25.3.2025 (€) – Die Rangliste der Bundesländer mit den meisten Versicherungsmitarbeitern wird auch zum Stichtag 30. Juni 2024 von Nordrhein-Westfalen angeführt. Dahinter folgen unverändert Bayern und Baden-Württemberg. Nur in zwei Ländern (Berlin und Thüringen) gab es Personalabbau. Die größten Steigerungen standen für Nordrhein-Westfalen (in absoluten Zahlen) beziehungsweise Rheinland-Pfalz (prozentual) zu Buche.
Im vergangenen Jahr ist die Gesamtzahl der Mitarbeiter in den Versicherungsunternehmen nach der aktuellen Erhebung des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V. (AGV) zum sechsten Mal in Folge gestiegen.
Mit 212.200 wurden 5.400 Personen mehr gezählt (plus 2,6 Prozent) als vor Jahresfrist. Einen so starken Anstieg hatte es zuletzt nach der Wiedervereinigung Mitte der 1990er-Jahre gegeben (VersicherungsJournal 20.3.2025).
Die Zahlen beziehen sich laut Arbeitgeberverband auf die Angestellten des Innen- und Außendienstes in den Unternehmen der Individualversicherung. Nicht mitgezählt wurden den Angaben zufolge Personen in passiver Altersteilzeit und freigestellte Mitarbeiter mit Bezügen.
Kein Beschäftigungsrückgang im Versicherungsgewerbe
Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse bei Erst- und Rückversicherern sowie im Versicherungsvermittlergewerbe zusammengerechnet ging erstmals seit vielen Jahren nicht weiter zurück.
Dies zeigen weitere vom Arbeitgeberverband veröffentlichte Daten, die auf einer Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit für den AGV basieren. Demnach hatte die Branche zum Stichtag 30. Juni 2024 bundesweit 298.480 angestellte Mitarbeiter. Das sind 8.400 Personen beziehungsweise 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (28.3.2024).
Gewinner und Verlierer nach Bundesländern
Lediglich zwei Bundesländer konnten nicht an der positiven Gesamtentwicklung teilhaben. So wurden unter dem Strich in Berlin 50 und in Thüringen 70 Stellen abgebaut.
Die Rangliste der „Gewinner“ führt nach absoluten Zahlen Nordrhein-Westfalen an mit einem Plus von 1.980 Versicherungsmitarbeitern (plus 2,6 Prozent). Knapp dahinter folgen Hessen (plus 1.970 Beschäftigte beziehungsweise 6,8 Prozent) sowie Bayern (plus 1.800 Personen beziehungsweise 3,1 Prozent).
Dabei hatte Hessen hinter Rheinland-Pfalz (plus 660 auf 9.570 Beschäftigte; plus 7,4 Prozent) die zweithöchste Steigerungsrate aller Länder zu verzeichnen.
Konkrete Hintergründe zu den vergleichsweise deutlichen Veränderungen nannte der AGV nicht. In der Vergangenheit hatte der Verband größere Verschiebungen auf Standortwechsel von größeren Mitgliedsunternehmen (17.3.2021) oder auch Umschlüsselungen bei der Meldung an die Sozialversicherung (19.3.2018) zurückgeführt.
Die meisten Versicherungsmitarbeiter in Nordrhein-Westfalen
Den AGV-Daten zufolge entfielen zum Stichtag 30. Juni 2024 auf Nordrhein-Westfalen mit annähernd 77.000 die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Dies ist wenig verwunderlich, da vier der zwölf größten Standorte (21.3.2025) in diesem Bundesland beheimatet sind.
Dahinter folgt mit fast 60.700 Assekuranzbeschäftigten Bayern, in dessen Einzugsbereich sowohl die „Versicherungshauptstadt“ München (inklusive Unterföhring) als auch Nürnberg (elfgrößter Standort) und Coburg (Position 13) gehören.
Auf den Plätzen drei bis fünf liegen Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen. Für diese werden in der Statistik zwischen etwa 35.400 und circa 27.200 Angestellte im Versicherungsgewerbe ausgewiesen. Dahinter folgen Hamburg mit rund 18.200 Versicherungsmitarbeitern und Berlin (10.200).
In der Rangliste gab es anders als vor Jahresfrist keine Veränderungen. Seinerzeit war Mecklenburg-Vorpommern an Thüringen vorbeigezogen auf Rang 15.






