17.4.2026 – Der Itzehoer bringen Versicherungsmakler laut der „Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2026“ die höchste Weiterempfehlungsbereitschaft im Privatkundensegment entgegen. Dahinter folgen Allianz und R+V. Mehr Kritiker als Fürsprecher haben HDI und Europa.
An die VHV Allgemeine Versicherung AG vermitteln Makler und Mehrfachvertreter das mit Abstand meiste Geschäft im Kraftfahrt-Privatkundensegment. Dies ist ein Ergebnis der Asscompact-„Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2026“ (VersicherungsJournal 14.4.2026).
Grundlage der Studie ist eine Anfang Februar durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 275 Personen angegeben. Rund 86 Prozent der Befragten waren männlich, etwa 14 Prozent weiblich.
Sie haben 30,3 Jahre Branchenerfahrung bei einem Durchschnittsalter von 58,4 Jahren und wollen im Schnitt mit 68 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Fast vier von zehn Interviewten gaben an, mindestens bis zum Erreichen des 70. Lebensjahres arbeiten zu wollen.
Neugeschäftsspitzenreiter VHV nur auf dem vierten Platz
Erhoben wurde im Rahmen der Untersuchung neben den Geschäftsanteilen unter anderem auch die Weiterempfehlungsbereitschaft für die Produktanbieter. Hierzu wurde der in der Marktforschung häufig angewandte Net-Promoter-Score herangezogen.
Ergebnis: In der Rangliste reichte es für die VHV nur zum vierten Platz. Aus dem dritthöchsten Anteil an Promotoren (53 Prozent), aber dem nur sechstniedrigsten Anteil an Detraktoren (fast ein Sechstel) errechnete sich für die Hannoveraner ein NPS-Wert von 38,0.
Itzehoer an erster Stelle
Die Spitzenposition in Sachen Weiterempfehlung sicherte sich wie in den Vorjahren (17.4.2025, 17.4.2024, 19.4.2023) die Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 VVaG. Sie liegt beim Geschäftsanteil an dritter Stelle. Der NPS von 47,4 setzt sich zusammen aus dem höchsten Fürsprecheranteil von über 60 Prozent und dem viertniedrigsten Kritikeranteil von einem knappen Siebtel.
Den Silberrang erreichte die Allianz Versicherungs-AG, die es beim Neugeschäft nur auf Platz vier schaffte. Dem zweithöchsten Anteil an Promotoren (57 Prozent) stand der zweitniedrigste Detraktorenanteil von etwa einem Achtel gegenüber. Daraus errechnet sich ein NPS von 44,1.
Die dritte Position belegt die in Sachen Geschäftsanteil an zweiter Stelle liegende R+V-Gruppe (inklusive Kravag Versicherungen). Sie hat relativ die wenigsten Kritiker (Anteil: ein Dreizehntel) und die drittmeisten Fürsprecher (knapp die Hälfte). Der NPS beträgt 38,0.
Einen Wert von über 30 schaffte ansonsten nur noch die im Neugeschäft lediglich an achter Stelle liegende Versicherungskammer Bayern (VKB).
Zwei Testkandidaten mit negativen NPS-Werten
Mehr Kritiker als Fürsprecher haben die HDI Versicherung AG und die Europa Versicherung AG. Bei den Hannoveranern beträgt das Verhältnis 17,4 Prozent Promotoren zu 21,7 Prozent Detraktoren, woraus sich ein NPS von minus 4,3 ergibt.
Für die Europa wird ein Wert von minus 6,3 (25,0 Prozent zu 31,3 Prozent) ausgewiesen. Relativ hatte kein Testkandidat mehr Kritiker als die Europa und weniger Fürsprecher als der HDI.
Ein Blick auf die Dienstleistungsqualität
Konkrete Gründe für die stark voneinander abweichenden Bewertungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Allerdings zeigt ein Blick auf die Bewertung der Dienstleistungsqualität der Autoversicherer, die in der Studie ebenfalls untersucht wurde, einen Erklärungsansatz für die NPS-Werte.
So sind die Makler und Mehrfachvertreter insbesondere mit der Europa, aber auch mit dem HDI deutlich weniger zufrieden als mit den Spitzenreitern. Bei der Gesamtzufriedenheit bedeuten 73 Punkte für die Europa nicht nur den letzten Platz in der Rangliste, sondern auch einen Rückstand von 14 Zählern auf den Zufriedenheitsspitzenreiter.
Der HDI liegt mit dem drittschlechtesten Wert von 77 Punkten zehn Zähler hinter der führenden Gesellschaft zurück. Maximal waren 100 Punkte möglich.
Die Schwächen der Schlusslichter
Richtig überzeugen konnten die beiden letztgenannten Kfz-Versicherer in keinem der 13 abgefragten Zufriedenheitskriterien. Nur dreimal beträgt der Rückstand auf den führenden Anbieter weniger als zehn Punkte.
Der HDI gehört sechsmal zu den drei schlechtesten Testkandidaten (darunter Schadenregulierung, Preis-Leistungs-Verhältnis, Image, Bestandskundenservice und Neugeschäftsabwicklung). Einmal ist der Versicherer sogar Schlusslicht (dezentrale Vertriebsunterstützung).
Die Europa landete neunmal unter den drei schlechtesten Akteuren. Darunter waren mit der Schadenregulierung, der Produktqualität, dem Image, dem Digitalisierungsgrad und dem Bestandskundenservice auch vier der fünf für die Maklerzufriedenheit wichtigsten Kriterien.
Die Stärken des Spitzenreiters
Die Unternehmen mit hohen Weiterempfehlungswerten dagegen landeten auch in der Zufriedenheitswertung auf den vorderen Plätzen. Am besten schnitt die Itzehoer mit 87 Punkten ab.
Die Nordlichter schafften es in allen Prüfpunkten mit Ausnahme des Preis-Leistungs-Verhältnisses unter die Top Drei und erzielten dabei sechs (geteilte) Spitzenränge (Schadenregulierung, Produktqualität, Bestandskundenservice, zentrale Vertriebsunterstützung, Angebotsrechner und Courtageausgestaltung).
Im Rahmen der Untersuchung wurde auch der Stellenwert dieses Geschäftsfelds aus Vermittlersicht ermittelt (14.4.2026). Die 236-seitige „Marktstudie Private Kfz- und Flottenversicherung 2026“ enthält zudem Analysen zur Vermittlerzufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft. Der Berichtsband kann für 2.950 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sebastian Sommerer per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575834 bestellt werden.





