark steigend) gemessen. Dabei stellt der Wert 50 die Null-Linie beziehungsweise die Expansionsschwelle dar und repräsentiert eine konstante Entwicklung. In dem Index werden die Beurteilung des letzten Quartals und die Erwartungen für das laufende Jahr zusammengefasst.
Unabhängige Vermittler immer negativer gestimmt
Insgesamt gaben im Berichtszeitraum mit 33 (Vorquartale: 38, 43) Prozent wiederum deutlich weniger Vermittler an, die Geschäftsentwicklung im Privatkundengeschäft sei besser als im Vorjahreszeitraum gewesen. Der Anteil der Bewertungen „abnehmend“ fiel mit 16 (15) Prozent leicht höher aus. Nur noch 39 (41, 51) Prozent erwarten für das Gesamtjahr einen besseren Geschäftsverlauf als im Vorjahr, dafür 14 (zwölf, sieben) Prozent einen schlechteren.
Das Geschäft im Segment Firmenkunden lief bei immerhin wieder 43 (40, 49) Prozent besser als im Vorjahreszeitraum. Andererseits berichteten mit zwölf Prozent doppelt so viele Befragte von einem Rückgang. Für das Gesamtjahr 2016 erwarteten unverändert 49 (51) Prozent ein besseres Vermittlungsgeschäft als im Vorjahr, dafür aber schon 14 (zehn, neun) Prozent ein schlechteres.
In welchen Bereichen es die größten Veränderungen gab
Im Privatkundenbereich lief das Geschäft in allen Produktgruppen bis auf Finanzprodukte (minus vier Punkte) besser als im Vorjahreszeitraum. Eine besonders starke Zunahme war bei Lebens- und Rentenversicherungs-Produkten zu verzeichnen, wenn auch von äußerst niedrigem Niveau aus. Relativ am besten sieht es nach wie vor bei den Sachversicherungs-Produkten aus.

- Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Yougov)
Ein genau entgegengesetztes Bild zeigte sich im Segment Firmenkunden. Hier lief es überall leicht schlechter, bei Kreditversicherungs-Produkten sogar deutlich schlechter. Einzig Produkte aus dem Bereich betriebliche Altersvorsorge (bAV) konnten zulegen – und das sogar kräftig (plus sechs Punkte). Allerdings bleibt der Betriebsrentenabsatz nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau.

- Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Yougov)
Weitere Informationen zum Makler-Absatzbarometer III/2016, für das zwischen Ende September und Anfang Oktober 220 Finanz- und Versicherungsmakler online befragt wurden, sowie zu den kostenpflichtigen Bezugsmöglichkeiten finden sich auf dieser Yougov-Internetseite.





