18.12.2018 (€) – Im Biometrierating deutscher Lebensversicherer (Map-Report 906) wurden für Risikolebens- und Berufsunfähigkeits-Versicherungen auch die jährlichen Brutto- und Nettoprämien bewertet. Für die drei untersuchten Vertragstypen in der Risikolebens-Versicherung liegen die Zahlbeiträge zwischen 25 und 68 Prozent unter dem Bruttobeitrag.
Die Map-Report-Redaktion hat im kürzlich erschienenen Heft 906 – „Biometrie-Rating deutscher Lebensversicherer“ (VersicherungsJournal 4.12.2018, 7.12.2018) sowohl Netto- als auch Bruttobeiträge für Risikolebens- (RLV) und Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherungen untersucht. In die Bewertung flossen die Daten von bis zu 24 Anbietern ein.
Zwischen Brutto- und Nettobeitrag können deutliche Unterschiede bestehen. Die auch als Zahlbeitrag bekannte Nettoprämie wird nicht bis zum Ende der Laufzeit garantiert und kann während der Vertragslaufzeit angehoben werden (VersicherungsJournal 22.12.2016). Im ungünstigsten Fall geschieht dies bis zur Höhe des Bruttobeitrags. Deshalb wurden beide Beiträge in der Bewertung berücksichtigt.
Große Unterschiede zwischen Brutto- und Nettobeiträgen
Für die Risikolebens-Versicherung wurden drei Fallbeispiele bewertet (Modellannahmen: ohne Rabatte (zum Beispiel Kollektivbeiträge), gleichbleibende garantierte Todesfallleistung 300.000 Euro, Überschusssystem: Beitragsvorwegabzug, Versicherungsbeginn: 1. September 2018).
Für den angestellten Journalisten (80 Prozent Bürotätigkeit, Nichtraucher, Geburtsdatum 1. Juni 1978, Eintrittsalter: 40 Jahre, Laufzeit: 20 Jahre) lagen die Nettoprämien zwischen 25 Prozent (bei der Stuttgarter Lebensversicherung a.G., „T 20 (EZ)“) und 68 Prozent (bei der Credit Life AG, „TG17“) unter den Bruttobeiträgen. Der Unterschied im Durchschnitt aller Teilnehmer in diesem Beispiel betrug 45 Prozent.
Absoluter Abstand
Den größten absoluten Abstand gab es bei der Provinzial Nordwest Lebensversicherung AG („RU“) im Modellfall Zimmermann. Mit 1.585,80 Euro lag der Nettobeitrag um 1.809,86 Euro unter dem Bruttobeitrag von 3.395,66 Euro.
Der kleinste absolute Abstand wird für die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. („T 20 (EZ)“) für den Modellfall Journalist ausgewiesen. Mit einer Höhe von 416,69 Euro lag der Nettobeitrag hier um 138,90 Euro unter dem Bruttobeitrag von 555,59 Euro.
Gleiche Parameter für verschiedene Berufe
Die prozentualen Differenzen zwischen Brutto- und Nettoprämien variieren zwischen den verschiedenen Berufen kaum. Bei 14 der 24 Gesellschaften im RLV-Vergleich sind die Abstände zwischen beiden Prämien für alle drei untersuchten Berufe identisch.
Die größte Schwankungsbreite bei den Berufsgruppen gibt es bei der SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung AG („RU“). Während im Beispiel des Zimmermanns der Zahlbeitrag um 24 Prozent unter dem Bruttobeitrag lag, betrug die Differenz im Fall des Verwaltungsbeamten 32 Prozent und in der Hochrechnung des Journalisten 45 Prozent.
Große Unterschiede
Die Nettobeiträge lagen beim Modellfall des Journalisten zwischen 284,58 („Basis-Schutz“ der Cosmos Versicherung AG) und 1.081,21 Euro bei der Provinzial Nordwest („RU“). Bei insgesamt zehn Gesellschaften lag der Zahlbeitrag unter 400 Euro.
Bei den Bruttobeiträgen klafft die Schere zwischen 514,24 Euro („Risiko-Lebensversicherung L0(DL)“ der Deutschen Lebensversicherungs-AG) und 2.310,80 Euro (Provinzial Nordwest) auseinander. Vier Lebensversicherer blieben unter der Marke von 600 Euro Bruttobeitrag. Bei drei weiteren Anbietern waren es unter 700 Euro.
Weitere Studiendetails
Der Map-Report Nummer 906 „Biometrie-Rating deutscher Lebensversicherer“ enthält auf 89 Seiten umfangreiches Datenmaterial zu zahlreichen Bilanz-, Service- und Vertragskennzahlen von bis zu 70 Lebensversicherungs-Gesellschaften.
Detaillierte Zusatzinformationen zu den vorgenannten Ratings bietet der Map-Report 904 – „Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2017“. In diesem finden sich auf 154 Seiten Übersichten und Grafiken zu diversen Geschäftszahlen aus dem Jahr 2017 von bis zu 82 Lebensversicherern.
Die Hefte sind lieferbar als PDF-Datei für Unternehmen oder als gedrucktes Heft (Preise je ab 363 Euro inklusive Mehrwertsteuer) sowie im rabattierten Jahresabonnement. Bestellt werden kann unter diesem Link. Die Konditionen für das Jahresabonnement sind auf dieser Internetseite einzusehen.







